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Erinnerungskultur der Jagd

Bei Reiss & Sohn kommt am 27. Oktober bei Auktion 102 Nr. 6485 unter den Hammer:

Jagd. – Libro della Compagnia dell’ Illmi. SS. Piatelli. (Rückentitel: Libro delle caccie dei Sigri. Piatelli). Italienische Handschrift auf Papier. (Florenz) ca. 1610-1674. Fol. Blattgr. 332:230 mm. Von mehreren Händen mit braunen Tinten in italienischen Kursiven geschrieben. Mit 4 großformatigen u. gefalt. Aquarellen, teilw. mit Gold- u. Silberhöhung (ca. 325:410-570:430 mm). 185 Bll. Prgt. d. Zt.; etwas fleckig u. berieben, Bindung gelockert, Vorsätze erneuert, Schließbänder entfernt.

Außergewöhnliches Manuskript, in dem die Jagdgesellschaften der berühmten “Compagnia dei Piattelli” vom 28. Oktober 1610 bis zum 10. November 1674 beschrieben werden. Es enthält die Namenslisten der jeweils teilnehmenden Jäger, darunter Mitglieder so bedeutender Florentiner Familien wie Albizzi, Bentivoglio, Medici, Ridolfi u. Vespucci; dazu Notizen über Strecken, Jagdbeute, Kosten etc. Besonders bemerkenswert sind vier großformatige Aquarelle, die prachtvolle Triumphwagen zeigen, die anläßlich besonderer Jagden gebaut worden waren. Die Wagen sind mit den blauen Fahnen der Piatelli, Hasen und Laubwerk geschmückt und von Fackeln u. Kerzen erleuchtet. Zur Compagnia dei Piattelli vgl. auch die “Disfida di caccia tra i Piacevoli e Piattelli” von Giulio Dati, der das Oberhaupt dieser Gesellschaft war (entstanden um 1600, jedoch erst 1824 von D. Moreno hrsg.). Der legendäre Wettkampf der Piattelli mit den Piacevoli im “Calcio Fiorentino” endete mit einem Sieg für die Piattelli (vgl. Ceresoli 203 u. Schwerdt I, 134). – Vereinzelt etwas fleckig, zahlr. kurze Einrisse u. kl. Randdefekte (teilw. hinterlegt), 1 Bl. mit großem Ausriß (Textverlust). Tafeln an den Faltstellen mit Lwd. hinterlegt (1 Taf. mit geringem Bildverlust), Silberauftrag oxidiert, 1 Taf. mit Verfärbung in der Bildmitte. – Das Manuskript wurde 1840 bei Giuseppe Molini in Florenz verkauft, ein Exemplar des Kataloges liegt bei.

http://www.reiss-sohn.de/frame101.php?page=6485

Zum Kontext, der frühneuzeitlichen Erinnerungskultur der Jagd, anhand deutschsprachiger Beispiele:

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/REZENSIO/BUECHER/2001/Reaktion/GrKl0701.htm

Black European Studies

The Archive, the Activist, and the Audience, or Black European Studies: A Comparative Interdisciplinary Study of Identities, Positionalities, and Differences
FATIMA EL-TAYEB

in: Transit [new E-Journal]
Special Topic: Migration, Culture, and the Nation State
http://german.berkeley.edu/transit

PDF
http://german.berkeley.edu/transit/2005/TRANSIT50910.pdf

Abstract:
My aim in this brief article is the introduction of a new international and interdisciplinary project on Black Europe, which could be of some interest to German Studies for a variety of reasons that will hopefully become evident. In doing so, though, I would like to focus initially on one particular aspect of this project; it is, incidentally, the one that might seem less than fascinating at first sight: the attempt to re-discover and re-contextualize archival materials on the black presence in Europe. My central argument here is that a rethinking of the uses of archives could open up a number of exciting possibilities going beyond this particular subject: in making history usable and relevant for people who would not normally go near an archive, for students who have abilities in information processing their teachers often fail to tap into, for activists linking worldwide through internet-based networks, and for a new reading of existing but largely unknown or ignored materials.

Neues aus dem Hochschularchiv der RWTH Aachen

Das Hochschularchiv ist mit einer Visitenkarte erreichbar unter

http://www.archiv.rwth-aachen.de (Hauptadresse)
http://www.rwth-aachen.de/archiv
http://www.rwth-aachen.de/hochschularchiv

Ausführlichere Informationen (Beständeübersicht, Findmittel, Digitalisate, Projekte) unter:

http://www.histinst.rwth-aachen.de/default.asp?sectionId=16

Gartenbibliothek geschützt

Nachtrag zu http://archiv.twoday.net/stories/931296

Aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 21.9.2005

Bücher müssen bleiben
Geschäft geplatzt: Bibliothek der Welfen unter Schutz

Von Achim Balkhoff
Es ist amtlich: Die Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen darf nicht ins Ausland verkauft werden. Dies teilte das zuständige hessische Kulturministerium gestern dem Auktionator Clemens Reiss in Königstein mit. Die Sammlung aus 1500 Bänden und 200 Zeichnungen ist jetzt auf der Liste der national wertvollen Kulturgüter eingetragen. Der anonyme „britische Eigentümer“ der Bibliothek soll laut Reiss darauf mit Empörung reagiert haben. Reiss selbst zweifelte gestern den Sinn der für den 25. Oktober anberaumten Auktion an. Er setzt jetzt viel mehr auf eine gütliche Einigung mit der Landesbibliothek. Noch in dieser Woche soll es Gespräche mit Reiss geben, betonte das niedersächsische Kulturministerium gestern.
Die zuletzt hektischen Vorgänge zur Rettung der Bibliothek hätten den Besitzer zunächst befremdet, sagte Reiss, die Nachricht von der Unverkäuflichkeit ins Ausland habe ihn gar fassungslos gestimmt. Kein Wunder – denn sowohl für den Besitzer als auch für den Auktionator ist offenbar ein gutes Geschäft geplatzt. Niemals lasse sich allein auf dem deutschen Markt der angestrebte Erlös von sieben Millionen Euro erzielen, ließ der Eigentümer Reiss ausrichten. Im übrigen zweifele der „britische Staatsbürger“ die Rechtmäßigkeit des Beschlusses an, schließlich befinde sich die Sammlung derzeit im britischen Besitz, nicht in deutschem. Die Möglichkeit, dass dem Beschluss deshalb ein Rechtsstreit folgen könnte, stuft Reiss allerdings als gering ein.
Er bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass die Gerüchte, wonach der Eigentümer Ernst August Prinz von Hannover selbst sei, blanker Unsinn sei. Der Welfe verfügt über einen britischen Pass. Auch ein Mittelsmann des Welfenchefs käme nicht in Betracht.
Der Auktionator setzt nun auf eine Gesamtlösung mit den niedersächsischen Behörden. „Das habe ich im übrigen immer schon gewollt, nur hat sich niemand vorher in Hannover dafür interessiert.“ Die Auslieferung der Kataloge sei bisher nicht erfolgt. Ob er die fertigen Auktionskataloge nun innerhalb Deutschlands verschicke, mache er von den Gesprächen mit den niedersächsischen Behörden abhängig. „Nach diesem ganzen Wirbel bin ich gespannt, was man mir anbieten will.“

Happige Abzocke

Im Genealogen-Wiki GenWiki gibt es Artikel zu einzelnen, vor allem kirchlichen Archiven, die insbesondere die Gebühren dokumentieren.

Besonders gruselig das Eisenacher Kirchenarchiv:
http://wiki.genealogy.net/index.php/Landeskirchenarchiv_Eisenach

Vorlage eines Findmittels ab 4 Euro, einer Akteneinheit 1,50 Euro. Bei nicht-privater Forschung muss die Beauftragung nachgewiesen werden.

Wer auf ein solches Archiv angewiesen ist, hat mein herzliches Beileid!

Domains von Archivhomepages

Der Internetnutzer, das unbekannte Wesen, nutzt nicht immer Suchmaschinen, sondern merkt sich manchmal eingägige Domains, um sie in die Adressenzeile zu tippen. Ein eindeutiger Standard, wie man von der URL des Archivträgers zur URL des Archivs kommt, existiert nicht.

Es gibt im wesentlichen drei Modelle.

Erstens: eine eigene Domain.

http://www.musterarchiv-musterort.de

Zweitens: Subdomain nach www
http://www.musterarchiv.mustertraeger.de

Drittens: Archiv nach der Domain als Unterseite
http://www.mustertraeger.de/musterarchiv

Für die Variable musterarchiv kommen in Betracht:
archiv
staatsarchiv, stadtarchiv usw.

Empfehlung: bei dem dritten Modell sollte darauf geachtet werden, dass sie Gross- und Kleinschreibung keine Rolle spielt!

Zu den Archivverwaltungen der Länder siehe
http://archiv.twoday.net/stories/109514

Bei den Stadtarchiven ergab die Auswertung der ersten Treffer von
https://www.google.de/search?hl=de&q=stadtarchiv&btnG=Google-Suche&meta=

Eigene Domain 4 (mit http://Schaffhausen.ch)
http://www.musterstadt.de/stadtarchiv 7
http://www.stadtarchiv.musterstadt.de 4
http://www.musterstadt.de/archiv 2
Lange URL (nicht von einem der vorigen Typen) 19
Beispiele für lange URLs
http://www.muenchen.de/Rathaus/referate/dir/stadtarchiv/37878
http://www.dresden.de/?node=10121

Niedersachsens AIDA ist online … und Murks

http://aidaonline.niedersachsen.de

Die Findbuchdatenbank des Landesarchivs Niedersachsen ist benutzbar. Gewöhnungsbedürftig ist, dass standardmässig nach Teilstrings gesucht wird (Suche nach Eislinger findet Reislinger).

Warum man gesperrte Titel aus dem 19. Jahrhundert en masse (und auch solche mit Laufzeitende 1742) findet, wenn man nach “wulff” sucht, soll mir mal bitte jemand erklären. Datenschutz hin, Datenschutz her, da scheint einiges schiefzulaufen.

Digital History

http://chnm.gmu.edu/digitalhistory

Free web version of the book by Daniel J. Cohen and Roy Rosenzweig

This book provides a plainspoken and thorough introduction to the web for historians—teachers and students, archivists and museum curators, professors as well as amateur enthusiasts—who wish to produce online historical work, or to build upon and improve the projects they have already started in this important new medium. It begins with an overview of the different genres of history websites, surveying a range of digital history work that has been created since the beginning of the web. The book then takes the reader step-by-step through planning a project, understanding the technologies involved and how to choose the appropriate ones, designing a site that is both easy-to-use and scholarly, digitizing materials in a way that makes them web-friendly while preserving their historical integrity, and how to reach and respond to an intended audience effectively. It also explores the repercussions of copyright law and fair use for scholars in a digital age, and examines more cutting-edge web techniques involving interactivity, such as sites that use the medium to solicit and collect historical artifacts. Finally, the book provides basic guidance on insuring that the digital history the reader creates will not disappear in a few years.

Archives Made Easy

http://www.archivesmadeeasy.org

Hosted by the International History department at the London School of Economics and Political Science, Archives Made Easy aims to empower historical researchers of all levels and make unrewarding research trips a thing of the past.

The archives are reviewed by researchers, see e.g. for the Bundesarchiv Koblenz the “Easy Archive Tip” by C. Germond, August 2005
http://www.archivesmadeeasy.org/pdfs/germany/Germany_Bundesarchiv_Koblenz%20_August2005_Carine_Germond.doc

An excerpt concerning Italy:
If you want to undertake research at the ASMAE, you must be extremely patient and be prepared to the lengthy, nonsensical and bureaucratic procedure of the archive.

Interesting website!

Handbuch der Raubdrucke nun auf CD-ROM

Ein vergriffenes und wichtiges Nachschlagewerk der linken Öffentlichkeit der 1960 und 1970er Jahre ist nun neu auf CD-ROM erschienen: Albrecht Götz von Olenhusen’s „Handbuch der Raubdrucke. Bibliographie – Bericht – Dokument“. Die CD enthält die überarbeiteten, sprich aktualisierten Titelnachweise des 1973 erstmals erschienenen Handbuchs der Raubdrucke. Soweit möglich wurden auch die Drucker und Verlage des Untergrunds vermerkt. Zusätzlich sind die bis 1999 erschienen Walter-Benjamin-Raubdrucke vermerkt.
Preis: 39 EUR plus Versand
Olenhusen, von Beruf Rechtsanwalt betreibt auch das vermutlich größte Archiv mit Raubdrucken. Olenhsuen hat über das Archiv z.B. in den Beiträgen Rezeption und Repression. Bericht über das Freiburger Raubdruckarchiv 1968 – 1998 im Leipziger Jahrbuch für Buchgeschichte 8 (1998), S. 355 – 363 sowie in Heft 16 (2001) des
Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit
S. 537-576 berichtet.

Kontakt: Albrecht Götz von Olenhusen, Goethestraße 34, 79100 Freiburg; Fax 0761-72843; mail: ra.goetz.von.olenhusen (at) http://t-online.de

Link zum Eintrag Raubdruck bei wikipedia

Nachbemerkung: Unklar bleibt, warum dieses laut Cover und anderen bibliothekarischen Quellen bereits 2002 erschienene Werk erst jetzt breiter beworben wird.

Von Raumersches Familienarchiv

http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-2634/ulb_nachlass-raumer.pdf

Titel Verzeichnis des Nachlasses von Raumer in der Universitäts– und Landesbibliothek Münster: “Historischer Teil” einschließlich des von Raumerschen Familienarchivs
Autoren Bialas, Stephan
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Schlagwort Universitäts- und Landesbibliothek Münster / Nachlass Raumer ; Familie von Raumer / Nachlass ; Adelsgeschichte ; Germanistik ; Geschichte 1600 – 1950
DDC-Sachgruppen Bibliografien
Dokumententyp Verzeichnis
Medientyp Text
Organisation Zentralbibliothek
Formate
PDF (Portable Document Format) [44.84MB in 1 Datei]
Quelle Druckausg.: Norderstedt, 2005

Digitalisierung von Rechtsquellen

Ein niederländischer Aufsatz von 2001 von Berkvens ist online unter:

http://edata.ub.unimaas.nl/www-edocs/loader/file.asp?id=259

Über ein spezielles Digitalisierungsprojekt von geldrischen Policey-Ordnungen berichtet derselbe Rechtshistoriker unter:

http://www.rechten.unimaas.nl/lrg/pdf/Digitalisering%20van%20rechtsbronnen.pdf

Projekt-Seite
http://www.rechten.unimaas.nl/lrg/Digitale%20plakkatenlijst2.htm

Zu juristischen Digitalisierungsprojekten siehe umfassend
http://www.jurawiki.de/DigitalisierungsProjekte

Neues Foto-Findbuch des Staatsarchivs Freiburg

Präsentation der digitalisierten Vorlagen als Online-Findmittel im Internet.

Das Staatsarchiv Freiburg bewahrt mit der Fotosammlung Willy Pragher den größten Fotografennachlass in einem Staatsarchiv Baden-Württemberg. Der mehrere hunderttausend Negative, 6.000 Glasplattennegative, 110.000 Papierpositive und ca. 30.000 Diapositive umfassende Bestand aus der Zeit von 1926 bis 1992 ist aufgrund seiner inhaltlichen Reichhaltigkeit ein häufig nachgefragter Bestand. Pragher hat in jahrzehntelangem Wirken nicht nur Ereignisse, Persönlichkeiten, Landschaften, Städte und Szenen aus dem Alltag, aus Wirtschaft, Sport und Kultur in Südwestdeutschland (besonders in Südbaden) facettenreich im Bild festgehalten; vielmehr kommt Praghers Lebenswerk aufgrund seines Wirkens in Berlin in den 1920er und 1930er Jahren und anschließend bis 1945 in Rumänien sowie aufgrund seiner zahlreichen Fotoreisen auf dem Kontinent und nach außereuropäischen Ländern überregionale Bedeutung zu.

Um den Zugriff der Interessenten auf die Fotografien Praghers online zu gewährleisten, hat die Abteilung 3 Staatsarchiv Freiburg des Landesarchivs Baden-Württemberg im Jahre 2003 ein Projekt zur Digitalisierung der Glasplattennegative Praghers begonnen. Vorraussetzung dafür waren Vorarbeiten eines von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg geförderten Sonderprojekts zur konservatorischen Behandlung und Langzeitsicherung des Fotobestandes, das 2004 erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte.

Die digitalisierten Vorlagen wurden mithilfe eines gängigen Fotoverwaltungsprogramm verzeichnet, nach Sachgruppen klassifiziert und für die Einstellung in das Online-Angebot des Landesarchivs Baden-Württemberg vorbereitet, die im Jahre 2005 in Gemeinschaftsproduktion der Abteilungen 1 und 3 des Landesarchivs Baden-Württemberg realisiert wurde.

Für Reproduktionswünsche stehen hoch auflösende Digitalisate im .tif-Format zur Verfügung.

Mit dieser Form der Erschließung von Fotobeständen und deren digitalen Präsentation im Internet beschreitet das Staatsarchiv Freiburg Neuland, zumindest für die baden-württembergische Archivverwaltung. Erstmalig konnte für den Bereich eines geschlossenen fotografischen Teilbestandes der unmittelbare und direkte Zugriff auf die einzelnen Fotografien realisiert werden.
Direktlink

Wir stehen für nähere Auskünfte gerne zur Verfügung:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg
Colombistraße 4
79098 Freiburg
Tel. 0761/38060-10
Fax 0761/38060-13
E-Mail: staFreiburg@la-bw.de

Job

Liebe Liste, diese Stellenausschreibung ist mir gerade unter die Augen gekommen, eventuell ist sie für die eine oder den anderen interessant:

Koblenz
Das Bundesarchiv sucht eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter
für das Projekt Liste der Juden in Deutschland 1933-1945. Die Aufbereitung der elektronisch vorliegenden 2,5 Mio. Datensätze, die im Zuge der Erarbeitung der List of Jewish Residentsum die Jahreswende 2002/03 entstanden sind, soll mit der Einarbeitung zusätzlich noch zu erhebender Datensätze aus in- und ausländischen Archiven und sonstigen Verwahrstellen verbunden werden und online erfolgen. Dienstort ist Koblenz.
Zu den Aufgaben gehören im Wesentlichen:
– die Ermittlung von Überlieferungslücken, deren Auffüllung durch Datenerhebung bei anderen Stellen des In- und Auslands und die Beseitigung von Doppel- und Mehrfachnennungen
– die online Überprüfung bereits vorhandener Datensätze auf Vollständigkeit, Richtigkeit und innere Stimmigkeit
– Anleitung von Mitarbeitern/innen bei der Datenerhebung
Anforderungen:
– abgeschlossene Ausbildung für den höheren Archivdienst
– sehr gute Kenntnisse der Geschichte der Judenverfolgung durch das NS-Regime,
– sehr gute Kenntnisse der politischen Geographie von 1840 bis 1945 in Deutschland nach den Grenzen von 1871
– gute Kenntnisse der Verwaltungsstrukturen
– Fähigkeit zu ergebnisorientiertem und selbständigem Arbeiten
– sicherer Umgang mit EDV und Erfahrung in der Anwendung archivischer Erschließungssoftware
Die Stelle ist zum 1. Oktober 2005 zu besetzen.
Die Tätigkeit kann auch auf Teilzeitkräfte übertragen werden. Dies setzt jedoch voraus, dass geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur gleichmäßig verteilten Dienstleistung zur Verfügung stehen.
Bewerbungen von Frauen werden begrüßt.
Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Von ihnen wird ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.
Die Stelle ist mit Entgeltgruppe 13 (bisher Vergütungsgruppe II a BAT) bewertet und auf
15 Monate befristet. Umzugskostenvergütung bzw. Trennungsgeld wird nicht gezahlt.
Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen werden unter Angabe des Gesch.-Z.: Z 1
01121/3-05.4 bis zum 20.09 .2005 (Eingangsdatum) erbeten an das
Bundesarchiv
-Personalreferat-
Potsdamer Straße 1
56075 Koblenz

Bewerbungsschluss: 20. 09. 2005

Viel Erfolg!
Anouschka

Website des Vereins Schweizerischer Archivarinnen und Archivare

Die neue Website des Vereins Schweizerischer Archivarinnen und Archivare ist online.

Die wichtigsten Neuerungen sind:
– Inhalte ergänzt und neu strukturiert
– Suchmöglichkeiten für Archivadressen verbessert
– Aktuelles Layout und aktuelle Technik
– Mehrsprachigkeit verbessert
– Erleichterte Verwaltung durch Open-Source Content-Management-System typo3

Schauen Sie rein: http://www.vsa-aas.org/

Arbeiten Sie mit: Korrekturen und Ergänzungen können Sie uns mit dem Kontaktformular http://www.vsa-aas.org/contact.html mitteilen.

Eine weitergehende Mitarbeit ist erwünscht, bitte wenden Sie sich an die Redaktion http://www.vsa-aas.org/website.html

Lockheed Martin Corp.: Aufbau des Electronic Records Archives (ERA)

Einer der führenden Rüstungskonzerne und öffentlichen Auftragnehmer der USA erhält den Zuschlag für den Aufbau des Archivierungssystems des ERA, meldet die National Archives and Records Administration. Der Auftrag umfaßt die Langzeitsicherung, hard- und softwareunabhängige Speicherung sowie öffentliche Bereitstellung der elektronischen Informationen jedweden Formats. Projektlaufzeit: sechs Jahre, Finanzvolumen: 308 Mio. Dollar. Lockheed setzt sich damit in dem vor einem Jahr angekündigten Gestaltungswettbewerb gegen die Harris Corporation durch.

Universitätsarchiv der FU Berlin beginnt Projekt zur Erschließung der Rektorats- und Präsidialüberlieferung

Das Universitätsarchiv der Freien Universität hat ein Projekt zur Erschließung der Überlieferung des Rektorats der Freien Universität (1948 – 1969) sowie des Präsidialamts
(ab 1970) begonnen. Während dieses zunächst auf 1 Jahr befristeten Projekts sollen zunächst die Aufzeichnungen des Rektorats gesichtet, bewertet und mit Hilfe der archiveigenen Software DACHS-A bis hin zum Findbuch erschlossen werden. In der Folge gilt es die Überlieferung des 1970 gebildeten Präsidialamtes der archivischen Bewertung zu unterziehen und ebenfalls zu erschließen.

Die unmittelbare Durchführung des Projekts obliegt den Diplom-ArchivarInnen (FH) Frau Rückert und Herrn Benhaimi.

Ansprechpartner:

Universitätsarchiv der Freien Universität Berlin
Dr. Michael Engel (Archivleiter) bzw. Steffen Schwalm (stellv. Archivleiter)
Boltzmannstr. 20
14195 Berlin

Tel.: 030/838 52230 bzw. 030/838 58432

Gefahren für Bilder kleiner Bildarchive

Auszug aus einem Weblog-Beitrag
http://www.blogbar.de/archiv/2005/09/07/culture-clash

Beim Stammtisch waren auch Besitzer von kleinen, unabhängigen Bildagenturen zu Gast. Sie sind in den letzten Jahren komplett an die Wand gedrückt worden. Durch Fusionen der Branchengrößen haben sich 2-3 Kolosse gebildet, die nahezu den kompletten Mark besitzen. Durch den Vetriebsweg Internet werden Bilder inzwischen fast nur noch digital akzeptiert. Und die Digitalisierung der Papierbilder ist für die kleinen Agenturen kaum zu leisten. Diese Bildagenturen haben 50.000 – 100.000 Bilder. Das Geld ist nicht da, um die Bilder auf einem Schlag zu digitalisieren. Einer der Agenturbesitzer scannt derzeit zirka 3.000 Bilder pro Jahr ein und gibt sie inkl. aller Metadaten händisch in eine Datenbank ein, wozu er pro Bild ungefähr eine halbe Stunde braucht.

Der Umsatz der kleinen Agenturen ist im Laufe der letzten zwei Jahre um die Hälfte eingebrochen. Die Papierbilder werden kaum noch nachgefragt und sind stattdessen kostenfressender Balast. Die Archivierung verlangt aufwändige Klimatisierung die Kosten von monatlich 300-400 EUR verursacht. Viele Agenturen haben zugemacht, andere werden dicht machen. Keiner will die Papierbilder übernehmen und das Material riskiert für unwideruflich verloren zu gehen.

Palaeographia.org

http://www.palaeographia.org/palaeographia.htm

Eine Gemeinschaftsinitiative von

APICES – Association paléographique internationale
Culture • Écriture • Société

Gazette du livre médiéval
Bulletin semestriel d’information scientifique

[Leider ist nur eine Artikelauswahl online (wie schon bei der ÖAW). Es hätte schon längst der überfällige Schritt gewagt werden müssen, diese Publikation Open Access im Volltext anzubieten.]

Comité international de paléographie latine
[C.I.P.L.]

Newsletter Bewegungsforschung

Das Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen möchte künftig in einem elektronischen Newsletter einen Überblick über laufende Forschungsvorhaben zum Bereich Neue Soziale Bewegungen informieren. Deshalb sind alle ForscherInnen, StudentInnen, Forschungseinrichtungen und andere aufgerufen, entsprechende Projekte an das Forschungsjournal zu melden. Sie werden dann auf der Internet-Seite des Forschungsjournals (www.fjnsb.de) veröffentlicht.
Benötigt werden folgende Angaben: 1. Titel des Vorhabens, 2. Zeitraum, auf den sich das Projekt bezieht, 3. Name und Anschrift des Bearbeiters, 4. Name und Anschrift der Institution, an der die Arbeit entsteht, 5. Name und Anschrift des Betreuers, 6. Art und Stand der Arbeit (Abschlussarbeit, Projekt, Dissertation etc), 7. Laufzeit des Forschungsvorhabens, 8. Art der Finanzierung.
Diese können per Post (Karin Urich, Hoher Weg 15, 68307 Mannheim oder per E-Mail (DrKarinUrich (at) http://aol.com) an die Rubrikverantwortliche übermittelt werden.

Siegelsammlung Kellerhoff wird versteigert

Bei Christie`s in Amsterdam wird am 20. September eine Sammlung von 4000 Siegeln versteigert:

http://www.christies.com/LotFinder/search/LOTDETAIL.ASP?sid=&intObjectID=4565133

Sale Title EUROPEAN & ENGLISH FURNITURE, CLOCKS, CERAMICS, WORKS OF ART

Location Amsterdam Sale Date Sep 20, 2005
Lot Number 20 Sale Number 2671
Creator GERMAN, 14TH TO 19TH CENTURY
Lot Title A collection of 4000 lacquer seals
Estimate 10,000 – 15,000 Euros
Special Notice Christie’s charge a premium to the buyer on the final bid price of each lot sold at the following rates: 23.8% of the final bid price of each lot sold up to and including € 150,000 and 14.28% of any amount in exces of € 150,000. Buyers’ premium is calculated on the basis of each lot individually.
Pre-lot Text VARIOUS PROPERTIES
Lot Description A collection of 4000 lacquer seals
German, 14th to 19th century
Comprising an alphabetically arranged collection of seals from European noble families and clergy, mostly German, in their original blue cardboard folding boxes now mounted in moulded, glazed oak frames
Each frame 83 cm. x 29.5 cm. (25)
Provenance Franz Kellerhoff, Gerichtsassesor in Paderborn (1845-1894) and Landsgerichtsdirektor in Aachen (1872-1894)
Lot Notes Kellerhoff assembled this collection during his lifetime.

#sphragistik