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Schweizer Google-Partner planen eigene Plattform

Die ZB Zürich schrieb mir auf Anfrage:

Das fehlerhafte Clustering mehrbändiger Titel ist aus bibliothekarischer Sicht abwegig (und für Nutzende äusserst frustrierend), aus Google-Sicht hinsichtlich ihrer Logik bezgl. Suchfunktionen in ihrem Cosmos allerdings von untergeordneter Wichtigkeit (und somit stösst man bei Google bei Meldung auf vergleichsweise taube Ohren).

Deswegen haben sich auch die Schweizer Kooperationspartner von Google dazu entschieden, voraussichtlich im laufenden Jahr eine Plattform mit von Google digitalisierten Büchern aufzuschalten, um die Suchfunktionen innerhalb dieses Korpus zu optimieren, die Metadaten zu verbessern und die Nachnutzbarkeit der Daten (Scans, Metadaten, Volltexte) vollständig anbieten zu können. Ob diese Plattform bereits in diesem Jahr ähnliche Funktionen und Implementierungen (IIIF etc.) aufweisen wird wie ÖNB und BSB auf ihren jeweiligen Plattformen, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht versprechen, aber die Entwicklung wird mit Hochdruck vorangetrieben.

Wiki Farm

„From the Bibliographical Society:

Following the recent successful launch of the London Book Trades wiki (LBT: https://lbt.bibsoc.org.uk/), the Bibliographical Society is pleased to announce its latest electronic venture. Our goal is to promote the use of MediaWiki software as a suitable vehicle for bibliographical databases. We have created a ‘wiki farm’ on our web server which enables us to host multiple independent wikis using MediaWiki or Semantic MediaWiki software.

The London Book Trades database is now joined by two other wikis running on the wiki farm: a database of over 200 editions of the Satires of the Roman poet Juvenal printed before 1601; and a database of over 2,000 British Library books printed in France between 1501 and 1520. You can read more about the three wikis and this new development at https://bibsoc.org.uk/bibsocs-wikis/.“

Außenstelle von Yad Vashem in Deutschland

OE versorgte mich nicht nur mit dem folgenden Link:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/holocaust-erinnerungskultur-yad-vashem-in-muenchen-gedenkstaetten-direktor-skeptisch-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260529-930-144901

https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/yad-vashem-gedenkstaette-100.html

https://www.dw.com/de/yad-vashem-au%C3%9Fenstelle-kommt-nach-muenchen/a-77329309

Plagiatsprüfung politisch gesteuert? Uni Potsdam verteidigt sich gegen Vorwürfe von der CDU-Bundestagsabgeordneten Saskia Ludwig

https://www.maz-online.de/brandenburg/doktorarbeit-von-saskia-ludwig-uni-potsdam-weist-vorwurf-zurueck-ueberpruefung-sei-politisch-B76V6JOA4ZHXPMR643UUBIHKV4.html

“Zenthöfer hält es für sehr wahrscheinlich, dass Ludwig der Doktortitel aberkannt wird. „Aufgrund der Masse an Fundstellen ist aus fachlicher Sicht von Vorsatz auszugehen“, sagt er. […] Zenthöfer ist nicht der einzige, der Auffälligkeiten in Ludwigs Arbeit ausgemacht hat. Die Plagiatsprüferplattform Vroniplag Wiki fand an 73 Stellen mutmaßliche Plagiate, allesamt öffentlich einsehbar. Auch der bekannte österreichische Plagiatsprüfer Stefan Weber kam nach einer oberflächlichen Prüfung zu einem ähnlichen Schluss. Auf X schrieb Weber, Ludwig habe „plagiiert, dass sich die Balken biegen“.

„Wenn Stefan Weber, VroniPlag Wiki und ich zu der Einschätzung kommen, dass Verdachtsmomente vorliegen, dann können Sie davon ausgehen, dass diese plausibel sind“, sagt Jochen Zenthöfer.”

Wiesenmüllers unfaire Stellungnahme zur Bibliothek des Konservativismus

https://doi.org/10.5282/o-bib/6278

Mit dem ersten Teil ihres Beitrags, “Staatsminister Weimer und der Erweiterungsbau der DNB”, bin ich ganz einverstanden, während mir der zweite, über den Rauswurf der Bibliothek des Konservativismus, äußerst missfällt.

Weder habe ich Sympathien für rechtes Gedankengut noch billige ich auch im entferntesten den Vandalismus in der Verbunddatenbank. Was Wiesenmüllers Kommentar so infam macht, ist, dass sie sich nicht mit dem Argument auseinandersetzt, dass die nicht akzeptable Beschädigung der Datenbank, die offenbar durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Bibliothek vorgenommen wurden, umstandslos der Bibliothek zugerechnet wird. Auch wenn ein detailliertes Eingehen der Bibliothek auf die FAQ nicht vorliegt und die bisherige Stellungnahme nicht überzeugt, verstößt W. gegen das Prinzip des “Audiatur et altera pars”, indem sie die Bibliothek selbst nicht zu Wort kommen lässt. Ich zitiere:

Am 12.03.2026 hatte das Oberlandesgericht Braunschweig das Land Niedersachsen, vertreten durch die Verbundzentrale Göttingen (VZG), darauf hingewiesen, daß der Vertrag zwischen der VZG und der BdK der Grundrechtsbindung unterliegt. Damit hatte das Gericht klargestellt, daß eine Kündigung etwa aus politischen Gründen nicht möglich ist. Erst in diesem Augenblick – ein Dreivierteljahr nach erfolgter Kündigung, mehrmaligen fruchtlosen Aufforderungen durch uns und die Gerichte und unmittelbar vor dem ersten (dann verschobenen) Entscheidungstermin – präsentierte die Direktorin der VZG, Frau Regine Stein, plötzlich 143 angebliche Verstöße gegen die Katalogisierungsrichtlinien – bei rund 42.000 katalogisierten Titeln insgesamt – die nun unsere Kündigung rechtfertigen sollten. Das OLG Braunschweig hat vor diesem Hintergrund unserem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz nicht entsprochen. Dieser Linie folgend, hat das Landgericht Göttingen mit dem heutigen Tag unsere Klage auf Rücknahme der Kündigung abgewiesen.

Für uns ist es offenkundig, daß diese nachgeschobene „Begründung“ in Art und Umfang in keiner Weise einen Ausschluß aus der Verbundkatalogisierung rechtfertigt und insofern völlig unverhältnismäßig ist. Offenbar soll sie an die Stelle einer mutmaßlich politisch motivierten Kündigung treten, die wegen der gerichtlich festgestellten Grundrechtsbindung der Verbundzentrale nicht zum erhofften Erfolg geführt hat.

Der hier hergestellte Zusammenhang ist nicht unplausibel. Die Bibliothek ist vielen Bibliothekaren und Bibliothekarinnen ein Dorn im Auge. Die von W. zitierte Bachelorarbeit von 2022 ist ein einseitiges Propagandastück, das belegen will, “dass es sich bei der BdK um einen Salon in Form einer Bibliothek handelt, in dem die Neue Rechte agiert und eher nicht um eine wissenschaftliche Spezialbibliothek, auch wenn sich die BdK als diese ausgibt” (S. 79).

Privatbibliotheken müssen nicht neutral sein. Das gilt auch für linke und antifaschistische Archive und Bibliotheken. Bei jeder Art von Spezialbibliothek findet man den Großteil des Bestandes auch anderswo. Dass es eine Institution gibt, die die “neue Rechte” bibliothekarisch begleitet und unterstützt, ist im Sinne der Meinungs- und Informationsfreiheit hinzunehmen. Der Nachweis in den Verbundkatalogen ist unverzichtbar. Der vorgenommene Ausschluss ist völlig überzogen und seine Verteidigung durch Wiesenmüller nicht ernst zu nehmen.

Badisches Klosterbuch (online) befriedigt nicht

https://www.leo-bw.de/en/themenmodul/kloester-in-bw

Meine erste negative Einschätzung (die Fehler wurden noch nicht bereinigt) will ich nicht relativieren. Fairerweise muss aber anerkannt werden, dass das Werk im allgemeinen nützliches Überblicks-Wissen mit Einzelnachweisen bereitstellt. Es ist deutlich ausführlicher als das württembergische Klosterbuch.

Die Online-Präsentation ist noch nicht fertig. Es fehlen das Verzeichnis nach Ordenszugehörigkeit und die Vorsteher/innen-Listen.

Nach meinen bisherigen Rezensionen von Klosterbüchern1 überraschen meine Monita nicht.

* Die grobmaschige Gliederung stellt es ins Belieben der Bearbeiter/innen, spezielle Aspekte wie Memorialquellen, Bruderschaften, soziale Zusammensetzung, Konventsstärke usw. zu berücksichtigen oder auch nicht.

* Die Sekundärliteratur ist in viel zu kleiner Auswahl aufgenommen. Bei der Reichenau gibt es außer den Handbüchern ganze elf Literaturtitel! Die Germania Benedictina V hatte dagegen zu Recht viel Wert auf breite Literaturerfassung gelegt.

* Zu kurz kommen wieder die Handschriften und Inkunabeln, die meist nur sehr kursorisch gewürdigt werden.

* Zitate der Artikel in der Druckausgabe fehlen.

* An Internetlinks ist wohl nur die angejahrte Zusammenstellung Klöster in Baden-Württemberg vertreten.

* Permalinks: Fehlanzeige! Nachnutzung: Fehlanzeige! Online-Nachweise der Literatur: Fehlanzeige! Normdaten: Fehlanzeige!

Ergänzungen aus Archivalia:

Baden-Baden, Sepulchrinerinnen
https://archivalia.hypotheses.org/?s=sepulchrinerinnen

Inzigkofen
https://archivalia.hypotheses.org/?s=inzigkofen

Mosbach, St, Juliana
https://archivalia.hypotheses.org/75040 (siehe aber Anm. 32)

Offenburg, Schwesternsammlung »Beginen im Gottshaus der von Rickeldey« – »Großes Gottshaus«
https://archivalia.hypotheses.org/140503

Schönau, Zisterzienser
https://archivalia.hypotheses.org/7976

Wittichen
https://archivalia.hypotheses.org/86312

#histmonast

  1. Nordrheinisches Klosterbuch

    Klosterbuch Schleswig-Holstein und Hamburg

    Pfälzisches Klosterlexikon

    Niedersächsisches Klosterbuch

    Handbuch der Stiftskirchen in Baden-Württemberg

    Monasticon Carmelitanum. []

Artus-Manuskript soll mehr als 2 Mio. Dollar auf einer Christie’s Auktion einbringen

https://www.smithsonianmag.com/smart-news/see-the-medieval-manuscript-telling-tales-of-king-arthur-in-ink-and-polished-gold-thats-headed-to-auction-180988835/

https://issuu.com/docs/71f639d16bd0248ff39d4fda184649a8?fr=sYzA0OTg4Njg5NTk

Drei Jahre Warten auf die Ortsnamenbücher Emsland und Stade

OE möchte, dass ich auf die beiden neuen Bände des Niedersächsischen Ortsnamenbuchs hinweise, die aber erst in drei Jahren online frei zugänglich sein werden:

https://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/ortsnamen-zwischen-rhein-und-elbe/projekt/niedersaechsisches-ortsnamenbuch-nob/