https://www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de/hohenzollerische-heimat/
#histverein
“Die Akten des Reichskammergerichts sind voll von Zeugenverhören, hauptsächlich aus dem 16. Jhdt. Hier folgt nun die Auswertung von einem davon:
In einem Streit zwischen den Herren von Wollmershausen und der Markgrafschaft Ansbach (Hauptststaatsarchiv Stuttgart C 3 Nr. 4862 Teil 1) wurden im Jahr 1575 folgende Zeugen verhört:
Caspar Koch von Blaufelden (69, war im Bauernkrieg 15 Jahre alt), bei 400 fl. reich , hat einst zu Blaufelden gewohnt und ist jetzt Wirt zu Amlishagen.
Hans Sebastian Fückhel (39), reisiger Knecht zu Braunsbach, bei 200 fl. reich. Sein Vater ist tot.
Herman Opfferman (ca. 50, gedenkt des großen Türkenkriegs, als der Türke vor Wien gelegen), war einst Diener von Junker Philipp von Wollmershausen.
Sebastian Palbach (so des Bauernkriegs alt, hab es von seiner Mutter selig gehört), Zimmermann in Amlishagen, Untertan der von Wollmershausen, war einst Jacob Birklins Diener.
Martin Prunner (bei 40 J.), hohenlohischer Untertan in Kirchberg, Schneider, war bis vor 2 Jahren in Amlishagen.
Hans Walter (war im Bauernkrig ungefähr 8 Jahre alt), Bauer, ca. 500 fl. reich, markgräflicher Untertan in Lenkerstetten. Sein Vater war im Bauernkrieg Fuhrmann.
Michel Prüner (ca. 50) in Sattelberg, 600 fl. reich, reisiger Knecht, dient den von Wollmershausen.
Hans Hofman genannt Schwartz Hanns von Heroldshausen (gedenkt des Bauernkriegs), ein armer Hirte und vieler Herren Knecht.
Wolff Ger(n)hardt (ca. 40 J.), war Müller in Amlishagen, ist dort geboren und erzogen, jetzt in Rückershagen, über 1500 fl. reich.
Jorg Schechel (ca. 65) von Regelshagen, Bauer, markgräflicher Untertan, bei 1500 fl. reich.
Michael Schum (ca. 36) zu Wittenweiler, Bauer, hohenlohischer Untertan, bei 500 fl. reich.
Jorg Gering (vier Jahre nach dem Bauernkrieg geboren) von Wittenweiler, Untertan der von Berlichingen zu Dörzbach, Bauer, etwa 500 fl. reich.
Hans Bernhardt zu Wittenweiler (53 oder 54 J.), hat im dürren Sommer geheiratet, über 600 fl. reich, hat sein Hofgut seinem Sohn verkauft und sitzt unter einem von Rechberg.
Endris Bernhardt zu Blaufelden (weiß sein Alter nicht, gedenkt des dürren Sommers), markgräflicher Untertan, armer Hausgenosse.
Hans Gerich von Blaubach (war im Bauernkrieg 2 Jahre alt), Bauer, bei 600 fl. reich, Untertan des Hans Werner von Wollmershausen.
Hans Stein von Blaubach (ca. 34, sei nach Angabe seiner Mutter ein Jahr nach dem dürren Sommer geboren), bei 300 fl. reich, ein Köbler hinter Hans Werner von Wollmershausen.
Jorg Gutterolff, in die 36 Jahre in Blaubach (sei des Bauernkriege alt, dazumal in der Wiege gelegen, wie er von seinem Vater hörte), 300 fl. reich, ein Köbler hinter von Wollmershausen.
Hans Dietz, sonsten Schmieg genannt, zu Blaubach (war im Bauernkrieg 25 Jahre alt, jetzt 75), markgräflicher Untertan, über 100 fl. reich.
Hans Otth, seit 16 Jahren in Blaubach (sei des Bauernkriegs alt), Bauer unter den von Wollmershausen, bei 400 fl. reich.
Hans Schum von Gaggstatt (ein Jahr nach dem Bauernkrieg geboren), bei 1000 fl. reich, hohenlohischer und absbegischer Untertan.
Wolf Nagengast (ca. 38), seit 17 Jahren zu Amlishagen hinter den Herren von Wollmershausen.
Jorg Wagner (ca. 60) zu Amlishagen, Untertan des Hans Werner von Wollmershausen, war bei seiner Heirat 28 Jahre alt und ist jetzt 34 Jahre veheiratet, bei 600 fl. reich.
Jorg Scheckhel (ca. 50), über 400 fl. reich, wohnt seit 26 Jahren in Gaggstatt, war beim Türkenkrieg in Ungarn dabei und ist jetzt reisiger Knecht in Hornberg bzw. Diener der Familie von Crailsheim in Hornberg.
Christoffel Lang (ca. 40) in Amlishagen, bei 400 fl. reich, Schuster, wollmershausischer Untertan.
Sebastian Heppach (ca. 50) von Kleinbrettach, dort geboren und erzogen, armer Hausgenoß, Untertan des Markgrafen.
Hans Peckes (ca. 60 J.), seit 20 Jahren zu Brettenfeld, zuvor 6 Jahre in Amlishagen, etwa 800 fl. reich.
Michael Prunner (ca. 60 J., gedenkt des Bauernkrieg gar wohl) in „Dempothen“ hinter den Absbergern, zuvor in Blaubach und davor in Blaufelden.
Michael Presle (ca. 60), Untertan der von Absberg, Forstknecht von Junker Conradt von Vellberg, seit 30 Jahren zu Rupertshofen.
Bernhardt Dietz, auch Ingelbeck genannt (war im Bauernkrieg 10 Jahre alt), Bauer und markgräflicher Untertan in Unterweiler, dort geboren und erzogen.
Hanns Ziegler von Morsbach (wurde nicht verhört).
Die Aussagen selbst enthalten teils noch weitere Angaben zu den Betreffenden Wer an einer dieser Prsonen interessiert ist, liest sich das Vermör am besten selbst durch.
Aufgrund der Zuständigkit des Reichskammergerichts sind die meisten solcher Verhöre in Grenzgebieten zu erwarten. Zumeist mußten die Zeugen auch ihren Geburtsort angeben. Die Verhöre enthalten somit zahlreiche Angaben, die man in keinem Kirchenbuch findet.
Es ist erstaunlich, wie viele Leute ihr Alter am Bauernkrieg festmachen. Der muß im 16. Jhdt. noch lange im allgmeinen Gedächtnis gewesen sein.
Frohe Weihnachten und freundliche Grüße, Friedrich R. Wollmershäuser” (aus bawue-l)
Google hat eine Beschwerde über die nachfolgende(n) URL(s) aus den folgenden rechtlichen Gründen erhalten: Diffamierung
Brauereigasthof Löwen-Post Alpirsbach
★
WLAN nur für Hotelgäste. Sudhaus Pfanne wäre mit Salat besser gewesen.
Hotel Grüner Baum Merzhausen
★★★
Wirklich sehr kleines Einzelzimmer
Art der Reise: Geschäftlich
Reisegruppe: Allein
Zimmer: 3
Service: 4
Standort: 4
Highlights des Hotels: Ruhig
Alpen Wirtshaus Schwäbisch Gmünd
★★★
Hatte einen Leberkäse. Ordentliche Qualität. Atmosphäre in Richtung Bierschwemme.
ATU Neuss
★★
Lange Wartezeiten bei der Annahme. Anlasserproblem wurde nicht gelöst.
iAmbulance Grevenbroich
★
Reparatur mutmaßlich OK, aber Terminangaben katastrophal. Dauerte länger als versprochen. Dienstag hin, Freitag Nachmittag abgeholt. Donnerstag Abend rufe ich an. Ipad noch in der Presse, soll angerufen werden. Kein Rückruf am Freitag kurz nach 14 Uhr. Kurz vor 16 erreiche ich den Mitarbeiter, der behauptet, er hätte mir gesagt, das iPad hätte am Freitag ab 10 abgeholt werden können.
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Aus meiner Sicht stellt keine dieser Bewertungen eine Diffamierung dar. Ich bin auf Google Maps ein eifriger Bewerter, wozu Google einen ermuntert (ohne auch nur einen Cent für diese Tätigkeit springen zu lassen), lässt einen dann aber im Regen stehen, sofern eine Beschwerde eintrudelt. Einmal versucht man sich zu wehren, dann nimmt man die Löschung bzw. Sperrung hin, da man den Aufwand scheut und Google nicht bereit ist, den Unterschied zwischen Meinung und Diffamierung im Widerspruchsverfahren zu erkennen.
2023 teilte mir Google Maps mit: “Es besteht keine Geschäftsbeziehung mit dem Google-Nutzer Klaus Graf. Es handelt sich vermutlich um einen Fake-Namen. In diesem Zusammenhang darf ich Sie gemäß der Rechtssprechung vom 25.10.2011 – VI ZR 93/10 (BGH) auffordern, diesen Verstoß zu erforschen und ggf. mit dem Verfasser der Bewertung Kontakt aufzunehmen und die Rezension von „Klaus Graf“ zu löschen, wenn der Rezensent nicht gegenteiliges nachweist.” Ich hatte dann sogar eine Tankquittung für Seitz Martin Tankstellen in Affing eingereicht – Google veröffentlichte meine Rezension trotzdem nicht.
Das Problem ist bekannt, wie jüngere Presseveröffentlichungen zeigen.
“Eine Transparenzdatenbank der EU zeigt, dass allein bei Google Maps in den vergangenen sechs Monaten 1.378.518 Löschanträge wegen “Verleumdung” gestellt wurden. Aus Deutschland stammten 1.378.120 davon – also 99,97 Prozent.”
https://doi.org/10.53458/books.368
[DOI ist auch heute am 19.12.2025 nicht gültig! URL: https://books.wlb-stuttgart.de/index.php/regiopen/catalog/book/368]
Vorwort: “Die Publikation des Inventars der Reichskammergerichtsakten im Generallandesarchiv Karls-ruhe bildet gleichzeitig den Abschluss des Reichskammergerichtsprojekts im Landesarchiv Baden-Württemberg. Der hier vorgelegte Band ist der erste von fünf Teilbänden zu den Karlsruher Unterlagen des Gerichts. Er umfasst die alphabetisch nach Klägern geordneten Prozessakten mit den Anfangsbuchstaben A – F. Die noch fehlenden Teilbände werden aktuell für die Veröffentlichung vorbereitet und zeitnah erscheinen. Damit wird diese Lücke geschlossen und sämtliche im Landesarchiv verwahrten Reichskammergerichtsunterlagen über die Inventare zugänglich sein. Parallel dazu arbeitet das Landesarchiv derzeit an einer zeitgemäßen Gesamtpräsentation der Inventare zu allen Reichskammergerichtsakten im Landesarchiv Baden-Württemberg im Internet. Durch die Online-Stellung der Erschließungsdaten werden abteilungsübergreifende Recherchen möglich sein. Zudem werden die Inventare für das Archivportal-D bereitgestellt werden.”
Mit der rein elektronischen Publikation wird wohl nicht nur der Bearbeiter Raimund J. Weber unzufrieden sein.
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Lesefrüchte
Inschriften #epigraphik
S. 257 Inschrift auf Epitaph der Elisabeth von Rammingen geb. Henneberger im Chor der Stadtkirche von Durlach
Ohne diese Überlieferung: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di020h007k0033103
S. 129 Inschriften auf Epitaphien im Kloster zu den Knodlern oder Predigern für Elisabeth geb. von Rodenmachern, Gräfin zu Mörs-Saarwerden und Frau zu Hohengeroldseck 1506, Gerhard Herr zu Rodemachern 1482, Vincentia geb. von Hohengeroldseck
Auf die weitere Überlieferung des Zeugenverhörs im Bestand 111 hatte ich die DI hingewiesen:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di070mz10k0030609
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di071mz11e005 Anm. 643
Baldung
S. 231 Auszug aus einem von Dr. Kaspar Baldung, königlicher Rat, u. a. in Villingen errichteten Vertrag über Beweisführung in malefizischen Sachen im Landgericht Stühlingen, insbesondere betr. die Herrschaft Blumegg u. a. st. blasische Orte 1535
S. 302 M. Johannes Baldung, Prokurator der geistlichen Gerichte zu Straßburg 1492
S. 574 Syndikus Dr. Kager 1576
S. 577 Dr. Leonhard Kager, Advokat der Stadt Augsburg 1594
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2ß.12.2025 https://books.wlb-stuttgart.de/index.php/regiopen/catalog/book/369 (G-K)
S. 189 Schreiben des Dr. Kaspar Baldung, kaiserlicher Rat 1534
“Der Sammelband gelangte im 17. Jahrhundert vermutlich als Geschenk in den Besitz der englischen Benediktiner im nahegelegenen Kloster Lamspringe, die nach der Auflösung der Orden in ihrer Heimat auf den Kontinent geflohen waren. Nach der Säkularisation des Klosters im Jahr 1803 kehrten die Mönche mit einem Großteil ihrer Handschriften nach Großbritannien zurück. Dort war der Sammelband über zwei Jahrhunderte Teil der Klosterbibliothek der Abtei Ampleforth nördlich der Stadt York in England – nun kehrt er an seinen Ursprungsort Hildesheim zurück.”
Immer wieder verscherbelt die gewissenlose Abtei Amplefort ihr unersetzliches Kulturgut.