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Grassi-Museum: Die beauftragte Zerstörung eines museumsrelevanten Denkmals

Zur Denkmalzerstörung im Grassi-Museum (Archivalia berichtete) äußert sich in MUSEUM AKTUELL (ausnahmsweise kostenlos online) Anette Rein zu Recht kritisch.

20.6.2022 Die Position der Zerstörer verteidigt in unsachlicher Form
https://boasblogs.org/dcntr/iconoclash-im-grassi-museum/

Verlinken von Google-Buchseiten

https://techniktagebuch.tumblr.com/post/680442707256180736/2-april-2022

Die von mir verehrte Kathrin Passig beklagt sich, man könne keine Google-Buchseiten dauerhaft verlinken. Das stimmt.

Wenn man Google-Books verlinkt, sollte man gemäß Grafs Rasiermesser nicht Googles URL-Müll reproduzieren wie im von Passig zitierten Beispiel

books.google.de/books?id=EDZHCgAAQBAJ&lpg=PA180&dq=%22photovoltaik%22%20%22nachf%C3%BChrung%22&pg=PA180#v=onepage&q&f=false

Buch-ID, Seitencodierung – basta!

books.google.de/books?id=EDZHCgAAQBAJ&pg=PA180

In sehr vielen Fällen muss man in der Tat damit rechnen, dass Seitenlinks nicht mehr funktionieren.

Google ändert bei Vorschauansichten den sichtbaren Auszug oder nimmt Bücher ganz aus der Vorschauansicht heraus. Aus kommerziellen Gründen. Aus Gründen der Nachprüfbarkeit nehme ich das in meinen Blogbeiträgen, auch den Miszellen, in Kauf und schreibe Auszug GBS, wenn es sich um eine Vorschauansicht handelt. Bei befristeten Vollansichten, die als solche aber nicht erkennbar sind, müsste ich eigentlich Vollansicht dazusetzen, was ich nur sporadisch praktiziere und dann eigentlich einen Link auf einen Erklär-Beitrag, was Vollansichten moderner Bücher sind, dazusetzen.

Es ist aber noch schlimmer. Abgesehen von extrem seltenen Ausnahmefällen, kann man davon ausgehen dass die Buch-ID konstant bleibt. Bei gemeinfreien Büchern, die mehrfach im Index vorhanden sind, kann man aber nie sicher sein, dass das verlinkte Buch zugänglich bleibt. Man sollte dann mal schauen, ob es in HathiTrust, im MDZ oder auf der Seite der ÖNB Wien ebenfalls einsehbar ist. In den ersten beiden Fällen gibt es einen brauchbaren Seitenlink.

Als Vielverlinker muss ich alle naselang bei gemeinfreien Google-Büchern die Seitencodierung austauschen. In großem Umfang bastelt Google an seinen Scans herum und versucht die OCR zu verbessern, was regelmäßig zu Änderungen der Seitencodierung führt. Wird die neue OCR partiell schlechter, kann es sein, dass ein früher erkanntes Wort nicht mehr auffindbar ist, man also große Probleme hat, in einem umfangreichen Tageszeitungsjahresband die Stelle wieder zu finden, wenn man sich nicht das Datum der Ausgabe oder die Originalseite notiert hat.

Aus Gründen der Benutzerfreundlichkeit plädiere ich dafür, Google-Books mit Seitencodierungen trotzdem in Online-Publikationen zu verlinken und den Linkverfall (erstaunlicherweise keine Erfindung von mir) in Kauf zu nehmen. Online kann man die Links ja ändern, und bei gedruckten Büchern plädiere ich ja ohnehin für eine Auswahl. Gibt es von einem alten Druck nur das Google-Digitalisat, würde ich im Druck auf die Seitencodierung verzichten.

Via
https://blog.digithek.ch/natuerlich-kann-man-keine-buchseiten-verlinken/

Der gefühlte millionste Murks des MDZ

Das Münchner Digitalisierungcenter unterhält parallel mehrere Viewer nebeneinander, ohne dass eine Austauschbarkeit über die identifizierende Kennung besteht.

Man kann also nicht einfach aus dem neuen Handschriftendigitalisat

https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00140591/image_1

die Kennung bsb00140591 nehmen, um sie im moderneren IIIF-konformen Viewer zu verwenden:

https://digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00140591?page=,1

Im DFG-Viewer begegnet ein Permalink-Frevel, denn von den im Linkbereich sichtbaren

Permalink (Werk)

https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00140591-3

Permalink (Seite)

https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0014/bsb00140591/image_1

ist der Seitenlink ersichtlich kein Permalink. Als “Link dieser Seite: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00140591/image_1” nennt der angebotene Standard-Viewer eine andere URL. Die BSB hat allerdings nie, soweit ich sehe, diesen Link als Permalink offiziell angegeben, obwohl ich lange geneigt war, ihn als solchen zu betrachten. Ein Link mit ~db ist nach meinen Erfahrungen nie permanent gewesen, und wird es wohl bis in alle Ewigkeit auch nicht sein.

Das Digi20-Projekt bietet überhaupt keine Permalinks an, man muss zum DFG-Viewer wechseln, um ihn abzurufen.

Leibniz Publik hat keinen Link zum DFG-Viewer, da nicht DFG-gefördert. Den URN muss man im Opacplus abrufen, er führt zum proprietären Projektviewer.

Usw.

Weitere Archivarsfestschriften

Jan Peter Weser sandte mir, als Nachtrag zu https://archivalia.hypotheses.org/9511, eine lange Liste von Ergänzungen, die ich im Lauf der Zeit, versehen mit Links zum jeweiligen Inhaltsverzeichnis, einarbeiten will. [8.5.2022 siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Fritz_Krischen/Archivarsfestschriften]

Schachenmayr, Alkuin Volker – Die Lebenswelt der Zisterzienser. Neue Studien zur Geschichte eines europäischen Ordens. Regensburg 2020, ISBN 978-3-7954-3471-7.

Defining a discipline. Archival research and practice in the Twenty-First Century. Essays in honor of Richard J. Cox. Chicago 2020, ISBN 978-1-945246-27-2.

Zwischen Archiv und Heraldik. Festschrift für Michael Göbl zum 65. Geburtstag. Gewidmet von seinen Kollegen und Freunden. Wien 2019, ISBN 978-3-9501122-2-1.

Archiv und Landesgeschichte. Festschrift für Christine van den Heuvel. Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3374-1.
[bereits gemeldet: https://archivalia.hypotheses.org/111485]

Archive heute – Vergangenheit für die Zukunft. Archivgut – Kulturerbe – Wissenschaft. Zum 65. Geburtstag von Robert Kretzschmar. Stuttgart 2018, ISBN 978-3-17-034606-2
[https://archivalia.hypotheses.org/70136]

Verwaltung – Kultur – Wissenschaft. Facetten der Archive. 50. Rheinischer Archivtag 2.–3. Juni 2016 in Siegburg. Beiträge. Festschrift für Arie Nabrings zum 65. Geburtstag. Bonn 2017, ISBN 978-3-7749-4091-8.

Lokaal en internationaal: de archivaris tussen geschiedenis en maatschappij. Du local à l’international: le rôle des archivistes pour l’histoire et la societé. Liber Amicorum Michel Van der Eycken. Brussel 2015, ISBN 978-90-5746-780-6.

Kommunalarchiv und Regionalgeschichte. Rolf-Dietrich Müller zum 65. Geburtstag. Paderborn 2015, ISBN 978-3-89710-653-6.
[Bereits berücksichtigt.]

Archivar und Historiker. Gedanken zu Alois Niederstätters 60. Geburtstag. Bregenz 2015, ISBN 978-3-902622-27-3.

Integrity in government through records management. Essays in honour of Anne Thurston. Farnham 2014, ISBN 978-1-4724-2845-5.

Archivwissen schafft Geschichte. Festschrift für Wilhelm Wadl zum 60. Geburtstag. Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-85454-129-5.

Mensch und Archivar. Anton Eggendorfer zum 70. Geburtstag. St. Pölten 2010, ISBN 978-3-901234-15-6.

Geschichte – Unternehmen – Archive. Festschrift für Horst A. Wessel zum 65. Geburtstag. Essen 2008, ISBN 978-3-8375-0007-3.

Naturwissenschaft – Geschichtswissenschaft – Archivwissenschaft. Festgabe für Gerald Wiemers zum 65. Geburtstag. Leipzig 2007, ISBN 978-3-86583-223-8.

Die Kunst des Vernetzens. Festschrift für Wolfgang Hempel. Potsdam 2006, ISBN 3-86650-344-X.

Kulturarbeit und Kirche. Festschrift Msgr. Dr. Paul Mai zum 70. Geburtstag. Regensburg 2005.

The power and passion of archives. A Festschrift in honour of Kent Haworth. Ottawa 2005, ISBN 1-895382-26-2.

„Es wächst zusammen, was zusammengehört.“ Beiträge zum wissenschaftlichen Kolloquium zu Ehren von Jürgen Wetzel am 25. November 2003 im Landesarchiv Berlin. Berlin 2004, ISBN 3-8305-0823-9.

Stadtarchiv und Stadtgeschichte. Forschungen und Innovationen. Festschrift für Fritz Mayrhofer zur Vollendung seines 60. Lebensjahres. Linz 2004, ISBN 3-900388-56-3.

Städte, Regionen, Vergangenheiten. Beiträge für Ludwig Schnurrer zum 75. Geburtstag. Würzburg 2003, ISBN 3-87717-065-X.

Ein Eifler für Rheinland-Pfalz. Festschrift für Franz-Josef Heyen zum 75. Geburtstag am 2. Mai 2003. Mainz 2003, ISBN 3-929135-39-6.
[Bereits berücksichtigt].

Beiträge zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte Sachsens. ausgewählte Aufsätze. Aus Anlaß seines 75. Geburtstages von Karlheinz Blaschke. Leipzig 2002, ISBN 3-935693-82-6.

Sentire cum archivo. Zur Verabschiedung von Diözesanarchivar Brun Appel, Eichstätt. Bamberg 1999, ISBN 3-00-005214-3.

Finances, pouvoirs et mémoire. Mélanges offerts à Jean Favier. Paris 1999, ISBN 2-213-60366-9.

Curiositas. Festschrift für Dr. Franz Hundsnurscher, Erzb. Archivdirektor. Freiburg im Breisgau 1998.

Beiträge zur bremischen Geschichte. Festschrift für Hartmut Müller. Bremen 1998, ISBN 3-925729-26-7.

Bewahren und Bewegen. Lebenserinnerungen, ausgewählte Aufsätze und Schriftenverzeichnis eines westfälischen Archivars und Historikers. Festgabe für Wilhelm Kohl zum 85. Geburtstag. Paderborn 1998, ISBN 3-89710-070-3.

Brandenburgische Landesgeschichte und Archivwissenschaft. Festschrift für Lieselott Enders zum 70. Geburtstag. Weimar 1997, ISBN 3-7400-0888-1.

Hessen in der Geschichte. Festschrift für Eckhart G. Franz zum 65. Geburtstag. Darmstadt 1996, ISBN 3-88443-032-7.

Aus südwestdeutscher Geschichte. Festschrift für Hans-Martin Maurer. Dem Archivar und Historiker zum 65. Geburtstag. Stuttgart 1994, ISBN 3-17-013158-3.

Thüringische Forschungen. Festschrift für Hans Eberhardt zum 85. Geburtstag am 25. September 1993. Weimar 1993, ISBN 3-412-01993-3.

Bewahren und Umgestalten. Aus der Arbeit der Staatlichen Archive Bayerns. Walter Jaroschka zum 60. Geburtstag. München 1992, ISBN 3-921635-21-7.

Jürgen Sydow – Cum omni mensura et ratione. Ausgewählte Aufsätze. Festgabe zu seinem 70. Geburtstag, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-7070-5.

Franz Grillparzer, Finanzbeamter und Archivdirektor. Festschrift zum 200. Geburtstag. Berwang 1991, ISBN 3-85423-108-3.

Aus der Arbeit des Archivars. Festschrift für Eberhard Gönner. Stuttgart 1986, ISBN 3-17-009220-0.

Bistumspatrone in Deutschland. Festschrift für Jakob Torsy zum 9. Juni/28. Juli 1983. München 1984, ISBN 3-7954-0364-2.

Aus tausend Jahren mecklenburgischer Geschichte. Festschrift für Georg Tessin zur Vollendung seines 80. Lebensjahres. Köln 1979, ISBN 3-412-03179-8.

Festschrift für Günther Haselier aus Anlaß seines 60. Geburtstages am 19. April 1974. Karlsruhe 1975, ISBN 3-7650-0913-X.
[Oberrheinische Studien 3. Online: https://doi.org/10.11588/diglit.52721]

Archive. Geschichte – Bestände – Technik. Festgabe für Bernhard Zittel. Kallmünz 1972.

Archive und Geschichtsforschung. Studien zur fränkischen und bayerischen Geschichte. Fridolin Solleder zum 80. Geburtstag dargebracht. Neustadt an der Aisch 1966.

Beiträge zur Wirtschafts- und Stadtgeschichte. Festschrift für Hektor Ammann. Wiesbaden 1965.

Essays in Memory of Sir Hilary Jenkinson. Chichester 1962.

Neue Beiträge zur südwestdeutschen Landesgeschichte. Festschrift für Max Miller. Stuttgart 1962.

Heimatkunde und Landesgeschichte. Zum 65. Geburtstag von Rudolf Lehmann. Weimar 1958.

Forschungen aus mitteldeutschen Archiven. Zum 60. Geburtstag von Hellmut Kretzschmar. Berlin 1953
[Berücksichtigt.]

Festschrift zum siebzigsten Geburtstag Professor Dr. Heinrich Reinckes. Am 21. April 1951. Hamburg 1951.

Passionspredigten von Augustin Frick online

“Es ist Klaus Graf gelungen, die Autorschaft des gesamten Zyklus dem Indersdorfer Beichtvater Augustin Frick zuzuweisen, der von 1507 bis 1521 nachweisbar ist”, schreibt Werner Williams-Krapp in seiner Literaturgeschichte (Geschichte der deutschen Literatur III.2.1., 2020, S. 498) über einen 1511/12 in Inzigkofen entstandenen Zyklus von 82 Passionspredigten “Geistlicher Lebkuchen”.

Im November 2014 konnte ich aufgrund der Handschriftenarchiv-Beschreibung von BAV Cod. Ross. 629, der nun online ist, die Zuschreibung vornehmen:

https://ordensgeschichte.hypotheses.org/5027

Der Handschriftencensus sah bisher keine Veranlassung, von meiner Entdeckung Notiz zu nehmen.

https://digi.vatlib.it/view/MSS_Ross.629/0016

Wenn Buchmenschen zum Messer greifen

Mersiowsky, Mark: Wenn Buchmenschen zum Messer greifen: zur Wiederverwendung mittelalterlicher Bücher. In: Flicken und Wiederverwerten im historischen Tirol (2015), S. 201-221

https://www.academia.edu/13286628/ (Autorfassung)

Der Beitrag vermittelt Einblicke in eine große Privatsammlung mit Fragmenten und ganzen Handschriften, in der man die des Autors vermuten darf.

26.5.2022 Update: https://archivalia.hypotheses.org/147139

Viele altdeutsche Handschriften der SB Berlin online

Aus dem RSS-Feed:

Willehalm
Ms. germ. fol. 721

Parthonopeus van Bloys
Ms. germ. fol. 757,22

Liegnitzer Stadtrechtsbuch
Ms. germ. fol. 789

Einblattkalender für das Jahr 1487
Ms. germ. fol. 1722

Die Kindheit Jesu
Ms. germ. fol. 1021

Stundenbuch
Ms. germ. oct. 6

Jüngerer Sigenot – Jüngeres Hildebrandslied – Liebeslieder, Minnereden, Erzählungen
Ms. germ. qu. 1107

Andachtsbuch (elsäss.)
Ms. germ. oct. 58

Österreichische Chronik von den 95 Herrschaften
Ms. germ. fol. 122

Sachsenspiegel (Landrecht) mit Glosse
Ms. germ. fol. 512

Österreichische Chronik von den 95 Herrschaften
Ms. germ. fol. 568

Marquard von Lindau: De Nabuchodonosor, Eucharistie-Traktat (elsäss.) – Sendbrief: Ach ir gottes minnerin
Ms. germ. qu. 193

Andachtsbuch
Ms. germ. oct. 2

Astrologisch-astronomische Sammlung
Ms. germ. fol. 244

Astrologisch-medizinische Sammelhandschrift
Ms. germ. fol. 557

Stadtrecht von Goslar
Ms. germ. fol. 536

De tribus votis religionis (bair.)
Ms. germ. qu. 174

Sammlung von Predigten
Ms. germ. qu. 166

Bernhard von Clairvaux: Sermones super Cantica canticorum (elsäss.) – Margareta Ebner: Offenbarungen
Ms. germ. qu. 179

Speculum humanae salvationis (dt.) – Leben der heiligen Maria Magdalena
Ms. germ. fol. 245

Blume des Sachsenspiegels
Ms. germ. fol. 120

Psalter
Ms. germ. qu. 70

Die vierundzwanzig Alten
Ms. germ. fol. 19

Johannes Matthias Tiberinus: Epistola ad senatum Brixianum, dt. – Paulus Ferber: Zwiegespräch zwischen einem Juden und einem Mönch – Gertrudlegende
Ms. germ. qu. 43

Liederhandschrift (mfrk-nd.)
Mösersche Bruchstücke ; Ms. germ. qu. 795

Herrenalber Gebetbuch
Ms. theol. lat. qu. 9

Psalmen mit Erklärung
Ms. Phill. 1646

Der Renner
Ms. germ. fol. 17

Sachsenspiegel mit Weichbildrecht – Richtsteig Landrechts
Ms. germ. fol. 10

Niederrheinische Historienbibel
Ms. germ. fol. 516

Parzival
Ms. germ. fol. 923,39

Parzival
Ms. germ. fol. 923,41

Johannes de Sacrobosco: Sphaera mundi (dt.) – Arnold von Freiburg: Libellus Isagogicus des Alkabitius (dt.)
Ms. germ. fol. 479

Historie von Herzog Herpin
Ms. germ. fol. 464

Sächsische Weltchronik
Ms. germ. fol. 129

Papst-Kaiser-Rotulus
Hdschr. 143

Psalterium cum canticis
“Symeonspsalter” ; Ms. Ham. 552

Erbauungsschriften (ofrk.)
Ms. germ. oct. 137

Der Jüngere Titurel
Ms. germ. fol. 475

Ortenburger Losbuch (Wahrsagebuch)
Hdschr. 386

Astronomisch-astrologische Sammelhandschrift
Hdschr. 384e

Vom Antichrist
Ms. germ. fol. 733

Minnereden und -lieder
Königsteiner Liederbuch : Ms. germ. qu. 719
[siehe http://web.archive.org/web/20140204010250/http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/heinr.htm#a71]

De consolatione philosophiae
Fragm. 83

Historienbibel
Ms. germ. fol. 1108

Deventersche Liederhandschrift
Ms. germ. oct. 185

Weltchronik
Ms. germ. fol. 1416

Zwei Bullen – Figurengedichte
Fragm. 89

Leich
Ms. germ. fol. 757,17 Ms. germ. fol. 757,17
5h

Andachts- und Gebetbuch
Ms. germ. oct. 489 Ms. germ. oct. 489
5h

Bibel – Historienbibel – Leben der Altväter
Ms. germ. fol. 67 Ms. germ. fol. 67
5h

Kräuterbuch
Ms. germ. qu. 2021 Ms. germ. qu. 2021
5h

Aeneis
Ms. lat. fol. 421 Ms. lat. fol. 421
5h

Fechtbuch
Libr. pict. A 83 Libr. pict. A 83

Hans Ungelter, Pfleger zu Geislingen, nicht: “Hansen ungette Pfleger zu Grißling”

Elementare landesgeschichtliche Kenntnisse aus dem Ulm-Göppinger Raum sind weder in der Staatsbibliothek Berlin noch bei Germanisten zu erwarten. Berlin erwarb mgo 605

https://handschriftencensus.de/4592

vom Antiquariat Halle, das den Besitzeintrag mit “das biechlein ist Hansen Ungetter Pfleger zu Geissling” wiedergab, was man unschwer als Hans Ungelter, Pfleger zu Geislingen (an der Steige) lesen kann. Berlin macht “Ungethe”/”Ungette” und “Grißling” daraus (Degering, ManuMed), was auch Steer 1966 übernahm (GBS-Schnipsel).

Hans Ungelter ist als Geislinger Pfleger bei Google auffindbar und erscheint auf dem Geislinger Gemälde mit den Pflegern im Ulmer Museum zu 1553, 1557 und 1583 (DI) oder beispielsweise urkundlich 1554 (Landesarchiv). Zahlreiche Treffer gibt es in https://www.stadtarchiv-ulm.findbuch.net/.

Der umfangreiche Sammelband von Predigten, Betrachtungen und Andachten in schwäbischer Schreibsprache aus dem 15. Jahrhundert könnte in Ulm oder Umgebung geschrieben worden sein.