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Materialien zu einer Kritik des Verwertungsinteresses an ererbten Kulturgütern

Die Erben Heinrich Bölls haben 2007 die Zeichenkette “Heinrich Böll” beim Markenamt in München als Wortmarke u.a. für Bier, Kölsch, Mineralwasser und Pils angemeldet. Inzwischen liegt ein Antrag Dritter auf Löschung der Marke wegen absoluter Schutzhindernisse vor.

Inventar des Bilsteiner Hypothekenbuches auf CD-Rom. Eine Fundgrube für Familienforscher

Beim Hypothekenbuch des Amtes Bilstein (1724 * 1810) handelt es sich um die Bände 10 bis 38 des Bestandes *Herzogtum Westfalen, Amt Bilstein“ im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen. Die Archivalien bestehen aus Protokollen mit zahlreichen ergänzenden Beilagen. Protokolliert wurden insbesondere Grundstücks-verkäufe und *belastungen, tTestamente, Kindteilsforderungen und Eheberedungen. Zu finden sind dort außerdem Konkurse, die Abwicklung von Nachlässen und vereinzelt Ortssatzungen. Das Hypothekenbuch dürfte insbesondere das Interesse der Familien-, Flurnamen-, Ortsgeschichts- und regionaler Wirtschaftsgeschichtsforschung sowie von Volkskundlern auf sich ziehen.
Bestandsbildner war das kurkölnische Amt Bilstein, das von 1445 bis 1802 existierte. Die Archivalien reichen insofern weit in die hessen-darmstädtische Administrationszeit hinein. Die protokollierung der oben beschriebenen Rechtsvorgänge wurde mit der kurfürstlich-kölnischen Polizeiordnung vom 20. September 1723 (Tit. 16 § 1) angeordnet. Die ersten Eintragungen datieren vom Mai 1724. Die neue Vorschrift wurde also verhältnismäßig rasch umgesetzt. Sie diente der Rechtssicherheit von Vertragsparteien und der Vermeidung kostspieliger Prozesse aufgrund von Streitigkeiten. Mit dem Beginn der hessen-darmstädtischen Herrschaft im Herzogtum Westfalen 1802 erfolgte offensichtlich beim Amt Bilstein kein unmittelbarer Aktenschnitt. Das Hypothekenbuch wurde bis 1810 weitergeführt. Dies könnte mit den sich über mehrere Jahre hinziehenden Verwaltungs- und Justizreformen in dieser Zeit zusammenhängen.
Das kurkölnische Amt Bilstein umfasste bis 1802 einen Großteil des heutigen Kreises Olpe und Teile der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis. Es gliederte sich in ein Ober- und ein Niederamt mit den Kirchspielen Heinsberg, Helden, Kirchveischede, Kirchhundem, Lenne, Oberhundem, Rahrbach sowie die bilsteinischen Güter in der Vogtei Grafschaft und dem Kirchspiel Elspe. Hinzu kamen die bilsteinischen Rechte in den Gebieten Attendorn und Olpe. Die protokollierten Rechtsgeschäfte des Hypothekenbuches gehen naturgemäß über dieses Gebiet hinaus.
Der Bestand wurde im Gemeindearchiv Kirchhundem in den Jahren 1990 bis 1996 inhaltlich erschlossen, was eine gezielte Benutzung ermöglicht. Zirka 8700 Fälle wurden dabei erfasst. Ein Personen- und Ortsnamensindex erleichtert die Benutzung. Das zweibändige Inventar hat einen Umfang von 990 Seiten im DIN A 4 Format; aus Kostengründen schied deshalb eine Veröffentlichung als Druckwerk aus. Die Veröffentlichung auf CD-Rom stellt insofern eine kostengünstige Alternative dar, das Inventar einem breiteren Interessentenkreis zugänglich zu machen. Die Bände 1 und 2 des Inventars sind hier als pdf-Dateien nutzbar. Die Archivalien selbst können im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Münster, und in Form von Mikrofilmen im Gemeindearchiv Kirchhundem eingesehen werden.
Die CD-Rom kann bis zum 22.06.2009 zum Preis von 10,00 € zzgl. Versandkosten vorbestellt werden beim
Gemeindearchiv Kirchhundem
Hundemstr. 35
57399 Kirchhundem
Telefax-Nr. 02723 9250129
Der spätere Verkaufspreis beträgt 12,50 €.

via
Rundschreiben Kultur der Kulturregion Südwestfalen Nr. 05/09

C. H. Beck verweigert sich in Sachen Google der VG Wort, will Removal erklären

http://www.welt.de/die-welt/article3810334/Verlag-C-H-Beck-verweigert-sich-Google.html

Eingermaßen rätselhaft stehe ich vor der folgenden Formulierung:

In einem Brief an seine Autoren erklärt der für die Geisteswissenschaften verantwortliche Verleger Wolfgang Beck, der Verlag wolle – “unabhängig von den Plänen der VG Wort” – “die Rechte aus dem Google-Vergleich für seine Autoren und für sich selbst wahrnehmen”. “Der Verlag C.H. Beck plant, von Google das erwähnte Removal breitflächig für seine Titel zu verlangen”, sehe er doch, so Wolfgang Beck weiter, “die Wahrnehmung der digitalen Verwertungsrechte für seine Publikationen als eine seiner zentralen Aufgaben an”. Die stichwortgesteuerte Google-Buchsuche, bei der der Nutzer Zugriff nur auf ausgewählte Passagen hat, sei davon nicht betroffen.

Das Removal entfernt die Titel komplett aus der Buchsuche; möglicherweise bezieht sich der “Zugriff nur auf ausgewählte Passagen” auf die Teilnahme am Google-Partnerprogramm. Hier finde ich 578 Beck-Titel bei Google:

http://tinyurl.com/r2epp7

Zum Thema: http://archiv.twoday.net/stories/5720188

Unterrichtung durch die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

Neunter Tätigkeitsbericht der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik 2009.
168 Seiten starker Jahresbericht als PDF abrufbar:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/130/1613020.pdf

Köln: Bericht einer holländischen Kollegin (mit 3 Bildern)

“Archivaris Frederieke Verheijen heeft een week meegeholpen met het redden van de collectie van het in Keulen ingestorte archief. De medewerkster van het Gemeentearchief Schiedam was zeer onder de indruk van de organisatie en de voortgang. Vanwege het succes gaat ze spoedig terug naar Duitsland om de werkzaamheden te hervatten. ….”
Quelle:
http://www.schiedam.nl/smartsite.shtml?id=19889&goto=57026

Kunst-Kulisse Archiv: "Das gepfiffenen Wort" …..

“… darunter kann man sich vieles vorstellen. Künstler Georg Joachim Schmitt präsentierte in der Nacht zum Sonntag diese ungewöhnliche Form der Lyrik. Vor der Kulisse der Unglücksstelle am Stadtarchiv pfiff er zur 60-Jahr-Feier der Bundesrepublik die 19 Artikel des deutschen Grundgesetzes.”
Quelle:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775229278.shtml

Weitere Düsseldorfer Digitalisate

“Graeter: Hexen oder Unholden Predigten”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/287865

“Priebsch: Bruder Rausch”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/287756

“Priebsch: Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/286816

“Priebsch: Christi Leiden, in einer Vision geschaut”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/287494

“Die althochdeutschen Glossen – 5. Ergänzungen und Untersuchungen”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/285005
(Die anderen 4 Bände sind noch in Bearbeitung.)

“Könnecke: Bilderatlas zur Geschichte der deutschen Nationalliteratur”
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/284638

Offener Brief für einen Provisorischen Lesesaal in Köln

http://www.historischesarchivkoeln.de/presse.php?lang=de (unter dem 11.5.2009)

Offener Brief der wissenschaftlichen Benutzerinnen und Benutzer des Historischen
Archivs der Stadt Köln zur Einrichtung eines provisorischen Lesesaals

Die wissenschaftlichen Benutzerinnen und Benutzer des Archivs, vertreten durch die
unterzeichneten Professorinnen und Professoren, fordern die unverzügliche Einrichtung des
vom Rat der Stadt Köln am 26. März beschlossenen provisorischen Lesesaals, spätestens bis
zum 1. Juli 2009. Die bisherige Zeitplanung für einen provisorischen Lesesaal, der erst gegen
Ende des Jahres zugänglich sein soll, trägt der Zwangslage insbesondere der deutschen und
ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden keinerlei Rechnung. Hier ist schnelles
Handeln gefordert, um nicht jungen Menschen ihre berufliche Zukunft zu versperren und den
Ruf des Wissenschaftsstandorts Köln dauerhaft zu beschädigen.
Wissenschaftler aus dem Ausland können sich nur zeitlich begrenzt in Deutschland aufhalten.
Auch den Doktoranden deutscher Universitäten steht durch befristete Stipendien und
Arbeitsverträge nur eine sehr beschränkte Zeit für die Bearbeitung ihrer Projekte zur
Verfügung. Für eine Themenänderung sind viele Projekte zu weit fortgeschritten. Gerade die
Doktoranden und Wissenschaftler unterstützen durch ihr aufopferndes Engagement die
Bergung und die Erstversorgung der Archivalien tatkräftig. Zum Beispiel hat allein der
Nordrhein-Westfälische Arbeitskreis ‚Frühe Neuzeit’ bereits weit über 1000 Arbeitsstunden
ehrenamtlich geleistet.
Mit Hilfe der in Köln vorhandenen Sicherungsverfilmungen ist es möglich, zahlreiche
wissenschaftliche Projekte aus dem In- und Ausland zügig fortzusetzen. Wir fordern ein
pragmatisches Vorgehen: Die Sicherungsverfilmungen dringend benötigter Bestände sind als
erstes zugänglich zu machen. In weiteren Schritten muss der provisorische Lesesaal dann
ausgebaut und verbessert werden, bis die Digitalisierung aller Verfilmungen abgeschlossen
ist. Die Findmittel des Archivs sind ohnehin beim Einsturz weitgehend unversehrt geblieben
und können sofort verfügbar gemacht werden. Das „digitale Historische Archiv Köln“
(http://www.historischesarchivkoeln.de) bietet zudem an, alle retrodigitalisierten Findbücher und
Mikrofilme sowie Digitalisate von geretteten Archivalien sofort online verfügbar zu machen.
Von diesen Forderungen bleiben Überlegungen und Planungen hinsichtlich des Neubaus des
Kölner Stadtarchivs selbstverständlich unberührt, diese beiden Sachverhalte dürfen nicht
vermischt oder gegeneinander gestellt werden.
Die Unterzeichner:
Prof. Takashi Aizawa, University of Tokyo
Prof. Dr. Matthias Asche, Universität Tübingen, Historisches Seminar
Prof. Dr. Alison I. Beach, College of William & Mary Williamsburg, Department of
Religious Studies
Prof. Dr. Matthias Becher, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. James M. Brophy, University of Delaware, Department of History
Prof. Dr. Dittmar Dahlmann, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Jeffry Diefendorf, University of New Hampshire , Department of History
Prof. Dr. Heinz Duchhardt, Institut für Europäische Geschichte Mainz
Prof. Dr. Jörg Engelbrecht, Universität Duisburg-Essen, Historisches Institut
Prof. Dr. Franz J. Felten, Universität Mainz, Historisches Seminar
Prof. Dr. Manfred Groten, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Ingrid Heidrich, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Johannes Helmrath, Humboldt-Universität Berlin, Institut für
Geschichtswissenschaften
Prof. Dr. Nikolaus Henkel, Universität Hamburg, Institut für Germanistik
Prof. Dr. Susanne Hilger, Universität Düsseldorf, Historisches Seminar
Prof. Dr. Joseph P. Huffman, Messiah College Grantham, Department of History
Prof. Dr. Nikolas Jaspert, Universität Bochum, Historisches Institut
Prof. Dr. Theo Kölzer, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Achim Landwehr, Universität Düsseldorf, Historisches Seminar
Prof. Dr. Gerhard Lubich, Universität Bochum, Historisches Institut
Prof. Dr. Michael Matheus, Deutsches Historisches Institut Rom
Prof. Dr. Heribert Müller, Universität Frankfurt am Main, Historisches Seminar
Prof. Dr. Gisela Muschiol, Universität Bonn, Institut für Kirchengeschichte
Prof. Dr. Christoph Nonn, Universität Düsseldorf, Historisches Seminar
Prof. Dr. Kinichi Ogura, Waseda University
Prof. Dr. Ernst Opgenoorth, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Bernd Päffgen, Universität München, Historicum – Zentrum für Geschichte und
Archäologie
Prof. Dr. Werner Paravicini, Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu
Göttingen
Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky, Universität Hamburg, Historisches Seminar
Prof. Dr. Anton Schindling, Universität Tübingen, Historisches Seminar
Prof. Dr. Winfried Schmitz, Universität Bonn, Institut für Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle, Universität Trier, Fachbereich III
Prof. Dr. Matthias Schnettger, Universität Mainz, Historisches Seminar
Prof. Dr. Gerd Schwerhoff, Universität Dresden, Institut für Geschichte
Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Universität Münster, Historisches Seminar
Prof. Dr. Margret Wensky, Bonn, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte
Prof. Dr. Markus Wriedt, Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Evangelische
Theologie
Prof. Dr. Michael Zeuske, Universität Köln, Historisches Seminar
Kontakt:
Nordrhein-Westfälischer Arbeitskreis ‚Frühe Neuzeit’
(Doktorandennetzwerk vertreten durch Jochen Hermel M.A., )

***

Siehe auch:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775227263.shtml

Nachtrag: Fragen zum "Kölner Ereignis" an Siegmund Ehrmann, MdB und Mitglied des Kulturausschusses

Meine Frage vom 14.05.2009:” …..zunächst möchte ich mich für Ihre heutige, ergänzende Antwort bedanken.
Die von Ihrer Fraktion angeregte Aufnahme des “Kölner Ereignisses” in die Tagesordnung des Kulturausschusses vom 27. Mai begrüße ich sehr.
Darf ich folgende Fragen anschließen: Ihr Ausschusskollege Herr Dörmann regte eine Stiftungs- bzw. Fondslösung für die Finanzierung der nötigen Restaurierungsmassnahmen für das Kölner Archivgut an. Wie soll dies konkret aussehen und wie wird diese erwägenswerte Idee politisch unterstützt werden?
Über die Bewältigung der Katastrophe in Köln hinaus ist ein generelles Vorgehen zum Erhalt des Kulturgutes in Archiven und Bibliotheken erforderlich. Daher folgende weitergehende Fragen:
Ist Ihnen die Denkschrift “Zukunft bewahren” bekannt, die die der Allianz “Schriftliches Kulturgut bewahren” am 28. April Herrn Bundespräsidenten Köhler übergeben hat ?
Ist eine zeitnahe Beratung dieser Denkschrift im Kulturausschuss denkbar?
Wie stehen Sie zu den dort genannten sieben Handlungsempfehlungen an Bund und Länder zur Bewahrung des schriftlichen Kulturgutes ? ….”

Antwort MdB Siegmund Ehrmann vom 20.05.2009:” ….. wir haben uns im Ausschuss für Kultur und Medien am 13. Mai 2009 gemeinsam mit der Direktorin des Historischen Archivs der Stadt Köln, Dr. Bettina Schmidt-Czaia und dem Kulturdezernent der Stadt Köln, Prof. Georg Quander, zunächst ein Bild von den bisherigen und dem Umfang der noch zu leistenden Maßnahmen verschafft. Es wurde auch erörtert, dass die noch ausstehenden Restaurierungsarbeiten sicherlich noch mehrere Jahre andauern und finanziell sicherlich mehrere Millionen Euro umfassen werden. Dabei ist im Gespräch der Vorschlag des Abg. Dörmann unterbreitet wurden, die national und international große Anteilnahme an dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs Köln und die vielen Hilfsangebote auch für diese noch ausstehenden und langfristigen Aufgaben zu nutzen. Da das Interesse jetzt groß sei, naturgemäß aber mit größerem zeitlichen Abstand zu dieser Katastrophe wieder abnehme, müssten auch jetzt Überlegungen insbesondere seitens der Stadt Köln und des Landes NRW angestellt werden, wie diesem Interesse kurzfristig nutzbringend begegnet werden könnte. Erfahrungen zeigen, dass Stiftungs- oder Fondsmodelle schnell und flexibel eingerichtet und für derartige Zwecke langfristig genutzt werden können. Spenden und andere Formen der Zuwendung auch von Landes- und Bundesseite könnten entsprechend einfließen. Über genauere Formen der Umsetzung dieser Überlegungen wurde im Rahmen der Ausschusssitzung nicht eingehender diskutiert, jedoch wurde festgehalten, sich im Ausschuss für Kultur und Medien in spätestens einem knappen Jahr erneut über den Fortgang berichten zu lassen. Die Verantwortung für die Umsetzung einer solchen Stiftungs- bzw. Fondsinitiative liegt zunächst auf Seiten der Stadt Köln und des Landes NRW. Politisch wird dieser Vorschlag dementsprechend auch auf dieser Ebene, d.h. im Stadtrat bzw. im Landtag zu verfolgen sein.
Bzgl. des von Ihnen gegebenen Hinweises auf die Denkschrift “Zukunft bewahren” der Allianz zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich das Dokument bisher nicht kannte, es aber nun mit größtem Interesse zur Kenntnis genommen habe. Im Rahmen der Beratungen der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland” hatten wir uns mit den in der Zukunft anstehenden Herausforderungen für die Archive ebenfalls eingehend befasst. Allerdings möchte ich auch ganz offen sein und unumwunden darauf hinweisen, dass man sich im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages mit diesen völlig zu Recht gemachten Anregungen in dieser Legislaturperiode wohl nicht mehr eingehend beschäftigen wird können. Daher werden wir uns mit den damit verbundenen, zweifelsohne wichtigen Fragestellungen sicherlich erst in der neuen Legislaturperiode im Ausschuss für Kultur und Medien gemeinsam mit der nächsten Bundesregierung erörtert befassen können.”

Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/siegmund_ehrmann-650-5773–f183895.html#q183895

s. http://archiv.twoday.net/stories/5663661 , http://archiv.twoday.net/stories/5701109

Flashback dank historischesarchivkoeln.de

http://www.historischesarchivkoeln.de/archivdetail.php?id=433

Aufgenommen, um die in der Umsetzung befindliche Nord-Süd-Fahrt zu dokumentieren, ist zehn Jahre vor Fertigstellung des „letzten“ Archivbaus deutlich das Baugrundstück zu erkennen:
Am rechten Bildrand, an der Grenze zum unteren Drittel, geräumtes dunkles Grundstück mit Schild und einem parkenden Auto.

Musikbibliothek der Ruhr-Universität Bochum geht nach Essen

“…. Die Musikbibliothek der Ruhr-Universität Bochum soll im August geschlossen werden. In ihr lagern wertvolle Noten, Bücher, Schallplatten und Videoaufzeichnungen, mit Unikaten, die es teilweise nur in Bochum gibt. Die Folkwang Hochschule in Essen will den Bestand übernehmen. Allerdings kann sie ihn frühestens Ende 2010 zur Verfügung stellen – wohin also mit den Preziosen? ….
Arntrud Reuter ist besorgt. 30 Jahre lang war sie Leiterin der musikwissenschaftlichen Bibliothek in Bochum und kennt jeden einzelnen Band. Handgedruckte Partituren aus dem 19. Jahrhundert, Schellackplatten, komplette Zeitschriftensammlungen stehen dort. In spätestens drei Monaten soll die Bibliothek dem Fachbereich Biopsychologie Platz machen. Die Folkwang Hochschule in Essen übernimmt ihn, kann ihn aber noch nicht veröffentlichen, weil der Platz fehlt …..
Die Literatur ist also wahrscheinlich über ein Jahr für niemanden zugänglich. Nicht nur Studierende, sondern auch Schüler oder Mitglieder anderer Hochschulen sind regelmäßig zu Gast in Bochum: Die Bibliothek ist für die Opernforschung deutschlandweit bekannt. Dort gibt es Erstausgaben, von denen keine Neudrucke existieren. Insgesamt 75.000 Bücher, Tonträger und Zeitschriften haben bislang die Bücherwände der Ruhr-Universität geschmückt. …..
Bis Ende kommenden Jahres soll in Essen eine neue Bibliothek auf dem barocken Gelände der Folkwang Hochschule entstehen und die Platzprobleme lösen. Auf über 1000 Quadratmetern soll dann Platz sein. Der wird nicht nur für die Bochumer Musikwissenschaftsbibliothek benötigt. Die Hochschule übernimmt auch den Bestand der Musikpädagogik von der Universität Duisburg-Essen. Auch dieses Fach wurde aufgelöst. Musikliteratur im Ruhrgebiet gibt es dann also demnächst hauptsächlich in Essen …..”

Quelle:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/953952

"Die Vertreibung begann 1933" – eine Bundestags-Online-Petition sucht Mitzeichnende

“Petition für ein Zentrum der verfolgten Künste zur Förderung demokratischer Erinnerungskultur im Rahmen des Zentrums gegen Vertreibungen
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das „Zentrum gegen Vertreibung” ergänzt wird um das Thema der Vertreibung der Künstler und anderen Intellektuellen ab 1933. Diese Lösung entspreche den wahren historischen Vorgängen und würde der Zusammenarbeit mit einst vom Deutschen Reich okkupierten Ländern gerecht.
Mindestens 50.000 Stimmen müssen auf der Website des Petitionsausschusses des deutschen Bundestags eingehen. Ähnlich wie Präsident Barak Obama seinen Wahlkampf gewonnen hat, bitten wir alle Befürworter dieser Initiative, sich an der Internetaktion zu beteiligen.”

Homepage:
http://www.vertreibung-petition.de

"ERB GUT KUNST" am 19.11.2009 in Köln (in Planung)

Ausgehend von diesem Arbeitstitel und in sinnvoller Anbindung an die beiden Messen für Kunst, Antiquitäten und Museumstechnik in Köln wird > die Kunstrat-Tagung die Themen: Archivierung – Künstlernachlässe – > Original versus Digital – Kulturelles Erbe umkreisen.

Es wird zwei Podien mit jeweils 3 Referenten sowie einen
Einleitungsvortrag geben. Das erste Podium wird sich intensiv auf die Ereignisse rund um das Kölner Stadtarchiv beziehen.
Das zweite Podium wird sich allgemein mit der Archivierung von
Künstler- bzw. Kunstvermittler-Nachlässen befassen.

Vorläufige Planung:

Dr. Catharina Corsepius (Verband Deutscher Kunsthistoriker/ Universität Bonn): Einleitungsvortrag
1. Podium
Dr. Holger Simon (Verband Deutscher Kunsthistoriker/Universität zu Köln)
N.N. (Deutscher Museumsbund / Stiftung Denkmalschutz)
Ingo Terrumanum (Ver.di / Künstler, Köln)
Moderation: Thomas Wulffen (AICA, Verband Deutscher Kunstkritiker, Berlin)

2. Podium
Dr. Karin Lingl (Kunstfonds Bonn / Archiv für Künstlernachlässe
Braunweiler)
Prof. Dr. Günter Herzog (ZADIK – Zentralarchiv des internationalen
Kunsthandels, Köln)
Lutz Fritsch (Künstler, Köln)
Moderation: Kathy Kaaf (GEDOK)

Donnerstag, 19. November ca. 14 – 19 Uhr, Koelnmesse, Halle 11
(EXPONATEC / COLOGNE FINE ART & ANTIQUES)

Zahnlose DFG-Empfehlung zu Open Access

Denkbar klar formuliert Fournier von der DFG, dass es bei der DFG-Forderung nach Open Access nur um eine mehr oder minder wertlose unverbindliche Empfehlung, nicht etwa um ein Funder-Mandat handelt:

“Eine derartige Verpflichtung existiert nicht. Im genauen Wortlaut der Open-Access-Richtlinie der DFG heißt es, die DFG ‘legt Wert darauf’, dass Forschungsergebnisse publiziert und dabei möglichst auch digital im Open Access publiziert werden. Sie merken schon am Wortlaut ‘legt wert darauf’, dass hier keine Rede von einer Verpflichtung sein kann. Es gibt keinen Zwang zur Open Access Publikation.”

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/969357

Bericht vom Treffen der Nachlassgeber des Kölner Historischen Archivs

http://www.ksta.de/html/artikel/1243073579157.shtml

Beim Einsturz des Kölner Stadt-Archivs hat die Künstlerin Tanya Ury die Dokumente der Geschichte ihrer Familie verloren. Bei Guten Morgen, Köln erzählt sie von dem Treffen der Nachlassgeber, ihrer Verzweiflung und seltenen Momenten der Hoffnung.

Auszug:

Nichts wird weggeworfen. Interessanterweise meldete sie [Frau Dr. Schmidt-Czaia], dass die unzähligen Helfer, die sich gemeldet haben, eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen mussten – „Gelesen wird nicht“ ist das Motto.
Diese Erklärung hat bei mir ein paar Fragen ausgelöst: Freiwillige werden nicht aus Versicherungs- oder sonstigen Geldern bezahlt – ihre Großzügigkeit wird ausgenutzt. Eigentlich sollten sie aus dem 60-Millionen Versicherungsfond des Stadtarchivs für ihre Leistungen bezahlt werden.

VG Wort und Google: Verlage siegten, herbe Niederlage für die Wissenschaft (und die Autoren)

http://www.boersenblatt.net/321967
http://www.vgwort.de/files/vg_pi_230509.pdf
(im wesentlichen identisch)

Die Mitgliederversammlung der VG Wort hat am 23. Mai 2009 beschlossen, dass die VG Wort bestimmte Rechte aus dem Google-Settlement für Autoren und Verlage gemeinsam wahrnimmt. Der Beschluss der Mitgliederversammlung sieht vor, dass die VG Wort die Vergütungsansprüche für die bis zum 5. Mai 2009 von Google
digitalisierten Werke einzieht, gleichzeitig aber die in Deutschland erschienenen Werke aus dem Digitalisierungsprogramm von Google zurückzieht. Dies wiederum wurde mit der Möglichkeit verbunden, dass die VG Wort in Zukunft digitale Nutzungen von vergriffenen
Werken – im Unterschied zu lieferbaren Werken – lizenzieren kann, wenn die Rechteinhaber damit einverstanden sind. Entsprechende Vereinbarungen sind mit Google möglich, aber insbesondere auch mit Trägern von deutschen und europäischen Digitalisierungsprojekten.

Außerdem wurde der VG Wort das Recht eingeräumt, digitale Vervielfältigungen zum ausschließlichen Zweck der Anzeige von bibliographischen Daten im Internet zu erlauben.

Dazu früher in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/5690905
http://archiv.twoday.net/stories/5625587

Zitat von Schulzki-Haddouti aus:
http://archiv.twoday.net/stories/5625136

Gerade mit jemandem gesprochen, der von Autorenseite bei der VG Wort involviert ist. Ihm stockte einen Moment der Atem, als ich ihm die VG-Wort-Position widergab. Er meinte, dass noch gar nichts entschieden sei und dass die von VG Wort mir gegenüber geäußerte Absicht, nach der Auszahlung alles sperren zu lassen, lediglich die Verlegersicht wiedergebe. Die Autoren hingegen wollten grundsätzlich alles online belassen, das Opt-Out müssten Autoren und Verlage dann individuell regeln.

Eine solche Vorgehensweise wäre auf jeden Fall Recherche-freundlicher, da die Bücher erst einmal online erhalten bleiben. Offensichtlich gibt es noch ein Kräftemessen zwischen Autoren und Verlegern, das nicht beendet ist.

Durchgesetzt haben sich die Verlage.

Der Beschluss bedeutet:

Alle in Deutschland erschienenen, noch urheberrechtlich geschützten Bücher werden aus der Google Buchsuche entfernt, soweit die Rechteinhaber von der VG Wort vertreten werden.

(Ob sich das Removal auch auf HathiTrust auswirkt, bleibt zu klären. Dort gibt es zwar keine Schnipsel und Textauszüge, aber eine komplette Liste der Seitenzahlen der Treffer in einem Buch:

http://babel.hathitrust.org/cgi/ptsearch?id=mdp.39015001074114;q1=“klaus%20graf” )

Die VG Wort wird danach mit Google über eine Lizenzierung bei vergriffenen Büchern verhandeln. Vermutlich geht es um eine teilweise Anzeige.

Bei noch lieferbaren Büchern darf es keine Schnipsel oder Textauszüge mehr geben:


Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte‎ – Seite 196
von Württembergische Kommission für Landesgeschichte, Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein – 1996

Tübingen; ergänzend Klaus Graf, Gmünder Chroniken im 16. Jahrhundert. 1984,
passim. – Möglicherweise besteht auch eine Beziehung …

Lizenziert werden kann ausschliesslich eine Anzeige bibliographischer Daten. Das ist für wissenschaftliche Zwecke absolut nicht ausreichend.

Gemeint ist: Google darf eine Volltextsuche in den Büchern durchführen, was ihre Digitalisierung voraussetzt. Angezeigt werden dürfen aber weder Schnipsel noch Textauszüge (Beispiele siehe oben), sondern nur die bibliographischen Daten. Nach dem jetzigen Usus von Google werden in einem solchen Fall auch keine gefundenen Seitenzahlen angezeigt. Man erfährt also nur, dass einer oder mehrere Suchbegriffe gemeinsam auf einer Buchseite in dem Buch vorkommen. Von dieser Möglichkeit kann nach meiner Einschätzung ausschließlich die winzige Minderheit der erfahrenen Google-Book-Search-Nutzer sinnvollen Gebrauch machen.

Zur Rechtslage siehe
http://archiv.twoday.net/stories/5715357

Nun gilt es zu klären, in welcher Weise Wissenschaftsautoren der Änderung des Wahrnehmungsvertrags widersprechen können.

Im Wahrnehmungsvertrag steht:

Die Zustimmung des Berechtigten zur Änderung oder Ergänzung gilt als erteilt, wenn er nicht binnen sechs Wochen seit Absendung ausdrücklich widerspricht; auf diese Rechtsfolge ist er in der Mitteilung hinzuweisen.
http://www.vgwort.de/vertrag2.php

Zur Klärung dieser und weiterer Fragen werde ich bei der VG Wort telefonisch vorstellig werden.

Update: Einige Fragen beantwortet der ausführliche Bericht von Ilja Braun:
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/05/24/vg-wort-positioniert-sich-gegenuber-google

Wichtig ist vor allem:

Auch im Falle, dass es mehrere Rechteinhaber gibt, etwa Autor und Verlag, von denen einer der soeben beschlossenen Änderung des Wahrnehmungsvertrags innerhalb der dafür vorgesehenen Sechs-Wochen-Frist widerspricht, kann die VG Wort nicht tätig werden. „Die Einräumung der vorstehend genannten Rechte und die diesbezügliche Tätigkeit der VG Wort als Vertreter (Agent) stehen unter dem Vorbehalt, dass die Rechteeinräumung und die Bevollmächtigung durch alle an einem Werk beteiligten Wahrnehmungs- und Bezugsberechtigten (Urheber/Verleger) erfolgen”, heißt es deshalb explizit in der am 23. Mai beschlossenen Fassung der Änderung.

Dies bedeutet: Auch wenn der Autor – wie üblich – alle Rechte an der Verlagsgarderobe abgegeben hat, also quasi “nackt” ist, für die VG Wort sitzt er in einem Boot mit dem Verleger und kann daher durch einen fristgerechten Widerspruch ein [VG-Wort-]Removal Ende des Jahres verhindern.

Thomas Hoeren erstattete für den Verband der Zeitschriftenverleger ein Kurzgutachten (abgedruckt AfP 2001), demzufolge die Erklärungsfiktion, dass die Vertragsergänzung ohne einen Widerspruch wirksam wird, unwirksam ist. Geändert hat sich aber seither nichts:

http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-1272/167_agb.pdf

Wie es innerhalb von sechs Wochen gelingen soll, etwa die Wissenschaftsautoren dazu zu bringen, Widerspruch einzulegen, ist mir rätselhaft.

Zutreffend ist die Einschätzung von
http://www.schreibszene.ch/Blog/?p=102

Kurz gesagt kommt es zu einer Vertragsänderung für die immerhin rund 360.000 Autoren und 8.000 Verlage, die bei der VG Wort registriert sind. Das Problem bei der Sache:

Ja, es werden Infoschreiben verschickt. Aber wenn man dann nicht innerhalb von sechs Wochen persönlich Widerspruch einlegt, falls man möchte, nun ja, gilt die Vertragsänderung als angenommen. Stillschweigend.

Allen Autoren und Verlagen, die mit der VG Wort zusammenarbeiten, kann ich entsprechend nur raten: Nutzt die Zeit, um euch zu informieren, ob diese Lösung wirklich das ist, was ihr haben wollt.

Update: dass verdi den Beschluss begrüßt, der explizit gegen die Interessen der Autoren ist, ist mir unbegreiflich:

http://www.verbaende.com/News.php4?m=61692

Update: Wahrnehmungsberechtigte sind nur ein Bruchteil der Wissenschaftsautoren. Nach telefonischer Auskunft (Dr. Golda, VG Wort) werden die Bezugsberechtigten (also das Gros der Betroffenen) einen Brief erhalten, mit dem sie aufgefordert werden, der Rechteübertragung an die VG Wort aktiv zuzustimmen (per Post oder online). Das Problem der Information der Wissenschaftsautoren bleibt gleich, auch wenn es nun vor allem darum geht, sie davon abzuhalten, die Zustimmung zu erklären.

Update: C. H. Beck verweigert sich VG Wort http://archiv.twoday.net/stories/5724438

Neuzugänge in ALEX

Die Neuzugänge betreffen vor allem die Zeit der Habsburgermonarchie von
1848 bis 1918 und insbesondere den Aspekt des
Vielvölkerstaates:

3.1. Neben den deutschsprachigen Reichsgesetzblättern bietet ALEX nun
auch die fremdsprachigen Reichsgesetzblätter der Jahre 1870 bis 1918 in
den Sprachen Italienisch, Polnisch, Romanisch, Ruthenisch, Tschechisch,
Serbokroatisch und Slowenisch an:
http://alex.onb.ac.at/rgbnichtdeutsch_fs.htm

3.2. Darüber hinaus ist der Bereich Landesgesetzgebung der Kronländer
der Habsburgermonarchie weiter ausgebaut worden. Auf
http://alex.onb.ac.at/kronlaendergesetze_fs.htm stehen nun die
(zumeist mehrsprachigen) Landesgesetzblätter von Böhmen, Bukowina,
Bosnien und Herzegowina, Galizien, Kroatien und Slavonien, Küstenland
und Triest, Lombardei, Serbische Wojwodschaft und den Temeser Banat,
Venedig sowie Ungarn großteils online zur Verfügung und werden laufend
weiter vervollständigt.

Auch die Zeit vor der Einführung des formellen Publikationsprinzips
1849 wurde weiter bearbeitet:

3.3. Nachdem bereits vor einiger Zeit die Justizgesetzsammlung (JGS,
1780–1848; Straf- und Zivilrecht) vollständig digitalisiert worden
war, folgt nun mit der Politischen Gesetzessammlung (PGS, 1790–1848,
Verwaltungsrecht; bislang digitialisiert: 1792-1816, 1843, 1845) das
Verwaltungsrecht beinhaltende Pendant
(http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=pgs).

3.4. Auch die einzelnen Provinzialgesetzsammlungen (ProvGS,
1819–1849) kommen nun ins Blickfeld. Digitalisiert wurde bereits
die Provinzialgesetzsammlung für Österreich unter der Enns:
http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=pvs

3.5. Ebenso digitalisiert wurde die ersten drei Teile der privat
erstellten “Sammlung der k.k. landesfürstlichen Verordnung in
Publico-Ecclesiasticis”, welche die Zeit von 1767 bis 1784 abdecken:
http://alex.onb.ac.at/vpe_fs.htm

Aus BIB-JUR

NL: Metasuche für Archivfindmittel

http://www2.archieven.nl

Da sind wir in Deutschland wohl noch Jahre davon entfernt. Eine einfach zu bedienende Metasuche mit derzeit über 14 Mio. Einträgen aus niederländischen Archiven samt Blättermöglichkeit in digitalisierten Beständen (überwiegend Fotos). Auch wenn nicht alle wichtigen Texte übersetzt sind, ist die Mehrsprachigkeit ein Plus.

Werfen wir nun einen Blick auf http://www.bam-portal.de Bereits optisch haben die Niederländer die Nase vorn!

Köln: Schramma dankt Freiwilligen Feuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis

” ….. Die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis standen sofort parat. Als die Anforderung von der Einsatzleitung aus Köln eintraf, sagten spontan etwa 250 Helfer von nahezu allen Wehren ihre Hilfe zu. Über dieses Engagement freute sich nicht zuletzt Kreisbrandmeister Ludwig Bodden. „Einige nahmen sich sogar Urlaub, um mithelfen zu können“, berichtet er.
Seine Helfer waren tagelang an der Einsatzstelle, um zu retten, was noch zu retten war. Dabei fielen den Männern und Frauen ganz unterschiedliche Sachen in die Hände. Wolfgang Schumacher fand beispielsweise eine drei Meter lange Urkunde und mehr als zehn Siegel. „An der Einsatzstelle brach ein regelrechter Konkurrenzkampf aus, wer das älteste Dokument in den Händen hielt. Jahreszahlen aus dem zwölften Jahrhundert waren keine Seltenheit“, erinnert sich der Erftstädter schmunzelnd.
Beeindruckt zeigten sich die Einsatzkräfte auch über die verschiedenen Arten der Funde. Von Lebensläufen von Einwanderern über Krankenakten, Rentenbescheiden, Lohnsteuerkarten bis hin zu Konzertplakaten (unter anderem warb eines für ein Konzert von AC / DC, ein anderes für eine Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Köln) kamen zu Vorschein. Ausgerechnet ein Feuerwehrmann aus Erftstadt fand ein Dokument, auf dem die Stadtrechte von Lechenich beurkundet waren.
Von Hand zu Hand
Alle geborgenen Papiere und Gegenstände wurden sorgfältig in Kartons oder andere Behälter gepackt. Dann bildeten die Helfer eine Menschenkette und reichten die Schätze von Hand zu Hand.
Fritz Jungblut vom Löschzug Bergheim-Quadrath und viele andere Einsatzkräfte lobten die gute Organisation und das perfekte Zusammenspiel mit den Kollegen aus Köln. Bis zu 80 Helfer waren zeitweise an der Einsturzstelle. Ein Schreiben erreichte kürzlich den Kreisbrandmeister. Oberbürgermeister Fritz Schramma bedankte sich darin ausdrücklich für die Unterstützung aus dem Rhein-Erft-Kreis….”

Quelle:
http://www.ksta.de/html/artikel/1242833461333.shtml