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Hungerstein im Museum

https://www1.wdr.de/nrw/rheinland/bonn/hungerstein-ausstellung-haus-der-geschichte-bonn-100.html

Das Bonner Haus der Geschichte hat einen Hungerstein aus dem Rhein bei Leverkusen ins Museum geholt.

***

In Kleve hat ein Steinmetz einen Hungerstein für 2026 im Rhein platziert.

Inschrift:

2026
IN TIEFEN FLUTEN
RUH ICH GERN
DOCH MAHN
ICH BLEIBT DAS
WASSER FERN

Über Hungersteine: https://archivalia.hypotheses.org/264805

Museumsprojekt Kriegsgefangenschaft in Frankreich

Ich wurde von zwei Seiten um Veröffentlichung des folgenden Aufrufs gebeten:

“2028 soll neben dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Foucarville in der Normandie eine Ausstellung zu Kriegsgefangenschaft in Europas Nachkriegszeit eröffnet werden. Das Projekt wurde durch die Warren J. Kennedy Stiftung initiiert und die wissenschaftliche Leitung obliegt Dr. Théofilakis (Dozent an der Universität Paris 1 Panthéon Sorbonne und stellv. Direktor des Marc Bloch Zentrums Berlin). Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, den Themenkomplex Kriegsgefangenschaft aus verschiedenen Perspektiven und unter Einbezug weiterer Lager zu betrachten. Wir befinden uns auf der Suche nach Dokumenten, Objekten und Zeitzeugnissen für die Dauerausstellung, dessen Konzeption momentan stattfindet (bei weiterführendem Interesse oder Nachfragen besuchen Sie gerne die Website des Projektes: https://museum-dascamp.com/de/).
Daher würden wir Sie bitten, uns unter zu kontaktieren, falls Sie im Besitz mucap.presse@gmail.comvon Objekten, Dokumenten oder Zeitzeugnissen zu Kriegsgefangenschaft bezüglich einem der folgenden Lager sind:
● das amerikanische CCPWE #19 in Foucarville und das CCPWE #15 in Attichy-Croutoy
● das französische Lager Dépôt Nr. 152 in Aubagne
● das britische Camp 18 (Featherstone Park Camp) in Haltwhistle, Northumberland
● die polnischen Lager in Lędziny, Siemianowice Śląskie, Sosnowiec und Brzeszcze
Sollten Sie Angehörige haben, die in anderen Lagern interniert gewesen sind, so können Sie uns trotzdem schreiben. Selbstverständlich wird die Anonymität aller gewahrt!
Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen noch einen schönen Sommer.
MfG Team MUCAP”

Lost Shtetl

OE weist uns hin auf:

Dirk Schümer
Wie das „Lost Shtetl“ die Erinnerungen der Šeduver Juden lebendig hält
WELT am SONNTAG, 19.7.2020, S. 23 Paywall

„The Lost Shtetl“ in Šeduva, abseits der Fernstraßen im nordlitauischen Nirgendwo gelegen, hat sich eine unmögliche Aufgabe gestellt: die Lebenswelt der ausgerotteten und vertriebenen jüdischen Bevölkerung zu rekonstruieren, die in diesem Ort, in dieser weiten Landschaft, fast 600 Jahre lang in Tausenden von Schtetln lebte und dabei eine eigenständige Kultur ausprägte.
Mit der atemberaubenden Architektur des Finnen Rainer Mahlamäki führt das Projekt freilich vor, dass es hier nicht um ein weiteres Mahnmal des Massenmordens der Schoah geht, und schon gar nicht um ein Freilichtmuseum mit Nachbauten alter Höfe und vielleicht einer Synagoge dazu. „The Lost Shtetl“ will mit allen technischen Möglichkeiten den Phantomschmerz angesichts einer brutal ausgelöschten Zivilisation spürbar machen. Es will kein Detail der Šeduver Demütigungen und Morde bis zum Herbst 1941 auslassen – und dennoch die Würde, die Weisheit und die Hoffnungen jener Menschen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bewahren, die nichts anderes verbrochen hatten, als mit ganzer Seele Juden zu sein.“

https://www.lostshtetl.com/

Wismarer Schätze, mit PERSONAVINO bewertet

https://sammlung.robotron-services.de/SCHABBELL/

Nach PERSONAVINO bewertet, ergibt sich ein ungenügendes Fazit:

PERmalink: NEIN

“Direkt-URL zum Objekt” ist kein gekennzeichneter Permalink.

SOcial Media/Sharing: NEIN

Nachnutzung: NEIN

Copyfraud bei Gemeinfreiem.

Annotation/Feedback: NEIN

VIewer: Brauchbare Auflösung und Metadaten.

NOrmdaten: NEIN

Screenshot

Fremdeln mit Hellerlecht

OE erinnert uns an die Causa Hellerlecht.

Jana Beckmann
Viele fremdeln noch mit Hellerlecht
Lippische Landes-Zeitung, 4.7.2026

„Der neue Name des Freilichtmuseums sorgt für Überraschung und Irritationen – und stößt teilweise auch auf Ablehnung.

Hellerlecht-Festival? Hellerlecht …? Da war doch was … Die Plakate für die dreitägige Veranstaltung an diesem Wochenende haben in den vergangenen Wochen bei dem ein oder anderen Betrachter für Überraschung oder auch Irritationen gesorgt. Nicht jeder konnte mit dem Begriff sofort etwas anfangen, der ab sofort fest mit dem Freilichtmuseum Detmold verbunden ist beziehungsweise den bisherigen Namen ersetzt. „LWL-Museum Hellerlecht | Detmold“ lautet nun die Bezeichnung – und manch einer fremdelt noch sehr damit.
„Für mich ist es immer noch das ,Freilichtmuseum Detmold‘. Der Name ,Hellerlecht‘ will sich nicht in meinem Wortschatz festigen, Sorry …“, kommentiert beispielsweise LZ-Leser Alexander Büker unter dem Artikel über die offizielle Eröffnung des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Donnerstag. Mit ebendieser trat auch die Umbenennung in Kraft, die im vergangenen Jahr in der Bevölkerung, Verwaltung und Politik kontrovers diskutiert worden war und hohe Wellen geschlagen hatte – was in den Reden auch noch einmal thematisiert wurde. Bei einer aktuellen Umfrage auf LZ.de ist 358 mal die Antwort „Der Name gefällt mir überhaupt nicht“ angeklickt worden. 15 Stimmen finden ihn gut, 24 haben keine Meinung.“

Museum Folkwang in Essen lässt Akten im Stadtarchiv digitalisieren

https://stadtarchiv.essen.de/actaproweb/archive.xhtml?id=Vz++++++c329d53c-de4c-462d-948a-67fbb953b1d0&parent_id=#

Digitalisate mit störendem Copyfraud-Wasserzeichen.

Via
https://www.waz.de/lokales/essen/article412040361/was-kostete-1901-die-lise-von-renoir-museum-folkwang-oeffnet-der-welt-das-archiv.html

„ Brustbildnis eines Kapuzinergenerals namens P. Bonaventura Ferraria“

https://bawue.museum-digital.de/object/129404

Zumindest hier erscheint es zumutbar, in Normdaten zu recherchieren.

Das wohl aus dem Gmünder Kapuzinerkloster stammende Ölbild zeigt Bonaventura Barberini, Erzbischof von Ferrara.

https://www.wikidata.org/wiki/Q64705719

Verbot von Handyfotos in Ausstellungen?

Dafür plädiert: https://www.welt.de/kultur/article69dc930f0695c741e3c2b602/handyfotos-in-ausstellungen-sollten-verboten-werden.html

ChatGPT schrieb mir dazu folgende Glosse:

Bitte lächeln, Mona Lisa – warum das Fotoverbot ins Museum gehört wie ein Selfie-Stick ins 18. Jahrhundert

Es gibt Ideen, die wirken auf den ersten Blick so vernünftig, dass man sich fragt, warum sie nicht schon längst umgesetzt wurden. Zum Beispiel ein Verbot von Handyfotos in Museen. Endlich Ruhe! Endlich echte Kunstbetrachtung! Endlich keine Menschen mehr, die versuchen, die Mona Lisa gleichzeitig zu fotografieren, zu zoomen und dabei ihren eigenen Ellbogen zu studieren.

Und dann denkt man zwei Sekunden länger darüber nach – und merkt: Moment mal. Das Problem sind gar nicht die Fotos. Das Problem sind Menschen. Und die dürfen erstaunlicherweise weiterhin ins Museum.

Denn seien wir ehrlich: Das Smartphone ist nur das neue Opfer einer sehr alten Sehnsucht – der Wunsch, sagen zu können: Ich war hier. Früher kaufte man dafür Postkarten. Ganze Stapel davon. Niemand hat sich darüber beschwert, dass jemand minutenlang vor dem Gemälde stand, um die perfekte Postkarte aus dem Drehständer zu fischen. Heute nennt man das kulturelle Verwahrlosung.

Dabei sind Handyfotos im Grunde die demokratischste Form der Kunstaneignung, die wir je hatten. Nicht jeder kann sich einen Kunstdruck leisten oder einen Kunstband, der so schwer ist, dass er als Trainingsgerät durchgeht. Aber jeder kann ein Foto machen. Unscharf, schief, mit fremden Köpfen im Vordergrund – also im Grunde genauso authentisch wie das echte Leben.

Und überhaupt: Wer sagt denn, dass Fotografieren das Erleben ersetzt? Vielleicht ist es genau umgekehrt. Vielleicht schauen Menschen heute genauer hin, weil sie wissen, dass sie gleich entscheiden müssen, ob dieses Werk einen Platz im digitalen Olymp ihres Kamerarolls verdient hat – irgendwo zwischen Screenshot einer Bahnverspätung und einem verschwommenen Foto ihres Mittagessens.

Das viel beschworene „Aura“-Argument wirkt in diesem Zusammenhang ungefähr so überzeugend wie ein Museumsshop, der Magneten, Regenschirme und Socken mit exakt denselben Kunstwerken verkauft, deren spirituelle Einzigartigkeit angeblich durch ein Handyfoto zerstört wird. Wenn die Aura so fragil ist, dass sie an einem iPhone zerbricht, hatte sie vielleicht ohnehin einen schlechten Tag.

Natürlich gibt es nervige Menschen. Menschen, die im Weg stehen. Menschen, die fünf Minuten brauchen, um ein Bild zu fotografieren, das sie sich später nie wieder anschauen werden. Aber diese Menschen gab es schon immer. Früher standen sie einfach nur im Weg – heute stehen sie im Weg mit Kamera. Fortschritt ist das.

Ein Fotoverbot würde daran wenig ändern. Es würde lediglich eine neue Spezies hervorbringen: den heimlichen Fotografen. Jene Gestalten, die ihr Handy auf Bauchhöhe halten und so tun, als würden sie gerade sehr intensiv ihre Schritte zählen, während sie in Wahrheit die Renaissance sabotieren.

Vielleicht sollten Museen stattdessen einen anderen Weg gehen. Nicht verbieten, sondern kuratieren. Warum nicht eigene „Fotospots“ einrichten? Oder gleich das Offensichtliche tun: akzeptieren, dass Kunst nicht mehr nur betrachtet, sondern auch geteilt wird. Dass ein Gemälde heute nicht mehr nur an der Wand hängt, sondern auch im Feed lebt.

Denn am Ende ist ein verschwommenes Handyfoto immer noch besser als gar kein Interesse. Und wer weiß – vielleicht schaut sich jemand dieses Bild später doch noch einmal an. Und erinnert sich. An den Raum. Das Licht. Den Moment.

Und ja, vielleicht auch daran, dass jemand direkt davor stand.
Mit ausgestrecktem Arm.

Und einem sehr, sehr wichtigen Foto.

Digitale Sammlung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg: mangelhaft

Schreg schreibt: ” https://www.alm-konstanz.de/digital
leider mit den üblichen Schwächen:

keine Angabe über die Handhabung der Nutzungsrechte (keine CC-Lizenzierung)
keine genaue Fundsortangaben
keine Normdaten
keine Permalinks
keine zuverlässige Suche”

Schabowski-Zettel: Verkäufer endlich genannt

JZ weist uns hin auf:

https://www.hdg.de/presse/pressemitteilung-2026-03-23-stiftung-beendet-rechtsstreit-um-auskunft-zum-schabowski-zettel “Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wird die eingelegte Revision im Rechtsstreit mit einem Journalisten in Sachen „Schabowski-Zettel“ nicht weiterverfolgen. Damit akzeptiert die Stiftung das Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen.”

https://www.sueddeutsche.de/politik/zettel-mauerfall-schabowski-haus-der-geschichte-besitzer-li.3457936?reduced=true (PAYWALL)

https://www.sueddeutsche.de/panorama/haus-der-geschichte-sofort-unverzueglich-streit-um-schabowski-zettel-endet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260324-930-860668

https://www.bild.de/leben-wissen/kultur/erfolg-fuer-bild-geheimnis-um-schabowski-zettel-endlich-gelueftet-69c27da98f5761671715db8c (PAYWALL des ganzen Artikels, betrifft auch die Namensnennung. Google weiß: “Der sogenannte Erstverkäufer war Thomas Schalck-Golodkowski (69), der Sohn von DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski (†82).”) Die FAZ sagt: Verkäufer war der frühere DDR-Bürger Uwe K. Mit Google kann man K. mit Krüger auflösen.

https://archivalia.hypotheses.org/?s=schabowski+zettel