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Schwachsinn des Stadtarchivs Dresden

Angeblich ist die Edition der historischen Stadtbücherei online verfügbar, so die Stadt Dresden. Nach einer längeren, mit Falschangaben gespickten Unterhaltung mit Gemini bekam ich wenigstens heraus, wo in der Tektonik die Bücher zu finden sind. Aber ein Aufrufen z.B. von

http://archiv.dresden.de/detail.aspx?ID=2649563

führt auch auf dem Desktop zu keiner DFG-Präsentation. Schon 2021 brauchte man Glück. Nachdem es schlimmer wurde, ernenne ich das Stadtarchiv Dresden zum unfähigsten Archiv der Welt.

Screenshot

Sammlungszentrum und Stadtarchiv Hannover am neuen Standort eröffnet

https://www.hannover-entdecken.de/sammlungszentrum-und-stadtarchiv-am-neuen-standort-eroeffnet/

„Das Sammlungszentrum beherbergt aktuell rund 18 Regalkilometer mit Schriftgut und Büchern aus Stadtarchiv, Gebäudemanagement und Stadtbibliothek sowie mehrere Hunderttausend Objekte der Museen für Kulturgeschichte, des Sprengel Museums Hannover und des städtischen Kunstbesitzes.“

Erbärmlich: Stadtarchiv Worms ohne Permalinks

Vor Jahren notierte ich mir in einem GoogleDoc über Jakob Beyrlin einen Link zur Deutschen Digitalen Bibliothek, weil ich davon ausging (vielleicht dogar davon ausgehen durfte), dass dieser dauerhaft sein würde. das Stadtarchiv Worms sah sich außerstande, zu helfen, denn die früheren URLs der DDB sind nicht dokumentiert.

Ich hatte natürlich mit gutem Grund die DDB gewählt, denn das miese Augiasprogramm, das hunderte Archive mit seiner Leimrute geködert hat, stellt keine Permalinks zur Verfügung. Rasch konnte ich bei der Systemstelle der auswärtigen Chroniken (Abt. 200, B) die gesuchte Handschrift wiederfinden. Die Mitarbeiterin des Archivs hatte sich erst gar nicht die Mühe gemacht, nach Beyrlin zu recherchieren und auf einen Blick ins Findbuch verzichtet. Dort hätte sie statt Jacobus Beyrlin unter Nr. 52 gefunden:

1. Jacobus Beverlin: Klein Franckreichs vornehmster Urältesten Flecken, Dörffer, Schlösser Ursprung, Antiquitäten, Gerchtsamen und Privilegien, ex Jodoci Sebeloyni Frany de Uniisseluii, Caroli Magni Connestablii corpore antiquitatum descripta (S. 1 – 164) 2. Genealogia, vom Ursprung des hochlöblichen uralten Churfürstl. Hauses der Pfaltzgrafen bey Rhein 332 – 1612 (S. 164 – 210)

Einschlägig ist auch die nächste Nr. 53: “Wie König Dagobrechtus [Dagobertus] Quintus in Klein Franckreich, so er Austrasiam nennet all sein macht, Reichthum, Guth, Land und Leuth […] seines Reichs vergabt, verschenkt und in seinem Testament exquirt worden und was ihne darzu bewegt habe; Antiquitates quaedam Austrasiae ex Johannii Agricolae Roberti Imperatoris Camersecretarii Klein frankreich”.

Verwandt ist zu Nr. 53 https://www.archive.nrw.de/ms/search?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_7E7885D9-5A7B-4B99-AB3C-7645239993BE. Auch dort heißt der Autor Beverlin, die Quellenangabe lautet: “e Jodoci Sabelogni Franq: de Vuijssenlung Caroli Magni connestablii”. Bei der Beschreibung der heutigen Hs. 4 des Geheimen Hausarchivs (Hinweis) zitiert Rockinger (GBS) aus Cgm 2845 “ex Jodoci Sabelogni de Wysssenburg”. Eine Handschrift des Leander van Ess: “Sebatoyni de Vuysselung” (GBS, später an Phillipps). Usw. Siehe auch Klein.

#fnzhss

Zerbst: Archivführung kostet 724 Euro (eigentlich)

“Neu eingeführt wird eine Gebühr für Führungen im Stadtarchiv. Diese beläuft sich auf 5 Euro pro Person. Die Höhe begründet sich aus dem Angebot an Führungen – thematisch wechselnd oder individuell angepasst an die Gruppe – sowie dem damit verbundenen Aufwand. Je nach Inhalt und Ausführung dauern die Führungen zwischen 45 und 90 Minuten, wobei diese auch in Kombination beider Archivstandorte – auf der Breite und auf der Schloßfreiheit – durchgeführt werden können, wie in der Beschlussvorlage erläutert wird. Darin bleibt nicht unerwähnt, dass basierend auf der Kalkulation für die Jahre 2025 bis 2027 eigentlich eine kostendeckende Gebühr von beachtlichen 724,61 Euro pro Person zu erheben wäre.”

https://www.volksstimme.de/lokal/zerbst/neue-gebuhrenordnung-furs-zerbster-stadtarchiv-was-besucher-jetzt-wissen-mussen-4169139

Was ist das denn für ein absurder Mondpreis?