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Gärtner legt Dänemarks größten Wikingerschatz frei

https://www.nordisch.info/archaeologie-geschichte/gaertner-legt-daenemarks-groessten-wikingerschatz-frei/ via OE

https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/entdeckung-daenemarks-groesster-silberschatz-aus-der-wikingerzeit/2342925

https://nordjyskemuseer.dk/havearbejde-afsloerer-danmarks-stoerste-vikingesoelvskat/

#numismatik

Norwegischer Sportler stiftet seltenen Druck der Stadtbibliothek Byrne

https://www.bbc.com/sport/football/articles/c1j70ee87n3o

In der Presse ist irrtümlich von einem Manuskript oder dem einzigen erhaltenen Exemplar die Rede. Es gibt aber von USTC 302451 10+ Exemplare in institutionellem Besitz.

Digitalisate:

https://archive.org/details/den-kbd-pil-130018151651-001/page/n14/mode/2up

https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10179254-9

#buchgeschichte

Ergänzungen und Korrekturen zu ORDA16 (Teil 2)

 

https://cinquecentine.wordpress.com/2026/08/02/erganzungen-und-korrekturen-zu-orda16-teil-2/

Es geht auch hier, wie in Teil 1, um das Online-Repertorium Deutsche Antikenübersetzung 1501–1620 (Orda16)

Der Beitrag enthält die folgenden Teile:

Fehlende bibliographische Nachweise

Ausgaben im VD16, die übersehen wurden, während andere Ausgaben des gleichen Titels in ORDA16 verzeichnet sind.

Ausgaben, die in ORDA16 zwar vorhanden sind, bei denen aber nicht die Hauptnummer angegeben ist, sondern die eines beigedruckten Texts.

Korrekturen

Ergänzungen

Dubletten

Fälle, bei denen unklar ist, ob hier Übersetzungen vorliegen

Antike Autoren, deren Schriften möglicherweise angezweifelt werden

#Buchgeschichte

 

Papstsiegel in Estland gefunden

OE spürte zwei Meldungen auf:

https://news.err.ee/1610078200/archaeologists-find-papal-seal-in-a-courtyard-in-central-tallinn

Stephan Hartmann
Bei Ausgrabungen gefunden: Wie kommt ein 700 Jahre altes Papst-Siegel nach Estland?
Neue Osnabrücker Zeitung (noz.de), 21.7.2026 Paywall

„Bei Ausgrabungen im Zentrum von Tallinn [Reval] sind Archäologen auf einen Fund gestoßen, den es in Estland so noch nie gab: ein päpstliches Siegel aus dem Mittelalter. […]
Archäologen haben in Tallinn eine seltene päpstliche Bulle aus dem 14. Jahrhundert entdeckt. Das Siegel, das Papst Clemens V. (verstorben 1314) zugeordnet wird, gilt als der erste archäologische Fund dieser Art in Estland.
Die Ausgrabungen begannen bereits im vergangenen Jahr im Innenhof eines Bürogebäudes aus der Sowjetzeit. Jetzt stießen die Experten auf das historische Bleisiegel, das einst wichtige päpstliche Dokumente beglaubigte.
Der Archäologe Mihkel Tammet bezeichnete die Entdeckung als sensationell für den estnischen Kontext. Das Objekt füge sich in die mittelalterlichen Funde von Keramiken und anderen Einzelstücken ein, die an diesem Ort gesichert wurden.“

#sphragistik

Ergänzungen zu ORDA16 (Teil 1)

Das Online-Repertorium Deutsche Antikenübersetzung 1501–1620 (Orda16 )  war bisher ein work in progress. Seit etwa anderthalb Jahren sind aber keine neuen Titel mehr eingegeben worden. Es ist anzunehmen, dass der jetzige Stand erst einmal so bleibt, wie er ist. Da das Ziel erklärtermaßen Vollständigkeit für den vorgegebenen Zeitraum ist, wird es sicher noch Updates geben, aber man weiß nicht, wann.

Daher die Idee, einige zusätzliche Titel und Korrekturen zusammenzustellen.

https://cinquecentine.wordpress.com/2026/07/18/erganzungen-zu-orda16-teil-1

#Buchgeschichte

 

Über Probleme, die das VD16 mit dem Zwickauer Dichter Georg Thym hat

https://cinquecentine.wordpress.com/2026/06/15/uber-probleme-die-das-vd16-mit-dem-zwickauer-dichter-georg-thym-hat/

 

Es geht um Georg Thym und um den Namen Georg Klee. Außerdem um ein oft gedrucktes Gedicht von Thym, das in der Forschung bisher nicht beachtet wurde. Und um die Rolle, die das VD16 dabei spielt.

#Buchgeschichte

Das Stammbuch der Theresia Migyelka

Von Lajos Adamik, Inscriptiones Alborum Amicorum

Das im Literarischen Archiv der Slowakischen Nationalbibliothek unter der Signatur snk44 YYY 13 aufbewahrte Album amicorum anonymer Urheberschaft („pamätník nezistenej osoby”, siehe die Beschreibung zum Digitalisat: DIKDA, Registrierungspflicht) enthält 26 Einträge, die zwischen dem 20. Sept. und 2. Okt. 1798 in Eperjes (slow. Prešov) datiert sind, einen einzigen Eintrag aus Nagyszabos (slow. Slavošovce, bis 1932 Veľká Slaboška), datiert auf den 20. Oktober 1801, und schließlich vier, teils undatierte Einträge, die allesamt im Spätherbst 1806 in Vichodna (slow. Východná) entstanden sein dürften.
Die Einträge aus dem Jahr 1798 richten sich an eine Schülerin bei ihrem Abschied von der Schule. Neben dem Apotheker Johann Samuel Gertinger, der in der Beschreibung zum Digitalisat als nennenswerter Einträger hervorgehoben ist (zu ihm s. BLS III, 125, DIKDA, sowie Wikipedia), seiner Frau Maria Elisabeth (∞2.10.1781, FS) und wohl ihrer erstgeborenen Tochter Maria Elisabeth (*23.08.1782, FS) trugen noch weitere prominente Mitglieder der evangelischen Gemeinde der königlichen Freistadt Eperjes zum Gedenkbuch bei:
– der Goldschmied Paul Szakmáry (über ihn und sein Siegel an einer Zuckerdose s. den Aufsatz von András Grotte, Művészettörténeti Értesítő 1997/3-4, 207-220, hier: 214, MTAK.HU), seine Frau (Anna) Rosina, geb. Roll (∞08.02.1779, FS) und ihre Töchter (Maria) Rosina und (Maria) Sophia
– Andreas Mayer, Lehrer und Konrektor, ab 1803 Rektor der evangelischen Schule von Eperjes[1] und seine Frau Maria (∞22.11.1790, FS – „bey uns aufgebothen u. in Caschau a R. Sam Sonntag  copuliert worden mit Jungfer Maria, Rev.  Dni Johannis Greskovits, Min. Slavorum in Caschau, einziger Jungfrau Tochter”; die Taufen der Kinder wurden dann im Kirchenbuch der slowakischen evangelischen Gemeinde von Eperjes eingetragen)
– Susanna Elisabeth Sennowitz, die Frau des Lehrers in der Mädchenklasse Matthias Sennowitz[2]
– Johann Kmetty, damals selbst Schüler von Andreas Mayer, später Pfarrer in Verbic (slow. Vrbica; Ordination 1807, Hungaricana)
– Elisabetha Ludovika Petry, Ehefrau des Schullehrers Thomas Petry und ihre Tochter Karolina, und noch einige mehr.
Hinter dem Monogramm M. S. verbirgt sich wohl Martin Szontagh, Mitglied einer weit verzweigten Adelsfamilie aus dem Zips, in den Annales Evangelicorum 1794 als als Lehrer der Knaben und Mädchen in der Schule von Eperjes  genannt („Classis nationis germanica pueri puellaeque sub institutione viri humanissimi, Martini Szontag, ad lecturam, scripturam, arithmeticam, historiarum biblicarum notîtiam, & religionem ducentur”, Hungaricana).
Die vollständige Liste der Einträger soll demnächst in unserer Datenbank und im Repertorium Alborum Amicorum erfasst werden.

Wer war also die Adressatin der Widmungen, die im Herbst 1798 die Schule von Eperjes verließ?
Nun, der evangelische Pfarrer von Nagyszabos, Johann Pauer (Ordination 1790, Hungaricana), der seine Worte „seiner werthesten Schwägerin” widmet, war mit der Tochter Susanna seines Kollegen Johann Migyelka[3] verheiratet (∞27.06.1791 in Szielnic, slow. Liptovska Sielnica, FS), während Jacob Hrobony, der evangelische Pfarrer von Vichodna, wo die letzten Einträge im Gedenkbuch zu verorten sind, 13 Jahre später Susannas Schwester Theresia  heiratete (∞24.09.1804, FS).[4] Bei der Taufe ihres ersten Kindes (27.10.1806, FS) standen drei katholische Adelige aus der Umgebung Pate: Paul Okolitsany von Okolicsnó (slow. Okolicna) sowie das Ehepaar Johann und Agnes Podhorszky von Hibbe (slow. Hybbe) – kein Zufall also, dass letztere in ihrem Eintrag vom 27. November desselben Jahres der Halterin und ihrem Ehemann ein langes und glückliches Leben wünscht. Jene Nannette Podhorszky wiederum, die gleich drei Seiten im Stammbuch mit Versen füllte, dürfte die 1789 geborene Tochter Anna Maria Magdalena dieses Ehepaars gewesen sein (Taufe 23.04.1789 Hibbe, FS), die 1809 einen Hofbeamten aus Prag heiratete (∞24.10.1809 Hibbe, FS).
Der Wunsch der Taufpatin ist durchaus in Erfüllung gegangen. Jacob Hrobony starb nach 54 Jahren im Dienst seiner Kirche, mit 81 Jahren am 29. März 1853 in Szielnic (FS, Bild 161) –  er hatte 1819 das dortige Amt von seinem Schwiegervater übernommen, und bei dessen Tod ein Jahr später würdigte er ausführlich die Laufbahn seines Vorgängers  (I. Kirchenbuch der evangelischen Gemeinde Szielnic, Sterberegister S. 97, FS). Theresia Migyelka überlebte um vier Jahre seinen Ehemann (†16.07.1857, FS, Bild 176).
Man kann nur bedauern, dass sie ihr Gedenkbuch nach der Geburt des ersten Sohns für immer beiseitelegte. Denn ihre Urheberschaft an dem Büchlein dürfte nach all dem hier Gesagten nicht mehr im Zweifel stehen. Wenn der Eperjeser Lehrer Martin Szontagh im Vierzeiler, den er dem „Handbuch für Mädchen von reiferm Alter” entnimmt (GB), das Wort „Mädchen” durch „Theres” ersetzt, bestätigt er ebenfalls diese Urheberschaft.
In Kenntnis der Halterin und ihres Alters (*27.11.1783, FS) können wir noch einen weiteren Kreis der Inskribenten erkennen: den der Mitschülerinnen in der Eperjeser Mädchenklasse. Zu ihnen dürfte gehören jene „N. N.“, für die „Schulbekanntschaft“ eine feste und dauerhafte Freundschaft darstellt, dann die mit Theresia Migyelka ungefähr gleichaltrige Tochter des Eperjeser Riemers Samuel Botyko (*07.05.1784. FS), die sich neben ihrer Mutter Rosina (∞31.07.1781 Kassa, FS), eine geborene Mihoky, und ihrer knapp zwei Jahre jüngeren Schwester Susanna (*27.03.1786, FS) im Stammbuch verewigte. Ungefähr gleichaltrig mit der Halterin war auch Johanna Pauer, am 30. 11.1784 als Tochter des Eperjeser Kaufmanns Gottfried Pauer geboren (FS). Bei Namen, die sich in Eperjes nicht nachweisen lassen (Sophie Pottornyay, Julianna Ratz und Luise Textoris – letztere vielleicht die am 10.11.1785 in Lőcse, slow. Levoča, geborene Tochter des Kaschauer „adjuratus mathematicus“ Johann Textoris, FS), können wir Ähnliches, auch und vor allem in Ermangelung einer Schulmatrikel, nur vermuten.
Die eingeklebte Landschaftszeichnung gegenüber dem Eintrag des Goldschmieds Paul Szakmáry sowie die drei anderen Bildbeigaben  – ein frommes Blatt des Nürnberger Künstlers Johann Georg Remmele und zwei galante Stiche seines Prager Kollegen Johann Balzer – passen gut zur Zeit und zum Geist der Einträge. Ob das sich auch für die beiden Illustrationen am Schluss des Gedenkbuchs, einmal signiert von „Ignatz Abrahamfy” und mit der Abkürzung „D. M.”, das zweite Mal nur mit dem Monogramm I. M. und demselben, vermutlich als „donavit monumentum” aufzulösenden Kürzel versehen, behaupten lässt, ist insofern etwas unsicher, als die Jahreszahl nach dem ersten „D. M.” auch als 1789 gelesen werden könnte, und dann würden diese zwei individuell geschmückten Seiten aus dem zeitlichen Rahmen des Stammbuchs fallen. Die zweite Zahl jedenfalls wurde vom Schreiber selbst korrigiert. Der Goldschmied Michael Abrahamides/Abrahamfy und sein Sohn Ignaz, 1775 in Pest geboren (FS), sind in der einschlägigen Literatur bekannt (Dr. Kapossy János: Magyarországi ötvösök a XVIII-XIX. században, in: Levéltári Közlemények, 11. (1933) 3–4, 253, 271, Hungaricana). War der im Jahr 1799, damals 24 Jahre alt, als Lehrling im Land unterwegs?[5] Das könnte seinen bildnerischen Beitrag zum Gedenkbuch der Pfarrerstochter erklären.

 

Theres! Willst Du glücklich seyn?
Mit diesem altväterischen Spruch des weises Syrach … empfiehlt sich der theuren Freundschaft seiner werthesten Schwägerin…
Seut lang ein Glückliches paar / Ein Bielt beglückder Ehe…
Nur fleisig holdes Kind! du lernst die Flöte schon…
Ignatz Abrahamfy D. M. 1799

 

[1] Zu Mayer siehe den Eintrag im im IV. Band des Slovenský Biografický Slovník, 125 (DIKDA).  – Die Herausgeber der Schulmatrikel bieten einen ausführlichen Überblick über die Geschichte der Schule: Durovics Alex u. Kónya Péter, Az eperjesi kollégium felsőfokú hallgatói, Budapest 2015, MTAK.HU.

[2] „In der Mädchenklasse, die aus 57 Schülerinnen bestand, unterrichtete Matúš Szenowitz. Der Unterricht der Mädchen konzentrierte sich auf Fächer wie Religion, Kirchengeschichte, Deutsch und Ungarisch, Geografie, Physik, Naturwissenschaften, Arithmetik, Rechtschreibung, Psychologie, ungarische Geschichte sowie Allgemeine Geschichte. Die Mädchen wurden dazu angeleitet, ihr Gedächtnis, ihre Begabungen sowie ihre Besonnenheit zu schulen und handwerkliche Fertigkeiten zu erlernen” – schreibt Gabriela Ol’šavská in ihrer Abhandlung über das evangelische Eperjes im 18./19. Jahrhundert (Evanjelici v Prešove v 18. a v prvej polovici 19. storočia, Prešov 2018, 79), hier in Deepls Übersetzung wiedergegeben.

[3] 1768 in Zsegnye, slow. Žehňa, ordiniert (Hungaricana), kam er von dort zuerst nach Komlóskeresztes, slow. Chmeľov, und von hier nach Szielnic, wo er von 1783 bis 1819 Pfarrer war.

[4] Zu Jacob Hrobony (Ordination 1799, Hungaricana) und seiner Familie siehe vor allem den Aufsatz von Zdenko Ďuriška: Pôvod A príbuzenské vzťahy Hroboňovcov, in: Genealogicko-heraldický hlas Jg. 5 (1995) Nr. 1, 81-29 (DIKDA), hier 18-20, 22-24 u. 27-28. – Über den Schwiegervater wird auf S. 22 berichtet.

[5] “1803 erhält er seine Meisterzeichnung (einen Kelch), 1807 einen letzten Aufschub für die Fertigstellung des Meisterstücks, 1815 noch einmal erwähnt, 1828 gestorben”, steht über ihn in einem Verzeichnis Pester Gold- und Silberschmiede (Horváth Henrik, Szentpéteri József ötvöművész művészete, in: Budapest Régiségei, Jg. 12 (1937, 252,  Hungaricana).

 

 

Wachstafelbuch (13./14. Jahrhundert) in Latrine in Paderborn gefunden

https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=63721

https://www.lz.de/owl/24331444_Im-Mittelalter-ins-Klo-gefallen-Sensationelle-Entdeckung-an-Paderborner-Baustelle.html

Azf weitere Artikel wies OE hin. [23.5.2026 MS: https://www.derstandard.de/story/3000000321172/verblueffend-gut-konserviertes-notizbuch-aus-mittelalter-toilette-gefischt#]

Siehe hier: https://archivalia.hypotheses.org/?s=wachstafel

Leider nur in einem kleinen Teil online die maßgebliche Studie von Wozniak: https://www.academia.edu/63438234/

Den ältesten erhaltenen Bleistift verlor vor 400 Jahren ein schwäbischer Zimmermann

https://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/den-aeltesten-bleistift-verlor-vor-400-jahren-ein-deutscher-zimmermann-37369954.html ohne nähere Angaben zum Fundort und heutigen Standort

https://de.wikipedia.org/wiki/Bleistift

#palaeographie