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Norwegischer Sportler stiftet seltenen Druck der Stadtbibliothek Byrne

https://www.bbc.com/sport/football/articles/c1j70ee87n3o

In der Presse ist irrtümlich von einem Manuskript oder dem einzigen erhaltenen Exemplar die Rede. Es gibt aber von USTC 302451 10+ Exemplare in institutionellem Besitz.

Digitalisate:

https://archive.org/details/den-kbd-pil-130018151651-001/page/n14/mode/2up

https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10179254-9

#buchgeschichte

Archives in Colombia, cultural heritage and legal history

https://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2026/08/26/archives-in-colombia-cultural-heritage-and-legal-history/

Otto macht auf seine Liste digitalisierten Archivguts weltweit auf Zotero aufmerksam:

https://www.zotero.org/groups/2704510/a_repertory_of_digital_archives/library

#rechtsgeschichte

KI-Plagiate in Veröffentlichungen von Prof. Thomas Söbbing

https://cdn-assetservice.ecom-api.beck-shop.de/productattachment/readingsample/16284686/22280_my58_beleg_zentho%C2%A8fer.pdf (Zenthöfer)

https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_S%C3%B6bbing#Plagiatsvorw%C3%BCrfe

3.9.2026 https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/thomas-soebbing-ruecknahme-fachbeitraege-plagiatsvorwurf-ki-missbrauch-vorwurf

Bayern gewährt Bürgern Einsicht in Gerichtsentscheide nur, wenn diese nicht älter als fünf Jahre sind

Für Infos über diese Info der FAZ (Zenthöfer) müssen Bürger zahlen:

PAYWALL – PAYWALL – PAYWALL

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/bayern-buerger-muessen-fuer-einsicht-in-gerichtsurteile-zahlen-accg-201138517.html

Mitarbeiter: Amazon zerstört Tausende Bücher – offenbar für KI-Training

https://www.chip.de/news/business/amazon-zerstoert-offenbar-tausende-buecher-fuer-ki-training-ein-mitarbeiter-packt-aus_fd359dbc-59c5-4627-93f4-ca31fa4b5c25.html

Update zu https://archivalia.hypotheses.org/266034

Die Bibliothek des Schlossherrn von Randegg, Hans von Schellenberg, Herr zu Hüfingen, Staufen und Randegg (1551-1609)

https://doi.org/10.57962/regionalia-28464

Der Beitrag (Hegau 2010) über die Adelsbibliothek wertet die Korrespondenz mit Johann Jakob Rüeger in Schaffhausen aus. Ob es irgendwo Reste der Sammlung gibt, erfährt man nicht.

Beitrag: Deutsche geistliche Handschriften in einem Katalog des Augsburger Antiquariats Fidelis Butsch 1847

https://maniculae.de/index.php/maniculae/article/view/104 bzw. später https://doi.org/10.21248/maniculae.92

Heute erhielt ich die Mitteilung über die Veröffentlichung. Am 1. August hatte ich das Manuskript Jürgen Wolf übermittelt, der es am 3. August der Redaktion weiterleitete. Das wertvolle Peer Review war schon am 8. August absolviert.

Der Beitrag identifiziert, anknüpfend an den Hinweis vom 15. Oktober 2025 https://archivalia.hypotheses.org/239790 die meisten der 40 geistlichen deutschen Handschriften im Katalog XXIII der Augsburger Antiquariatsbuchhandlung Fidelis Butsch 1847.

Schlagworte: Handschriftenhandel, Buchhandlung Fidelis Butsch Augsburg, Chorfrauenstift Inzigkofen, Dominikanerinnenkloster Medingen

Mechthild von der Pfalz und die Literatur an ihrem Rottenburger Hof

Der in der Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 84 (2025), S. 83-99 (die Marburger Professorin, die ihn schrieb, bleibe ungenannt) erschienene Aufsatz ist ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte: mit schlechter Literaturkenntnis die gleichen Quellen ergebnislos hin und her wendend, neue Funde dabei ignorierend.

Püterichs Bücherkatalog: 2015 stellte ich eine bessere Überlieferung vor, Frank Fürbeth edierte sie 2020: https://www.handschriftencensus.de/25502.

2015 schrieb ich: “1991 hatte Felix Heinzer auf ein wichtiges Zeugnis aufmerksam gemacht, das leider nur in Zusammenfassung durch Martin Crusius erhalten ist: ein 1468 entstandenes deutschsprachiges Reimpaargedicht ‘Pfauenherz’ (“Pfowenhertz”) eines Autors, der sich als Sohn des Dichters Hermann von Sachsenheim zu erkennen gibt (möglicherweise der Hirsauer Mönch Michael von Sachsenheim). Es rühmt die Tugenden Erzherzogin Mechthilds. Anscheinend hat die literaturwissenschaftliche Forschung keine Notiz von diesem Hinweis genommen.” Das gilt auch hier.

Theoderich überdauerte in der Dietrichdichtung

https://www.fr.de/kultur/literatur/theoderich-der-grosse-stirbt-vor-1500-jahren-und-wird-in-vulkan-gestossen-94464508.html

#heldensage

Nachtrag:

https://www.welt.de/geschichte/article6a8fdfda14f40f555e0a3159/ostgotenkoenig-theoderich-die-ungeheure-groesse-des-gemetzels-verkuendete-den-vollstrecker.html

Visuelle Kultur im Spätmittelalter: Bildtafeln für den Türkenkrieg (um 1480)

In einem undatierten “Memorandum über die Kriegsführung gegen die Türken” wird vorgeschlagen, man solle in allen Stadt- und Landpfarrkirchen Opferstöcke aufstellen und das Volk an allen Feiertagen mit Ablassverkündung auffordern, für den Türkenkrieg zu spenden. Dazu soll man verordnen zwei oder drei “getrew seßhafft burger, die umb gen sollen mit taffeln, daran soll gemallt sein Christus der herr, in dem lufft swebend und darundter die verfluchten thurcken, wie sie gefangen furen crystn gebunden, frawen und man, auch die kinder”.1 Die Sammler sollen sprechen: Gebt durch Gottes Willen zur Rettung der Glieder Christi. Nach der Messe sollen sie eilends das gesammelte Geld öffentlich in die Opferstöcke schütten. Diese sollen ebenfalls mit dem erwähnten Bild Christi versehen werden.

Die (in den Geschichtsquellen leider vermisste) Denkschrift wurde aus der Überlieferung in “Mein Buch” des brandenburg-ansbachischen Rats Ludwig von Eyb des Älteren2 (Staatsarchiv Nürnberg, Fürstentum Ansbach, Herrschaftliche Bücher Nr. 17, Bl. 131r-139r) 2002 von Matthias Thumser herausgegeben, nachdem schon 1915 Nicolae Iorga Auszüge aus der gleichen Vorlage publiziert hatte.3 Bislang unbeachtet blieb eine zweite Überlieferung in der um 148o in Nürnberg entstandenen Handschrift in Gießen, Universitätsbibliothek, Hs. 329, Bl. 28r-33.4 Ihr fehlt der Schluss des Textes (die letzten drei Abschnitte).5 Für eine von Thumser 1997 erwogene Beteiligung Eybs ist nichts ersichtlich, in der Edition spricht er von einem Anonymus. Seine Zuweisung an das Umfeld des kaiserlichen Tags in Nürnberg 1480 ist plausibel, aber hypothetisch. Die Datierung um 1480 wird von der Datierung der Gießener Handschrift gestützt.

Die Literatur zum Text ist überschaubar. Außer einem Aufsatz des Editors Thumser 19976 fand ich nur eine Inhaltsangabe (nach Iorga 1915) bei Antje Foresta.7

Auf das Zeugnis zu den Bildtafeln ging kurz ein Daniela Rando 2005.8 Mit dem bildlichen Hinweis auf christliche Männer, Frauen und Kinder, die in die Gefangenschaft (Sklaverei) geführt wurden, lud das Memorandum die Spendenkampagne emotional auf, indem es anti-türkische Feindbilder bediente.

Transportable Bildtafeln, die bei dem Opfergang im mittelalterlichen Gottesdienst eingesetzt wurden, sind mehrfach bezeugt, entnimmt man einem Aufsatz von Renate Kroos.9 Auch spezielle Opfer für die Türkenkriege, wie sie das Memorandum fordert, muss es tatsächlich gegeben haben. Kroos verweist auf ein Kircheninventar des Doms von Siena 1467, in dem ein neuer Opferstock mit Bildern aus der Geschichte der Türken erwähnt wird.10

#forschung

Ein Bettler sammelt mit einer Statuette der Hl. Barbara (Hans Burgkmair, 1502, Ausschnitt Commons)

  1. Zitat aus der Gießener Handschrift, Bl. 33v (UB Gießen). Varianten in der Ausgabe von Matthias Thumser: Ludwig von Eyb der Ältere (1417-1502): Schriften (2002), S. 451-463, hier S. 461: “sesßburger”; “wie gefangen”. []
  2. https://geschichtsquellen.de/autor/2234. []
  3. Nicolae Iorga: Notes et extraits pour servir à l’histoire des croisades au XVe siècle 5 (1915), S. 88-96 (GBS). []
  4. Handschriftencensus; Beschreibung von Ulrich Seelbach 2007 (UB Gießen): “Anschlag wider die Türken”. Vergleichbare Türkenkrieg-Anschläge stellte zusammen Frieder Schanze. In: Verfasserlexikon 2. Auflage 9 (1995), S. Sp. 1164-1167. []
  5. Thumser 2002, S. 462. Die laut Randbemerkungen in Unordnung geratene Abschrift weist Blattverlust auf. []
  6. Matthias Thumser: Türkenfrage und öffentliche Meinung. Zeitgenössische Zeugnisse nach dem Fall von Konstantinopel (1453). In: Europa und die osmanische Expansion im ausgehenden Mittelalter (1997), S. 59-78, hier S. 64-68 (duncker-humblot). []
  7. Antje Foresta: Sebastian Brant als Historiker. Zur Perzeption des Reichs und der Christenheit im Schatten der Osmanischen Expansion. Dissertation Freiburg i. Br. 2004, S. 154f. (Freidok). []
  8. Daniela Rando: Antitürkendiskurs und antijüdische Stereotypen. Formen der Propaganda im 15. Jahrhundert am Beispiel Trient. In: Osmanische Expansion und europäischer Humanismus = Pirckheimer-Jahrbuch 20 (2005), S. 31-52, hier S. 44f. []
  9. Renate Kroos: Opfer, Spende und Geld im mittelalterlichen Gottesdienst. In: Frühmittelalterliche Studien 19 (1985), S. 502-519, hier S. 507f., 509-511 (MGH ohne die Tafeln). []
  10. Jules Laberte: L’église cathédrale de Sienne […] (1868), S. 28 (GBS). []