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Verlagskrise

http://de.wikisource.org/wiki/Ketzereien_zum_Büchertag

Wikisource eröffnet mit einem bissigen Kommentar von Carl von Ossietzky (gest. 1938) zu einem Tag des deutschen Buches 1929 aus der “Weltbühne” eine kleine Reihe von Texten dieses am 1.1.2009 gemeinfrei gewordenen Autors.

Zitat:

“Hinzu kommt, daß der Verlagsbuchhandel, der sich so willig dem sagenhaften Rhythmus der Zeit anvertraut, nach seiner ganzen Art sehr konservativ ist. Von welch unüberbietbarer komischer Kraft ist nicht dies sein Börsenblatt, wo tummeln sich mehr Irish bulls als dort? Der in Leipzig residierende christliche Buchhandel ist vor allem auf seine Tradition stolz, dazu gesellt sich auch ein geist-politisches Rückschrittlertum, das sich kein Stand gestatten sollte, der jene Güter verwaltet, die Vergangenheit und Zukunft verbinden.”

Diese konservative Grundeinstellung beobachtet man auch beim heutigen Börsenverein, der Open Access für Teufelswerk hält und beispielsweise nicht daran denkt, ein attraktives Angebot von Digitalisaten zur Buchhandelsgeschichte ins Netz zu stellen.

Klaus Graf
Klaus Graf
Historiker und Archivar, Blogger

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (7. Januar 2009). Verlagskrise. Archivalia. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/bwfg


2 Gedanken zu „Verlagskrise“

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