Nicht nur dwdl ist wenig überzeugt:
Gäbe es hierzulande Antipreise wie die „Goldene Himbeere“ für missratene Horrorfiktionen: Diese hier wäre in jeder Kategorie favorisiert.
Und epd mäkelt:
Mittelalter, Mittelerde, Sagen und Märchen, schwarzafrikanische “Witch Doctors”, Flüche, Kindesmissbrauch, Patientinnenmissbrauch, Architektenpfusch, Affären, Alkoholmissbrauch – hier wird alles zur Horrormischung verwurstet.
#erzählforschung
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (31. Dezember 2024). ZDF-Horrorserie über Rattenfänger von Hameln. Archivalia. Abgerufen am 14. August 2026 von https://doi.org/10.58079/13013
Man findet in der Serie:
– die Fragmentierung der Wahrheit
– die Subervsion von Erwartungen
– die Konstruktion von Narrativen
– Intertextualität (Diskursverschränkungen)
– das Spiel mit der Realität
– die Diversität der Stimmen (vom frühen Spätmittelalter bis zur Generation Z)
– Medialisierung (modernste Technik) und Performativität (hochprofessionelle Überbetonung der Darstellung, Reduzierung der Realität)
Kurz: Den üblichen postmodernistischen Mischmasch
Auch Dummheit hat geistige Grundlagen: Dehnung der Handlung bei gleichzeitiger Minimierung des Inhalts. Früher stritt man sich über “falsch” und “richtig”, “gut” und “böse”, um auf niedrigem oder gehobenem Niveau zu einem vernünftigen oder unvernünftigen Ergebnis zu kommen. Heute mischt man alles zusammen, um nach viel Worten zu keinem Ergebnis zu kommen. Ist das die inoffizielle Herrschaftsdevise auf kulturellem, medialen und politischen Gebiet? Offensichtlich.