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Wenn es keine passende Open-Access-Zeitschrift gibt, kann BISON auch keine finden

https://www.tib.eu/en/tib/news-and-events/news/details/how-can-i-find-the-right-open-access-journal-for-my-publication-beta-version-of-bmbf-project-bison-now-online

Irgendein brauchbares deutschsprachiges Organ für die Geschichtswissenschaft (ohne thematische Eingrenzung) existiert nicht.

Klaus Graf
Klaus Graf
Historiker und Archivar, Blogger

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (22. April 2022). Wenn es keine passende Open-Access-Zeitschrift gibt, kann BISON auch keine finden. Archivalia. Abgerufen am 14. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/cfvf


Ein Gedanke zu „Wenn es keine passende Open-Access-Zeitschrift gibt, kann BISON auch keine finden“

  1. Dass wir hierzulande in manchen Dingen “hinten” sind, ist keine Verschwörungstheorie, sondern bittere Realität. Die Amerikaner verstehen nicht nur wie Digitalisierung funktioniert, sie wissen auch, was die User brauchen: Leicht zugängliche, möglichst vollständige und konsequent erweiterte Datenkoropra, die möglichst simpel zu benutzen sind und andere user zur Weitergabe eigener Daten anregen. Was man NICHT braucht, sind hochkomplexe, undurchschaubare Lösungen, bei denen sich jeder die Finger bricht. Wir brauchen keine “Suchhilfen”, sondern direkt abrufbare Zeitschriften, möglichst in ihrer Gesamtheit. Punkt. DIGIZeitschriften, JSTOR oder vergleichbare Projekte? Für unsere Zwecke uninterssant, weil datenmäßig viel zu schwach aufgestellt.
    Was wäre denn z.B. dabei, wenn sich die deutschen wissenschaftlichen Zeitschriften einmal ernsthaft zusammentun, die ohnehin ihre Bände in bestimmten Zeitabständen ins Netz stellen, um eine gemeinsame Plattform zu gründen? Das würde andere Journale (mit ein bisschen staatlicher Anregung) anregen, ebenfalls mitzumachen und über die Zeit würde kaum eine Zeitschrift darauf verzichten wollen, eine solche Plattform zu nutzen. So sieht Pragmatismus aus. Jeder User würde nach drei Klicks sämtliche Journale bequem aufrufen können. Nie wieder archive org oder google books.

    Was macht man hierzulande? PROJEKTE. STAATLICH gefördert. SECHS, SIEBEN, ACHT Monate für die Bewilligung eines Antrags. Zwingend erforderlich: HOCHKOMPLEXE Begründungen für gute, weil einfache Ideen. JURISTISCHE Hürden. Freier Wettbewerb? Innovationsfreude? Relativ wenig. An Open-access- Recherchehilfen und Repositorien fehlt es nicht, sondern am Verständnis dafür, wie erfolgreiche Netzangebote funktionieren. Dass hier google und Co. eindeutig im Vorteil sind, ist kaum verwunderlich. Diese Einrichtungen funktionieren aufgrund überlegener Strukturen intelligenter. Google hat kapiert, wie man Daten sammelt, wir hingegen befinden uns noch im Jahr 2000. Die sind uns in der Entwicklung 20 Jahre voraus.

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