Badische Landesbibliothek Cod. Donaueschingen C III b 27. Die URN des Digitalisats ist noch nicht registriert!
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:31-417880
Die Beschreibung (2025) von Katrin Sturm (Handschriftenportal) ist grob fehlerhaft. Zum Inhalt heißt es:
Die Chronik des Klosters Inzigkofen ist überliefert in der Hs. Sigmaringen, Fürstlich Hohenzollernsche Hofbibliothek, Hs. 68; sie wurde 1525 begonnen und endet mit dem Jahr 1802. Von den ursprünglichen vier Bänden sind allerdings nur noch drei Bände vorhanden. Der erste Band der originalen Chronik ist verloren und nur in zwei Abschriften erhalten: (1) Stuttgart, Hauptstaatsarchiv, Bestand J1, Hs. 180, Bd. III, S. 344-367; (2) Stuttgart, WLB, Cod. Hist 2° 682d, S. 650–683; zu den Quellen des Inzigkofener Klosters und den Beziehungen untereinander s. Werner Fechter, Deutsche Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts aus der Bibliothek des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts Inzigkofen, Sigmaringen 1997, S. 53f. – Nach Fechter (ebd.), S. 1, fertigte Laßberg die Exzerpte für den eigenen Gebrauch an.
1. Die Chronik von Inzigkofen endet nicht 1802, sondern 1813. Die Ausgabe von Karl Werner Stein in zwei Bänden 2009 hätte genannt werden müssen.
2. Hs. 68 der Hofbibliothek enthält alle vier Bände, also auch den Text des angeblich verlorenen Band 1 in einer Abschrift des 18. Jahrhunderts. Steim beschreibt die Bände S. 29f.
3. Die genannten beiden Stuttgarter Abschriften, zu denen Laßbergs kommt, fußen auf dem in der Tat verlorenen Original von Band 1. Die kurzen Auszüge von Johann Ernst von Pflummern (1588-1635) liegen gedruckt im Diözesanarchiv von Schwaben 1905 (UB Heidelberg) und als Online-Transkription des Stadtarchivs Biberach (PDF) vor: Hauptstaatsarchiv Stuttgart J 1 Nr. 180 III, S. 344ff. Die genannte Handschrift der WLB ist davon eine Abschrift.
4. Die für Fechter angegebene Seitenzahl 53f. ist falsch. Gemeint sind wohl S. 1-3.
5. Es fehlt eine Angabe, mit welchen Nachrichten Laßbergs Abschrift endet. Das Textende betrifft den Schweizerkrieg 1499 (Ausgabe Steim S. 181). Die Auszüge reichen bis S. LXXXX seiner Vorlage.
Anzumerken ist, dass sich die Abweichungen der modernisierten Abschrift des 18. Jahrhunderts gegenüber Laßbergs Fassung für die Seiten 98–100 in Steims Ausgabe online überprüfen lassen. Ich hatte die Seiten für meinen Beitrag über Jos von Pfullendorf gescannt. Laßberg dürfte seine Vorlage getreu wiedergegeben haben. Sofern die Stelle bei ihm nicht ausgelassen wurde, empfiehlt sich ein Zitat nach Laßberg. Bei einigen Stichproben stellte ich fest, dass Laßbergs Exzerpte zwar einzelne bessere Lesarten bieten, aber wohl kaum inhaltlich Neues. Mir fiel nur auf (Hs. S. 52), dass Ursula Brisacherin Donatin heißt, was in der Ausgabe Steims S. 168 fehlt.
Die Seite enthält u.a. Buchschenkungen. Genannt werden (Fridolins) Schatzbehalter (in der Abschrift des 18. Jahrhunderts missverstanden als “Psalter”) und (Thomas Fincks) Passionstraktat.