Einige Links zum Gedenken an den Volksaufstand in der DDR bietet das Weblog von Haiko Hebig. Eine exzellente Linkliste kommt von der Bundeszentrale für politische Bildung. Wo aber sind die Internet-Angebote deutscher Archive? Hervorgehoben kann nur die vom Leiter des CDU-Archiv verfasste allgemeine Einführung (bereits von 2000).
Kategorie: Landesgeschichte
Klostersturm und Fürstenrevolution
Die öffentliche Erinnerung an die Säkularisation 1803
wird in Westfalen immer deutlicher als kritische Prüfung
dieses Schritts in die Moderne inszeniert. Das zeigt schon
der Titel der in Dortmund zu sehenden Ausstellung
«Klostersturm und Fürstenrevolution», die das Ende der
geistlichen Landesherrschaften und die Auflösung der
Klöster dokumentiert. Länderschacher, vandalistischer
Umgang mit der Architektur der Klöster, mit ihren
Bibliotheken und mit ihren Sakralgegenständen sowie die
Zerstörung der Biographien von Ordensleuten liefern den
Stoff, aus dem hier eine historische Umbruchsituation
rekonstruiert wird, schreibt Heribert Seifert in der NZZ über die Dortmunder Landesausstellung. Und: Am Ende bleibt der Eindruck von Zerstörung und Verlust, von hohen sozialen und
kulturhistorischen «Kollateralschäden» bei der Durchsetzung
der Moderne, auch wenn die Ausstellung nichts tut, um die
Zustände in den Klöstern und geistlichen Herrschaften
vor dem Reichsdeputationshauptschluss zu verklären. Das
umfangreiche Katalogbuch mit seinen sehr guten Abbildungen
liefert in seinen Aufsätzen viel Material für ein
differenziertes Urteil über die Zeitenwende von 1803. Er
ist darüber hinaus ein sozial- und kulturgeschichtliches
Lesebuch, das mit erkennbarer Sympathie für eine Lebensform
geschrieben wurde, die heute schon so fern und exotisch
wirkt, dass sie auf ein ganz neues Interesse zählen
kann.
Aus den Beiträgen des Begleitbuchs “Klostersturm und Fürstenrevolution. Staat und Kirche zwischen Rhein und Weser 1794/1803, Düsseldorf 2003) nenne ich nur die für das Archiv- und Bibliotheksgeschichte einschlägigen Studien (komplettes Inhaltsverzeichnis auf der angegebenen Internetseite der Ausstellung).
Christian Reinicke, Säkularisation und kirchliche Archive zwischen Rhein und Weser, S. 276-285 fasst seinen ausführlicheren Aufsatz im Sammelband Klosterkultur von 2002 zusammen.
(Dem Thema hatte sich schon Elisabeth Reuss, Raub oder
Sicherstellung? Das Schicksal von Archiv- und
Bibliotheksbeständen rheinischer bzw. stadtkölnischer
Einrichtungen (avec résumé français), in: Daniel Schönpflug, Jürgen Voss (Hg.), Révolutionnaires et Émigrés. Transfer und Migration zwischen Frankreich und Deutschland 1789-1806, Stuttgart (Thorbecke) 2002, S. 147-162 gewidmet.)
Hermann Josef Schmalor, Die westfälischen Kloster- und Stiftsbibliotheken im 18. Jahrhundert, S. 84-91 (v.a. Corvey).
Bertram Haller, Klosterbibliotheken nach der Säkularisation, S. 242-253 (insbesondere Böddeken, Liesborn und Soest; gestreift werden aber auch private Sammler wie – S. 252 – Christoph von Kesselstatt, Trier).
Ortsnamenforschung
Das 1999 abgehaltene Festkolloquium zu Ehren von Lutz Reichardt, dem Verfasser der baden-württembergischen Ortsnamenbücher, wurde gedruckt dokumentiert und ist bei OPUS auch online nachlesbar (PDF). Franz Quarthal lieferte einen lesenswerten Aufsatz zum Sülchgau-Heiligen Meinrad und seiner Verehrung. Reichardts Werke sind sicher ausserordentlich verdienstvoll, aber sie müssen auch kritisch überprüft werden (siehe meine Besprechung des Göppinger Bandes).
Napoleon
historicum.net präsentiert das neue Online-Lexikon ?Napoleon Bonaparte?, das einem breiten Publikum die Möglichkeit bieten soll, sich schnell über wesentliche Daten, Fakten und Begriffe rund um Napoleons Wirken und Nachwirken zu informieren.
Ausstellung “Die Ritter” in Speyer
Für die sieben Euro Eintritt darf man keine Offenbarung erwarten (leider waren heute die meisten anderen Abteilungen des Hauses geschlossen, so dass ich nicht anderweitig den enttäuschenden Eindruck ausgleichen konnte). Die Ausstellungsarchitektur ist zwar gelungen zurückhaltend und auch das Angebot für Kinder “Jumus wird Ritter” ist erstaunlich umfangreich und anscheinend attraktiv, aber wirklich faszinierende Exponate habe ich keine entdeckt. Es dominieren Waffen wie Helme und Rüstungen. Originale Handschriften sind so gut wie nicht vertreten, die Pfälzische Landesbibliothek hat stattdessen ihre Faksimilesammlung geplündert. Die Ausstellung wendet sich ohne fachliche Ambitionen an ein grösseres Publikum, desgleichen der Begleitband, der gut bebildert ist, aber wissenschaftlich ohne grössere Relevanz. Die Internetseite zeigt etliche Exponate, ist aber auch nicht überwältigend. Wie ich das Rittertum sehe, habe ich in einem Lexikonbeitrag formuliert.
Säkularisation von unten
“Säkularisation von unten betrachtet am Beispiel der Reichsabtei Zwiefalten” – dieser Aufsatz von I. Betz-Wischnath im neuesten Heft der Schwäbischen Heimat ist als Leseprobe im Volltext auf den neuen Internetseiten des Schwäbischen Heimatbunds verfügbar. Erwähnung verdient auch die Bibliographie aller in der Zeitschrift erschienenen Aufsätze 1970-2003.
Türkenbeute
Auch hier einen Hinweis wert: Das neu eröffnete sehenswerte umfangreiche virtuelle Museum zur Karlsruher Türkenbeute, unter anderem mit Informationen zur osmanischen Kalligraphie.
Kölner Buch Weinsberg
Eine der faszinierendsten chronikalischen Quellen des 16. Jahrhunderts sind die umfangreichen Aufzeichnungen des Kölner Bürgers Hermann Weinsberg, die nur in einer älteren Auswahledition gedruckt zur Verfügung stehen. Ein interdisziplinäres DFG-Projekt “Digitale Erfassung sowie historische und sprachgeschichtliche Auswertung der Aufzeichnungen des Kölner Bürgers Hermann Weinsberg (1518-1597)” am Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande
Bonn will Abhilfe schaffen und stellt im Internet schon einmal die komplette Einleitung des Liber senectutis bereit.
Zwangsarbeit in Rheinland-Pfalz
Das Institut für Geschichtliche Landeskunde baut gemeinsam mit dem Historischen Seminar, Abt. III der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit
der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
eine Homepage zum Thema “Zwangsarbeit in Rheinland-Pfalz” auf.
Bewertung: Da das Angebot im Aufbau ist, ist unter “Archivbestände” noch nichts zu finden. Die gut ausgewählten Links führen zu gehaltvolleren Seiten. Nützlich ist auch die Literaturübersicht. Unter “Forschung” können vier Aufsätze zu lokalen Themen online gelesen werden. Leider wird nicht angegeben, ob diese auch im Druck vorliegen oder vorliegen werden. Wenn man sie in HTML lesen will, ist man gezwungen, Seite für Seite durchzuklicken (die Gesamtseitenzahl ist nicht angegeben).
Die Ämter Kurtriers
Mit der Edition des sog. kurtrierischen Feuerbuchs von 1563 hat Archivdirektor Peter Brommer eine der wichtigsten Quellen zur rheinland-pfälzischen und saarländischen Landesgeschichte vorgelegt. Das Buch enthält die Aufnahme von Orten, Haushalten und Rechten sowie Einwohnern des Trierer Kurstaates nach Ämtern. Da der Autor zu jedem der 798 Orte auch die einschlägigen Quellen und weiterführende Literatur zusammengestellt hat, ist das “Brommersche Feuerbuch” als grundlegendes Kompendium der Landes-, Finanz-, Verwaltungs- und Sozialgeschichte des Raumes anzusehen.
Peter Brommer, Die Ämter Kurtriers. Grundherrschaft, Gerichtsbarkeit, Steuerwesen und Einwohner. Edition des sogenannten Feuerbuchs von 1563. (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 106) Mainz 2003, 678 Seiten, 24 Abbildungen. 43 €
Kriegserfahrungen im Zweiten Weltkrieg
Das im Volltext (PDF) auf dem Kommissions-Server/Seiten des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins vorliegende 99. Protokoll des AK für Landes- und Ortsgeschichte vom 9.3.2002 enthält zwei Vorträge (zu Feldpostbriefen und zu Kriegsgefangenenlagern).
Graubünden um 1800
Zu der Ausstellung des Staatsarchivs Graubünden in der Stadtgalerie Chur, 3. Mai bis 15. Juni: “O Diaus pertgiri!” gibt es auf ihrer Internetseite einige Texte als Downloads. 1803 wurde der Kanton Graubünden gegründet (offizielle Jubiläumsseite).
Siehe auch die gemeinsame Präsentation zu Napoleon und der Schweiz. 1803 kamen zur Eidgenossenschaft als gleichberechtigte Kantone: Aargau, Graubünden, St. Gallen, Tessin, Thurgau und Waadt (bis auf Graubünden einstige Untertanenlande).
Arbeitsgruppe ostfriesischer Ortschronisten
Die Protokolle enthalten viele archivisch relevante Hinweise.
Plagiatgeschichte
Fälschungen sind als eine alte Kulturpraxis zu betrachten – so könnte man die Schilderung in der Augsburger Allgemeinen über die entsprechenden Praktiken im Mittelalter interpretieren. Im Stuttgarter Hauptstaatsarchiv wurden bereits etliche der 105.000 Pergament-Urkunden als Fälschungen entlarvt.
Digitalisierung alter Drucke in Münster
Die ULB Münster hat bereits an die Hundert seltene alte Drucke als Faksimile im Rahmen von MIAMI digitalisiert (Dokumenttyp Historische Drucke wählen), u.a. Hübners genealogische Tabellen. Einen Schwerpunkt bilden niederländische Drucke.
Elisabeth von Nassau-Saarbrücken
Ein voluminöser Tagungsband (Kurzinformation) zur Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken (gest. 1456) verbindet landesgeschichtliche und literarhistorische Aspekte: Zwischen Deutschland und Frankreich. Elisabeth von Lothringen, Gräfin von Nassau-Saarbrücken, hrsg. von Wolfgang Haubrichs/Hans-Walter Herrmann. St. Ingbert 2002.. Für Archivare besonders bemerkenswert sind die kanzleigeschichtlichen Ausführungen, vor allem aber die von einem Mainzer historisch-germanistischen Arbeitskreis vorgelegte Edition der sog. Varsberg-Korrespondenz 1432-34 um die Burg Groß-Varsberg (Landesarchiv Saarbrücken, Nassau-Saarbrücken II Nr. 3112), 86 Schreiben, davon 24 französisch (S. 191-388). Herrmann gibt ergänzend dazu S. 125-145 ein Verzeichnis der Korrespondenz Elisabeths. Germanistische Beiträge widmen sich den vier Prosaromanen Elisabeths (siehe dazu auch eine online zugängliche Dissertation von Ulrike Gaebel 2002) . Im WWW als Preprint zugänglich ist der Aufsatz von Klaus Graf über Ritterromantik.
650 Jahre Bern in der Eidgenossenschaft
Während die karge Seite des Staatsarchivs Bern vom Jubiläum keine Notiz nimmt und die offizielle Jubiläums-Seite ebenfalls alles andere als opulent ist, verdient das Dossier des Online-Mediums http://Espace.ch ein Lob. Einen wissenschaftlichen Überblick zur Berner Geschichte bietet der bereits vorliegende Artikel Bern (Kanton) im Historischen Lexikon der Schweiz. Wichtig ist aber auch das vorbildliche Angebot DigiBern der Berner Stadt- und UB mit digitalisierten Nachschlagewerken und anderen Quellen. Archivgeschichtlich besonders relevant ist Heft 4/1940 der digitalisierten “Berner Zeitschrift”:
Fischer, Rudolf von: Ein Gang durch die alten Bestände des Staatsarchivs: 10 Seiten
Meyer, Emil: Aus der Geschichte des bernischen Staatsarchivs: 18 Seiten
Membrez, Amédée: Das bischöfliche Archiv (Fürstbistum Basel): 9 Seiten
Lerch, Christian: Von der Kunst der Schreiber: 12 Seiten
Gunten, Walter von: Neubau Staatsarchiv: 5 Seiten
Staatsarchiv des Kantons Bern: Excerpta varia oder allerhand Muster aus alten Dokumenten: 20 Seiten.
SüdWestfalen Archiv – landesgeschichtliche Zeitschrift
Das 2001 gegründete “SüdWestfalen Archiv” trägt den Untertitel “Landesgeschichte im ehemals kurkölnischen Herzogtum Westfalen und der Grafschaft Arnsberg”. Die neue landesgeschichtliche Zeitschrift, deren erster Jahrgang 2001 in “Sauerland” 2003/1, S. 49 angezeigt wird, verdankt sich dem 1994 gegründeten “Arbeitskreis der Archivarinnen und Archivare im Bereich des ehemals kurkölnischen Westfalen” und der Stadt Arnsberg, deren Archivar Michael Gosmann (Mail: stadtarchiv@arnsberg.de) die Herausgabe übernommen hat.
Reichsdeputationshauptschluss
Zum Reichsdeputationshauptschluss, über den Harm Klueting in der NZZ handelt, fand ich die folgenden Quellen-Volltexte:
Uni Würzburg
· darauf fußt: http://www.rheinhessen.regionalgeschichte.net/index.php?id=4291
LSG
Documentarchiv.
Zur Säkularisations-Landesausstellung von Baden-Württemberg siehe Netbib.
Update 2006:
Weder der NZZ-Artikel noch der mittlere Nachweis sind länger online.
Weitere E-Texte finde ich hier:
http://www.koeblergerhard.de/Fontes/Reichsdeputationshauptschluss18030225.htm
http://www.uni-heidelberg.de/institute/fak2/mussgnug/RDH.doc
PDF
http://de.wikisource.org/wiki/Hauptschlu%C3%9F_der_ausserordentlichen_Reichsdeputation (aus Zeumer 1913, empfohlen)
Landesgeschichte und Archivwesen – Festschrift Reiner Groß (Sachsen)
Renate Wißuwa/ Gabriele Viertel/ Nina Krüger (Hg.): Landesgeschichte und Archivwesen (Festschrift für Reiner Groß zum 65.Geburtstag). Dresden 2002
Inhalt (freundlicherweise von Manfred Wilde zur Verfügung gestellt)
Winfried Müller: Zur Entstehung städtischer Erinnerungskultur unter besonderer Berücksichtigung Sachsens S.1
Gerhard Billig: Mittelalterliche Burgen in Dommitzsch nördlich Torgau S. 21
Gerhard Fouquet: Städtische Umwelten im Mittelalter – Perspektiven der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte S.35
Lorenz Friedrich Beck: Antike Gemmen als spätmittelalterliche Siegel. Zum Siegelwesen der askanischen Kurfürsten von Sachsen und der wettinischen Markgrafen von Meißen im 14. Jahrhundert S.73
Eckhart Leisering: Die Titulaturen der Wettiner im 14. Jahrhundert S. 93
Helmut Bräuer: Bettelvögte. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beobachtungen aus Obersachsen während der frühen Neuzeit S. 121
Manfred Wilde: Hexenprozesse und Landesherrschaft. Der Schöffenstuhl, die Juristenfakultät und das Oberhofgericht in Leipzig und ihre Bedeutung für Hexenprozesse in Kursachsen S. 149
Wieland Held: Das juristisch nicht anerkannte Testament des Wolf von Weißenbach aus dem Jahre 1551 S. 167
Manfred Rudersdorf: 1555 als Achsenjahr der deutschen Geschichte – Zu zwei Aspekten reichsfürstlicher Politik im Zeichen des Augsburger Religionsfriedens S. 179
Manfred Unger: Heinrich Cramer von Claußbruch – Wirtschaftsunternehmen, soziales und kulturelles Milieu eines Leipziger Handelshofes 1556-1599 S. 199
Ute Essegern: “Und hette sich eine freywillige ungezwungene Liebe angesponnen.” Eheanbahnung und Eheschließung zwischen Sophia Eleonora von Sachsen und Georg II. von Hessen-Darmstadt 1622-1627 S. 241
Nina Krüger: Der Ausschusstag von 1658 – typische Ständeversammlung oder Sonderfall in der sächsischen Geschichte der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts? S. 267
Jacek Staszewski: Die ersten Tage Augusts II. in Polen S. 281
Heiner Lück: “…die Sachsen in dass gebürge gejaged…” Zur zeitgenössischen Wahrnehmung kriegerischer Ereignisse in einem preußisch-sächsischen Grenzdorf (1706-1871) S. 287
Karl Czok: Leipzigs Vorstädte nach dem Dreißigjährigen Krieg und im 18. Jahrhundert S. 307
Britta Günther: Der Weg zur Landtagsordnung von 1728 S. 317
Holger Starke: Dresden um 1900: eine moderne Großstadt? Die Reform des Dresdner Kommunalwahlrechts im Jahre 1905 aus demokratiegeschichtlicher Perspektive S. 327
Karlheinz Blaschke: Sachsen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts: Schicksale, Persönlichkeiten, Leistungen. Ein Essay S. 341
Guntram Martin: “Und wollen einigen Männern von jeder Grube Vollmacht geben.” Der Weg vom ständisch privilegierten Bergmann zum Bergarbeiter S. 371
Friedrich Beck: “Bundestreue”. Königreich Sachsen und Fürstentum Reuß ä.L. 1866 S. 389
Gerald Kolditz: “Gedenke, daß du ein Deutscher bist!” – Die Ortsgruppe Dresden des Alldeutschen Verbandes zwischen den Weltkriegen S. 415
Birgit Horn: Bernhard Schwarz (1889-1973). Vermittlung des Lebensbildes eines Leipziger Thomasschullehrers in der NS-Zeit durch biografische Dokumente im Stadtarchiv Leipzig S. 435
Gerald Wiemers: Trennendes und Verbindendes. Zum Dialog zwischen dem Geisteswissenschaftler Theodor Litt und dem Naturwissenschaftler Werner Heisenberg S. 455
Matthias Kluge: Karl Reinhard Hammerschmidt – ein vergessener Exponent des sächsischen Kirchenkampfes S. 465
Annett Bresan: Visionen und Tatkraft – der Beitrag Pawol Nedos zum Aufbau des sorbischen Minderheitenschulwesens in Sachsen nach 1945 S. 487
Gabriele Viertel: Zur Geschichte des Stadtarchivs Freiberg bis 1945 S. 517
Barbara Schaller: Eine lange Odyssee – Zur Geschichte der Schönburger Archive S. 533
Volker Wahl: Thüringische Archivgeschichte 1933/34. Der “Kampf” um das Direktorat der Staatsarchive S. 565
Ingrid Grohmann: Wandel in den sächsischen Verfassungs-, Verwaltungs- und Archivstrukturen – Stabilität in der Tektonik der staatlichen Archive? Zum Stand der Beständebereinigung in Sachsen S. 591
Jürgen Rainer Wolf: Die Überlieferung der Räte der Bezirke – Eine Zwischenbilanz zur Bewertungstheorie und -praxis S.605
Matthias Lienert: Erfahrungen mit oral history im Universitätsarchiv Dresden S. 625
Botho Brachmann: Sachsens Gegenwart – Bayerns Zukunft? Archivpolitik und archivarische Kernaufgaben S. 637
Norbert Reimann: Die deutschen Archivtage von 1994 bis 2001 – Konzeptionen und Umsetzung. Ein Erfahrungsbericht S. 655
Lokal- und regionalgeschichtliches Portal
Online-H, ein Projekt zur Vernetzung lokaler und regionaler historischer Initiativen und Projekte unter Einsatz neuer Medien (Uni Siegen), ist ein Linkkatalog mit derzeit 66 Einträgen, darunter 12 zur Rubrik Archivwesen.
100.000 Besucher im Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Das im Dezember 2002 eröffnete Haus der Geschichte Baden-Württemberg, das vor einigen Tagen den 100.000 Besucher begrüssen konnte, hat einen mässig attraktiven Internetauftritt. Die Sitemap ist noch in Arbeit, desgleichen Informationen über die umfangreichen archivalischen Sammlungen (und deren Benutzungsbedingungen). Es gibt ein bisschen etwas über das Turenne-Denkmal, das in Sasbach an den Tod von Marschall Turenne 1675 erinnert, und man kann sich z.B. einen Bollenhut in 3D anschauen.