„ Hello Mr. Graf,
my name is Filippo Manetti and I write from Venice, Italy. I just want to inform you that my grandmother’s surname was Von Lichtenstern – Weinsberg. She knew all her ancestors starting from the beginning of the 13th century, origins in the city and castle of Weinsberg.“
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (14. August 2026). Zuschrift. Archivalia. Abgerufen am 9. September 2026 von https://doi.org/10.58079/16nxu
Als jemand, dessen persönliche Ahnenforschung schon bei den Großeltern stockt, weil in der Geburtsurkunde “Vater unbekannt” steht (bäuerliches Milieu im Bayerischen Wald), finde ich das immer extrem beeindruckend/interessant, wenn Leute über viele Generationen wissen, auf wen sie zurückgehen.
Ich mache ja auch Staatsangehörigkeitsrecht, und werde von Mandanten aus allen Teilen der Welt kontaktiert, um zu überprüfen, ob sie einen Anspruch auf die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Manche haben nur eine vage Familiengeschichte oder wundern sich, warum sie so einen “komischen” Namen haben. Andere kommen mit einer beeindruckenden Fülle an Daten, Details und Dokumenten. Die Archive sind anscheinend generell sehr hilfsbereit.
Je mehr Generationen die Emigration aus Deutschland zurückliegt, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein Anspruch besteht. Nicht nur, weil die Dokumentation schwieriger ist, sondern weil jede Generation irgendetwas unternommen/unterlassen haben kann, um die deutsche Staatsangehörigkeit (oft unbewusst) zu verlieren.
Aber manchmal funktioniert es selbst bei Mandanten, deren Vorfahren noch im 19. Jahrhundert emigriert sind.