“[Die] Medaillen sind ebenso wie die zum Verkauf stehenden Münzen den Numismatikern gut bekannt. Durch ihre Veräußerung entsteht kein Verlust für die Wissenschaft. Und doch handelt es sich um einen Verlust an deutschem Kulturgut, wenn die Preziosen in private Sammlungen des In- und Auslandes „verschwinden“. Zwar konnten sich in den beschriebenen Verhandlungen die Stiftungen eine ganze Reihe wichtigster Objekte als Dauerleihgaben sichern, aber der über Jahrzehnte gewachsene historische Zusammenhang geht durch die Veräußerungen unwiederbringlich verloren.
Und die anstehende Osnabrücker Versteigerung ist ja nur der Anfang. Es werden bei Künker weitere folgen, und auch andere Auktionshäuser freuen sich sicher schon auf gute Geschäfte mit Fächern, prachtvollen (Schmuck-)Kästchen, Porzellanen und so weiter.”
Die NOZ (Paywall) meldet: Auktionshaus Künker erzielt in Osnabrück fast vier Millionen Euro mit Hohenzollern-Münzen.
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (30. Juni 2026). Hohenzollern verscherbeln Teile ihrer berühmten Münz- und Medaillen-Sammlung. Archivalia. Abgerufen am 12. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/16hi7