Als ich mich in den 1990er Jahren viel mit der Genealogie des schwäbischen Adels befasste, las ich auch die Studien zu Kuno von Öhningen. Ich legte mir das Buch von Eduard Hlawitschka von 1987 zu und verschaffte mir Kopien von Donald C. Jackmans (enttäuschender) Konradiner-Monographie 1990. Hermann Jakobs schenkte mir sein Buch von 1968.
Dann verlor ich die Debatte, die Thomas Zotz eine „Forschungsdiskussion gigantischen Ausmaßes“1 nannte, etwas aus den Augen, weshalb ich erst vor kurzem auf den explosiven Aufsatz von Katrin Baaken 2011 stieß, der von der Forschung zu Kuno von Öhningen nur einen Scherbenhaufen übrig ließ. Zwar konnte Wolf 2013, S. 351-353 noch kurz reagieren, aber die „Luft war raus“. Niemand sah sich, soweit ich sehe, veranlasst, eine Neubewertung des Problems anhand einer kritischen Überprüfung der Ergebnisse Baakens vorzunehmen. Ohnehin sind die meisten der in der Bibliographie (über 60 Titel) genannten Autoren und Autorinnen inzwischen verstorben.
Leider zeichnete sich die Kontroverse durch ein hohes Maß an Redundanz aus. So war es aus meiner Sicht unnötig, dass Hlawitschka, nachdem er dem Disput 2003 eine eigene monographische Darstellung gewidmet hatte, den ganzen Sachverhalt 2008 auf etwa 100 Seiten erneut ausführlich darlegte. Unschön war zudem der Diskussionston. Während Armin Wolf und Hlawitschka einigermaßen respektvoll miteinander umgingen, haben Johannes Fried und Jackman polemische Töne eingebracht. Die Rezension von Hlawitschka 2003 durch Caspar Ehlers steht für das Unbehagen, das der Tonfall wohl bei vielen Mediävisten auslöste.
Welche allgemeinen Einsichten erbrachte die Kontroverse? Dass die Quellenarmut und die uneindeutige Überlieferung der genealogischen Erkenntnis enge Grenzen setzen, hätte man schon vorher wissen können.
Wolf und Hlawitschka waren beide Anhänger der Erbtheorie in Bezug auf den Thronwechsel 1002. An ihr hatte Althoff 1989 Kritik geäußert. Weder Wolf noch Hlawitschka konnten die Abstammung Herzog Hermanns II. von Schwaben von den Ottonen überzeugend sichern. Eine Einigung zur Konradiner-Genealogie konnte ebenfalls nicht erzielt werden.
Der quellenkundliche Ertrag war ebenfalls bescheiden. Nennenswerte neue Erkenntnisse zur Beurteilung der Genealogia/Historia Welforum sucht man vergebens.
Immerhin erwies sich das zur Nahehen-Problematik zusammengetragene Material als nützlich (dazu Graf 2025). Hlawitschkas Kritik an der Akzeptanz von Nahehen durch Wolf, Fried und Jackman war aus meiner Sicht voll und ganz berechtigt.
In einer Rezension von Hlawitschkas “Ahnen” Band 3 benannte Wolf 2015 zusammenfassend die Differenzen (die Fußnoten zu den Quellen habe ich ergänzt):
“Seit über 40 Jahren wird die Kontroverse ausgefochten, wie die mütterliche Verwandtschaft Herzog Hermanns II. von Schwaben dessen Thronkandidatur 1002 begründen konnte. War Hermanns Mutter nach Hlawitschka Judith (Tochter Adalberts von Marchtal) oder nach A.Wolf, D. C. Jackman und J. Fried die in einer Reichenauer Memorialnotiz aus dem 10. Jahrhundert2 genannte Richlint? Dieser Name steht dort in der von einem Cuonradus comes angeführten Gruppe von 10 Namen. Diese entsprechen weitgehend, was schon Karl Schmid feststellte, den in der Genealogia Welforum von 1125/26 (und der Historia Welforum von 1167/74) 3 genannten Kindern des Chuono comes nobilissimus und seiner Ehefrau, einer filia Ottonis magni imperatoris (Richlint). Da eine Tochter Ottos des Großen namens Richlind sonst nicht überliefert ist, war sie meines Erachtens – aufgrund von Namenswiederholungen – keine Tochter, sondern eine Enkelin (filia heißt auch Nachkommin, vom Stamme) des Kaisers über dessen vorverstorbenen Sohn Liudolf von Schwaben (A. Wolf XV 5, XVI 13). Nach Hlawitschka war diese Richlind „nicht existent“. Einigkeit besteht aber über die Identität des Chuono nobilissimus comes der welfischen Überlieferung (Kuno ‚von Öhningen‘) mit Herzog Konrad von Schwaben, dem Vater Herzog Hermanns II. von Schwaben (A. Wolf 1980, Hlawitschka 1985, 1987). Einigkeit besteht ebenfalls darüber, dass die in der zeitgenössischen Memorialnotiz nach dem „sehr edlen Grafen“ Konrad genannten Liutoldus laicus Cuonradus laic. Herimannus Ita [de Oningen] seine Kinder sind. Die dann in der gleichen Reihe mit der Tochter Ita folgende Iúdita war nach H. Jakobs, A. Wolf, D. C. Jackman und J. Fried ebenfalls eine Tochter und die gleichnamige Ehefrau des Grafen Adalbert von Metz. Nach Hlawitschka war diese Iúdita jedoch nicht Tochter des Chuono nobilissimus comes, sondern seine Ehefrau, und beide waren identisch mit dem in einer Bestätigung von 1128 genannten Dux Cuno de Beckilnheim et uxor eius Iutta.4 Dieser Herzog Konrad von Böckelheim war nach H. Witte, J. Wagner, W. Vogt, R. Kaiser und A. Wolf allerdings eher der salische spätere Herzog Konrad I. „von Kärnten“, der mit seiner sonst nicht überlieferten ersten Frau Jutta die 1128 genannte Tochter Uda gehabt haben kann. Weil einerseits diese Uda in der Reichenauer Memorialnotiz und der welfischen Überlieferung gar nicht vorkommt und andererseits die bekannten Kinder Konrads von Schwaben in der Böckelheimer Urkunde fehlen, kann Konrad von Böckelheim schwerlich mit Konrad von Schwaben identisch sein. – Der Vater Herzog Konrads von Schwaben war nach einer seit dem 19. Jahrhundert vertretenen und von Hlawitschka verteidigten Tradition Graf Udo von der Wetterau und im Rheingau, nach D. C. Jackman, J. Fried und A. Wolf aber Graf Konrad in der Ortenau (Herzog im Elsass?) (A. Wolf XV 8)”
Hlawitschkas Ablehnung der Richlind-These aufgrund der dann anzunehmenden Nahehen überzeugt. Seine eigene Ableitung der hypothetischen Gemahlin Herzog Konrads von Schwaben ist dagegen in hohem Maße spekulativ. Dass dieser mit einer Jutta verheiratet war, kann nicht als gesichert gelten, da die Identität Konrads mit dem Herzog Kuno von Böckelnheim zwar möglich ist, aber nicht feststeht. Dafür, dass diese hypothetische Jutta eine Tochter Adalberts von Marchtal war, gibt es kein Quellenzeugnis oder starke Argumente. Der Udalrichinger Udalrich hatte aus der Ehe mit einer Sächsin Wendilgart, einer Ottonenverwandten (aus der Quellenstelle “Heinrici regis de filia neptis” muss Hlawitschka “de filia” eliminieren), eine Tochter, die Hlawitschka kurzerhand mit der unbekannten Gemahlin Adalberts von Marchtal gleichsetzt. Diese genealogischen „Erfindungen“ lassen es nicht als geraten erscheinen, den eigenen Hypothesen Hlawitschkas ohne nähere Prüfung irgendetwas zu glauben. Nicht nur Wolf, Jackman und Fried haben methodisch fahrlässig und spekulativ gearbeitet, sondern auch Hlawitschka!
Größerer Widerspruch gegen die Urkundenuntersuchung von Baaken 2011 wurde nicht laut. Wolf 2013 und Meyer 2019 stimmten zu. Andreas Bihrer formulierte 2025: “Die Vermutung, Kuno habe in Öhningen eine geistliche Institution gestiftet, ist […] in gleicher Weise spekulativ wie alle anderen Hypothesen, die einen späteren Gründungszeitpunkt favorisieren.” Wenn die Stiftung Öhningens durch Kuno spekulativ ist, entfällt auch die Güterliste als Quelle für seinen Besitz. 2014 formulierte Joachim Dahlhaus: “Durchaus akzeptabel ist die These, das schon lange als unecht erkannte D O.I. †445 sei erst um 1200 angefertigt worden und der dort als Stiftsgründer genannte Graf Kuno von Öhningen eine bloße, durch die Historia Welforum angeregte Erfindung des Fälschers, womit die vieldiskutierten „Probleme“ um Kuno sich erledigten. Der sensationell anmutenden Herabstufung der Ausfertigung des D F.I. 519, die die Monumentisten für ein Kanzleiprodukt hielten, zu einem gelehrten Machwerk des 18. (!) Jahrhunderts muss indes bis zur Vorlage härterer Beweise mit Reserve begegnet werden”. Dieser Kritik an der Einschätzung des D F.I 5195 möchte ich mich anschließen. Die Merkwürdigkeiten im Formular verdichten sich nicht zum eindeutigen Nachweis von Anachronismen. Nicht erkennbar ist, wo die vermeintlichen Fälscher im Umkreis von St. Blasien das echte Diplom Barbarossas vom Vortag für das Hospital am Semmering einsehen konnten. Was die Besitzliste Öhningens angeht, so stimmt sie mit dem nach Baaken um 1200 gefälschten Diplom Ottos des Großen6 überein. Da von den 26 Ausstattungsorten 15 später keinen nennenswerten Öhninger Besitz aufweisen, geht Baaken davon aus, dass die Besitzliste fiktiv war. Folgt man dieser Hypothese, muss man auf jegliche Schlüsse zum Besitz Kunos und seinem Zusammenhang mit dem Besitz der sogenannten Rheinauer Stiftersippe verzichten. Baaken nimmt an, dass die Besitzorte nach Vorlagen aus Rheinau und Schaffhausen erfunden wurden (S. 43f.). Der „erfundene Graf Konrad“ könne nicht mit der Schluchsee-Schenkung7 in Verbindung gebracht werden (S. 51) – die notwendige Begründung dafür fehlt aber.
Baaken lehnt die bisher gültige Identifizierung von “Oningen”, nach dem Kunos mit einem Welfen verheiratete Tochter Ita genannt wird, mit Öhningen ab, macht aber keinen Alternativvorschlag, sondern verweist unbestimmt auf die “Region im weiten Kreis östlich von Augsburg” (S. 54). Sie stimmt nicht der allgemein akzeptierten Gleichsetzung Kunos von Öhningen mit dem Konradiner Herzog Konrad II. von Schwaben zu, die Wolf 1980 aufbrachte und Hlawitschka 1987 ausführlich begründete. Baaken setzt neue Hypothesen an die Stelle des bisher Angenommenen, sie bietet keineswegs gesichertes Wissen.
Es ist durchaus möglich, die bisherigen Thesen zu Kuno von Öhningen beizubehalten, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass es sich um bloße Möglichkeiten handelt, die man als nicht sonderlich wahrscheinlich einschätzen muss. Wenn man der Kritik an Kuno als Stifter folgt und die Besitzliste ablehnt, was aus meiner Sicht plausibel ist, stellt sich die Frage, welche Aussagen über Kuno noch vertretbar sind. Baakens Ablehnung der Identifizierung von “Oningen” mit Öhningen ohne Alternativvorschlag ist nicht sehr überzeugend. Aber man muss in jedem Fall die Verbindung mit Öhningen mit einem großen Fragezeichen versehen. Was die Gleichsetzung mit Herzog Konrad II. von Schwaben angeht, so wird man anerkennen müssen, dass diese inzwischen erheblich weniger wahrscheinlich ist. Hlawitschka hielt seine Argumentation für die Identität für “unabweisbar”, was nicht mehr akzeptabel erscheint.
Wolf 2013, S. 353 bezieht sich auf die von Baaken akzeptierte Identität mit dem Grafen Cuonradus in der Reichenauer Memorialnotiz und betont: “Diese Übereinstimmung und die Unwahrscheinlichkeit, dass es gleichzeitig in Schwaben zwei hochadlige Vater-Sohn-Paare Kuno/Konrad-Hermann gab, ohne dass wir von deren Konkurrenz oder unterscheidenden Beinamen erfahren, spricht doch dafür, dass »der sogenannte Kuno von Öhningen, genauer der ›sehr edle Graf Kuno‹, wie ihn die welfische Tradition nennt, identisch ist mit Konrad, 983–997 Herzog von Schwaben«.” In der Tat enthält der Verwandteneintrag des Verbrüderungsbuchs neben Konrad auch einen Verwandten Hermann. Dass es sich um ein Vater-Sohn-Paar handelt, ist ein Fehlschluss Wolfs. Solche Paare Konrad-Hermann kann es um 1000 gegeben haben, ohne dass sie notwendigerweise in den Quellen mit Herzog Konrad und seinem Sohn Hermann in Beziehung gesetzt werden mussten. Im D O III. 352 aus dem Jahr 1000 waren ein Graf Kuno und ein Hermann an einem Streit um Burgbernheim beteiligt.8
Hlawitschkas Rekonstruktion der Nachfahren Herzog Konrads zeigt ihn als Vorfahr der Schluchsee-Schenker. Aber man sollte den stark hypothetischen Charakter dieser Genealogie nicht übersehen. Bevor nicht eine neuerliche Prüfung vorgenommen wurde, lässt sich nicht ausschließen, dass es einen anderen Grafen Konrad gab, der als Erblasser in Betracht kommt. Es gibt nur eine einzige quellenmäßig bezeugte Filiation, die von Herzog Hermann II. von Schwaben, Herzog Konrads Sohn, zu einem Schluchsee-Schenker, nämlich zum Echebertus comes de Saxonia (Markgraf Ekbert II. von Meißen), führt. Einen parallelen Besitzgang sieht Hlawitschka bei den Marchtaler Pfründen. Obwohl die Marchtaler Historia Bertha von Kellmünz, die Tochter Rudolfs von Rheinfelden, direkt von Hermann und seiner Gattin Gerberga ableitet, nimmt Hlawitschka eine quellenmäßig nicht bezeugte Einbehaltung des Heiratsguts der Kaisertochter Mathilde durch Rudolf von Rheinfelden an. Mathilde ist so keine Vorfahrin von Bertha.
Die Schluchsee-Schenkerin Ida von Elsdorf wird von Hlawitschka hypothetisch als Schwester des genannten Ekbert angesetzt. Wolf 2012 sieht sie dagegen als Tochter des Brunonen Liutger.
Hypothetisch ist Hlawitschkas Ableitung der Schluchsee-Schenker Graf Otto mit Sohn Graf Friedrich. Man wird in ihnen Grafen von Dießen/Andechs sehen dürfen. Aufgrund von in der Forschung angenommenen Verwandtschaftsbeziehungen der Eppensteiner und der Dießener zaubert Hlawitschka die Ehe einer Tochter der Eppensteinerin Beatrix mit Graf Otto von Dießen aus dem Hut. Es ist zwar wahrscheinlich, dass Beatrix eine Tochter von Hermann und Gerberga war, aber keinesfalls unbestritten. Wolf sieht in Kunizza von Dießen dagegen eine Tochter Kunos von Öhningen.9 Obwohl mehr für Hlawitschkas Ansicht, dass die Dießener Quellen von der Historia Welforum abhängen, spricht, ist aus meiner Sicht nicht auszuschließen, dass Wolf mit der Annahme einer unabhängigen Überlieferung Recht hat.
Eine überzeugende Ableitung des Schluchsee-Schenkers Hezelo weiß Hlawitschka nicht anzugeben. Bei Tuto von Wagenhausen darf man davon ausgehen, dass sein Anteil vom Kloster Schaffhausen und damit von der Stifterfamilie der Grafen von Nellenburg stammt. Für Hlawitschka könnte Ita, die Gemahlin Eberhard des Seligen von Nellenburg, eine Nachkommin Herzog Konrads von Schwaben gewesen sein, und zwar einmal über dessen Sohn Konrad und zum andern über den Sohn Liutold/Liutho. Eine dritte Möglichkeit wäre die Ableitung von Kunos Tochter Ita, die mit dem Welfen Rudolf verheiratet war. Heinz Bühler und Sönke Lorenz waren von der hypothetischen Ableitung des Hauses Achalm von Liutold überzeugt, die schon Schenk zu Schweinsberg 1900, S. 376 vorgeschlagen hatte. Starke Argumente gibt es dafür nicht. Weder der Namensbefund noch die Besitznachbarschaft von Achalmern und Nellenburgern lassen die Hypothese als plausibel erscheinen.
Fazit: Angesichts der Vielzahl hypothetischer Annahmen bleibt Hlawitschkas Rekonstruktion insgesamt wenig belastbar und ist von einem „großen Wurf“ weit entfernt. Eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Identität Kunos von Öhningen mit Herzog Konrad II. von Schwaben wird man daher heute kaum noch annehmen können.

Bibliographie
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Wilhelm Gisi (1843-1893): Der Ursprung des Hauses Rheinfelden. In: Anzeiger für Schweizerische Geschichte NF 5, b (1886/89, erschienen 1887), S. 25-40 (e-periodica.ch)
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Wieder in: Karl Schmid: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter (1983), S. 127-179
Mit älterer Literatur
Kurt Hils: Die Grafen von Nellenburg im 11. Jahrhundert, ihre Stellung zum Reich und zur Kirche (1967)
S. 26-45 Beziehungen der Grafen von Nellenburg zu den Tradenten des Predium Schluchsee
Helmut Naumann: Die Schenkung des Gutes Schluchsee an St. Blasien. Ein Beitrag zur Geschichte des Investiturstreites. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 23 (1967), S. 358–404 (MGH)
Hermann Jakobs (1930-2025): Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien (1968)
S. 168-235 Die “Öhninger”
Hans Dobbertin: Neues über Ida von Elsdorf. In: Braunschweiger Jahrbuch 53 (1972), S. 49-66 (TU Braunschweig)
Hans Dobbertin: Berichtigungen zum Fragenkreis um Ida von Elsdorf. In: Braunschweiger Jahrbuch 55 (1974), S. 224-225 (TU Braunschweig)
Thomas Zotz (* 1944): Der Breisgau und das alemannische Herzogtum. Zur Verfassungs- und Besitzgeschichte im 10. und beginnenden 11. Jahrhundert (1974) (UB Heidelberg)
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Hans Dobbertin: Ekbert von Elsdorf war ein Babenberger. In: Braunschweiger Jahrbuch 61 (1980), S. 143-150 (TU Braunschweig)
Eduard Hlawitschka (* 1928): Wer waren Kuno und Richlind von Öhningen? Kritische Überlegungen zu einem neuen Identifizierungsvorschlag. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 128 (1980, erschienen 1981), S. 1-49
Wieder in: Eduard Hlawitschka: Stirps regia. Forschungen zu Königtum und Führungsschichten im früheren Mittelalter. Ausgewählte Aufsätze (1988), S. 421-469. Mit Nachträgen S. 570-572
Armin Wolf (1935-2025): Wer war Kuno “von Öhningen”? In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 36 (1980), S. 25-83 (MGH)
Mit Nachwort wieder in: Genealogisches Jahrbuch 39 (1999), S. 5-56
Das Nachwort erweitert wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 341-353
Hans Dobbertin: Auch Kaiserin Gisela war eine Öhningerin. In: Braunschweiger Jahrbuch 62 (1981), S. 157-161 (TU Braunschweig)
Hans Constantin Faußner (1925-2024): Kuno von Öhningen und seine Sippe in ottonisch-salischer Zeit. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 37 (1981), S. 20-139 (MGH)
Manfred Hellmann (1912-1992): Ottonen und Rjurikiden. Bemerkungen zur Wiederaufnahme einer Diskussion. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas NF 29 (1981), S. 569-576 (MDZ)
Anneliese Müller (* 1936): Überlegungen zu Kuno von Öhningen. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 40 (1981), S. 251-261
Hans Dobbertin: Bruno der Ältere von Braunschweig und die Königswahl von 1002. In: Braunschweiger Jahrbuch 63 (1982), S. 111-119 (TU Braunschweig)
Peter Hilsch (* 1938): Regenbach und die Schenkung der Kaiserin Gisela. In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 42 (1983), S. 52-81 (MGH)
Zu den Konradinern
Heinz Bühler (1920-1992): Studien zur Geschichte der Grafen von Achalm und ihrer Verwandten. In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 43 (1984), S. 7-87
Wieder in: Heinz Bühler: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben. Gesammelte Aufsätze (1997), S. 735-823, hier S. 707-818
Eduard Hlawitschka: Königin Richeza von Polen – Enkelin Herzog Konrads von Schwaben, nicht Kaiser Ottos II.? In: Institutionen, Kultur und Gesellschaft im Mittelalter. Festschrift für Josef Fleckenstein zu seinem 65. Geburtstag (1984), S. 221-244 (MGH)
Kritik an Faußner 1981
Eduard Hlawitschka: Untersuchungen zu den Thronwechseln der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands. Zugleich klärende Forschungen um »Kuno von Öhningen« (1987) (UB Heidelberg)
Rezensionen:
Albrecht Graf Finckenstein in: Historische Zeitschrift 250 (1990), S. 402f.
Hans-Werner Goetz in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 106 (1989), S. 371-372
Donald C. Jackmann in: Ius Commune 17 (1990), S. 421-424
Paul Baur: Kuno von Öhningen. Ein Identifizierungsproblem im Spiegel neuerer Forschungsergebnisse (1966-1987). In: Öhningen 1988 (1988), S. 47-62
Hans Dobbertin: War Herzog Konrad von Schwaben der Stiefvater Ekberts von Stade? In: Braunschweiger Jahrbuch 69 (1988), S. 147-151 (TU Braunschweig)
Eduard Hlawitschka: Stirps regia. Forschungen zu Königtum und Führungsschichten im früheren Mittelalter. Ausgewählte Aufsätze (1988)
Inhaltsverzeichnis
Gerd Althoff (* 1943): Die Thronbewerber von 1002 und ihre Verwandtschaft mit den Ottonen. Bemerkungen zu einem neuen Buch. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 137 (1989), S. 453-459 [1.9.2026 online]
Kritik an Hlawitschka 1987
Eduard Hlawitschka: Nochmals zu den Thronbewerbern des Jahres 1002. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 137 (1989), S. 460-467
Kritik an Althoff 1989
Christian Lübke (* 1953): Ottonen, Rjurikiden, Piasten. Ergänzende Bemerkungen zum Verwandtenkreis Kunos „von Öhningen“. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 37 (1989), S. 1-20 (MDZ)
Donald C. Jackman (1954-2023): The Konradiner. A Study in Genealogical Methodology (1990)
Inhaltsverzeichnis
Rezensionen:
Gerd Althoff in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 41 (1991), S. 333-335
William Urban in: Speculum 67 (1992), S. 428–430
Armin Wolf in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 108 (1991), S. 400-403, wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 355-359
Armin Wolf: Königskandidatur und Königsverwandtschaft. Hermann von Schwaben als Prüfstein für das „Prinzip der freien Wahl“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 47 (1991), S. 45-118 (MGH)
Erweitert wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 163-238
Eduard Hlawitschka: Der Thronwechsel des Jahres 1002 und die Konradiner. Eine Auseinandersetzung mit zwei Arbeiten von Armin Wolf und Donald C. Jackman. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 110 (1993), S. 149-248
Kritik an Wolf 1991, Jackman 1990
Johannes Fried (1942-2026): Prolepsis oder Tod? Methodische und andere Bemerkungen zur Konradiner-Genealogie im 10. und frühen 11. Jahrhundert. In: Papstgeschichte und Landesgeschichte. Festschrift für Hermann Jakobs zum 65. Geburtstag (1995), S. 69-119
Donald C. Jackman: Das Eherecht und der frühdeutsche Adel. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 112 (1995), S. 158-201
Armin Wolf: Quasi hereditatem inter filios. Zur Kontroverse über das Königswahlrecht im Jahre 1002 und die Genealogie der Konradiner. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 112 (1995), S. 64-157
Erweitert wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 239-339
Christian Settipani (* 1961) Christian/Jean-Pierre Poly (*1941): Les Conradiens: Un débat toujours ouvert. In: Francia 23, 1 (1996), S. 135-166 (MDZ)
Donald C. Jackman: Criticism and Critique. Sidelights on the Konradiner (1997)
Inhaltsverzeichnis
Nicht eingesehen
Rezensionen:
Benjamin Arnold in: Medieval Prosopography 20 (1999), S. 216-217
Matthias Becher in: Francia 27.1 (2000), S. 324f. (UB Heidelberg)
Uta-Renate Blumenthal in: Speculum 76 (2001), S. 179–180
Johannes Fried in: Historische Zeitschrift 267 (1998), S. 750–753
Alois Gerlich in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 118 (2001), S. 496f.
Josef Heinzelmann (1936-2010): Spanheimer-Späne: Schachwappen und Konradinererbe. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 25 (1999), S. 7-68 (E-Text manfred-hiebl.de)
Heinz Bühler: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben. Gesammelte Aufsätze (1997)
Inhaltsverzeichnis
Registerband S. 83
Armin Wolf: Wer war Kuno ’von Öhningen’? Überlegungen zum Herzogtum Konrads von Schwaben († 997) und zur Königswahl vom Jahre 1002. In: Genealogisches Jahrbuch 39 (1999), S. 5-56
Nachdruck von Wolf 1980 mit Nachwort S. 49-56. Dieses erweitert wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 341-353
Sönke Lorenz (1944-2012): Graf Luitold von Achalm († 1098). Ein Klosterstifter im Zeithorizont des Investiturstreits. In: Liutold von Achalm († 1098), Graf und Klostergründer. Reutlinger Symposium zum 900. Todesjahr (2000), S. 11-55
S. 10-29 zu Liutho, Sohn Kunos, als Vorfahre der Achalmer
Hans Dobbertin: War der Kaiserneffe Ekbrath (tot 1001) Richtlints Sohn? Ein Beitrag zur Konradiner-Genealogie. In: Genealogisches Jahrbuch 41 (2001), S. 29-43
Walter Greiner (1926-2024): Richlind von Öhningen und die Heiratspolitik des Hochadels vom 8. bis zum 12. Jahrhundert (2001)
Inhaltsverzeichnis
Nicht eingesehen
Rezensionen:
Hans-Martin Maurer in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 63 (2004), S. 555f.
Ursula Berktold in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 67 (2004), S. 753-755 (MDZ)
Alois Schütz (1944-2017): Die Grafen von Dießen und Andechs, Herzöge von Meranien. In: Königliche Tochterstämme, Königswähler und Kurfürsten (2002), S. 225-315 (MGH)
Eduard Hlawitschka: Konradiner-Genealogie, unstatthafte Verwandtenehen und spätottonisch-frühsalische Thronbesetzungspraxis. Ein Rückblick auf 25 Jahre Forschungsdisput (2003)
Inhaltsverzeichnis
Kritik an Wolf 1995, Jackman 1995, Fried 1995, Settipani/Poly 1996, Jackman 1997, Heinzelmann 1999, Greiner 2001, Schütz 2002
Rezensionen:
Caspar Ehlers in: Concilium medii aevi 7 (2004), S. 1017-1018 (UB Heidelberg)
Franz-Reiner Erkens in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 122 (2005), S. 491-493 (E-Text koeblergerhard.de)
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Laurence Leleu in: Revue Historique 2005, S. 391-394 (Cairn)
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Kritik an Hlawitschka 2003
Josef Heinzelmann: Konradiner und kein Schluss oder: Die Erfindung des Adelsgeschlechtes aus dem Geist der Mentalitätsgeschichte. Randbemerkungen zu Johannes Frieds “Auseinandersetzung mit Hlawitschka” und nebenbei mit mir. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 33 (2007), S. 7-22 (E-Text regionalgeschichte.net)
Kritik an Fried 2006
Eduard Hlawitschka: Konradiner-Streitfragen. Ein Feld nur für unverbindliche Hypothesen, nicht auch für Plausibilitätsargumente und Logikbeweise? In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 71 (2008), S. 1-101 (MDZ)
Kritik an Fried 2006
Katrin Baaken (1940-2024): Fälschungen mit fatalen Folgen. Das Stift Öhningen. In: Text und Kontext. Historische Hilfswissenschaften in ihrer Vielfalt (2011), S. 23-58
Stellungnahme von Joachim Dahlhaus in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 73 (2014), S. 375 (WLB)
Hans-Dieter Lehmann: Die Geschäfte des Grafen Eberhard von Nellenburg. Zur Ausstattung des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen und zu Herkunft und Umfeld seiner Stifter. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 160 (2012), S. 49-104 (BLB)
S. 98-104 Ita von Stade, nicht identisch mit Ida von Elsdorf
Armin Wolf: Wer war Ida von Elsdorf? Die Verwandtschaft der »Tochter eines Bruders Kaiser Heinrichs III. und einer Schwester Papst Leos IX.« und die Tochterstämme der Brunonen. In: Rotenburger Schriften 92 (2012), S. 45–67
Erweitert wieder in: Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013), S. 445-467
Armin Wolf: Verwandtschaft – Erbrecht – Königswahlen (2013)
Inhaltsverzeichnis
S. 163-238 Königskandidatur und Königsverwandtschaft: Hermann von Schwaben als Prüfstein für das »Prinzip der völlig freien Wahl«
S. 239-339 Zur Königswahl Heinrichs II. im Jahre 1002: Verwandtschaftliche Bedingungen des Königswahlrechts
S. 341-353 Zur Diskussion über Konrad ›von Öhningen‹ und die Konradiner-Genealogie 1980–2011
S. 355-359 The Konradiner (Rezension Donald C. Jackman)
S. 445-467 Wer war Ida von Elsdorf? Die Verwandtschaft der »Tochter eines Bruders Kaiser Heinrichs III. und einer Schwester Papst Leos IX.« und die Tochterstämme der Brunonen
Michael Buhlmann (* 1957): Die „Schluchseeschenkung“ an das Kloster St. Blasien (1074/77) (2015)
www.michael-buhlmann.de
Armin Wolf: Rezension zu: Eduard Hlawitschka: Die Ahnen der hochmittelalterlichen deutschen Könige und Kaiser und ihrer Gemahlinnen. Ein kommentiertes Tafelwerk, Band III: 1198–1250 (2013), in: Mediaevistik 28 (2015), S. 518-522 (ingenta)
Andreas Bihrer (* 1970): Öhningen. In: Handbuch der Stiftskirchen in Baden-Württemberg (2019), S. 451-456
Fredy Meyer (1945-2024): St. Peter, Paul und Hippolyt in Öhningen. Eine kultgeschichtliche Studie zum Patrozinium und zur Gründungsgeschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts. In: Freiburger Diözesan-Archiv 139 (2019), S. 7-66 (BLB)
Fredy Meyer: St. Peter, Paul und Hippolyt in Öhningen. Eine kultgeschichtliche Studie zum Patrozinium und zur Gründungsgeschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts. In: Hegau 78 (2021), S. 31-60
Nicht eingesehen
Andreas Bihrer u.a.: Öhningen, Augustinerchorherren. In: Badisches Klosterbuch (2025)
Online-Version LEO-BW
Klaus Graf (* 1958): Richwara von Zähringen und das Problem der Nahehen. In: Archivalia vom 20. August 2025
- Thomas Zotz in: Schwaben vor tausend Jahren (2002), S. 19. [↩]
- MGH Libri memoriales N.S. 1 (1979), p. 135 (dMGH). [↩]
- Zu den Quellen: Geschichtsquellen.de; ebenda. [↩]
- Mainzer Urkundenbuch 1 (1932), Nr. 553 (Dilibri). [↩]
- dMGH; Regesta Imperii; Lichtbildarchiv. [↩]
- D O I. 445; Regesta Imperii. [↩]
- Bezeugt im D H.V 275 von 1125: MGH; Johann Wilhelm Braun: Urkundenbuch des Klosters St. Blasien im Schwarzwald 1 (2003), Nr. 126. [↩]
- Regesta Imperii. Hinweis Wilhelm Störmers an Josef Heinzelmann: regionalgeschichte.net. [↩]
- Die Grabinschrift der 1020 verstorbenen Kunigunde ist erhalten: https://www.bayerisches-nationalmuseum.de/sammlung/00022676. [↩]
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Klaus Graf (17. Juli 2026). Kuno von Öhningen, ein Scherbenhaufen. Archivalia. Abgerufen am 17. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/16lgy